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BURGUND
Mit dem Rad von Dijon nach Macôn

   

von Matthias Pätzold

Wer an Burgund denkt, denkt zuerst an große Weine, große Kirchen und die großartige Küche.
Doch es gibt in Frankreichs Zentralregion auch anderes zu entdecken: einen verrückten Sammler von Jagdflugzeugen zum Beispiel, HipHop im Klostergarten, Chansons am Flußufer, romantische Campingplätze, unzählige architektonische Kleinode in Dörfern und Städtchen, und wahrscheinlich eines der größten Radwegenetze Europas (über 500 km) inklusive des längsten Fahrradtunnels Europas (1,6 km).
>> www.la-bourgogne-a-velo.com

Dijon
Ströme von Menschen füllen die Straßen Dijons, um in den unzähligen Mode- und Feinkostgeschäften einzukaufen. Besonders in der Rue de la Liberté ist der Trubel groß. In den Nebenstraßen läßt sich dann schon etwas ruhiger die wunderbare architektonische Mischung aus Gotik, Renaissance, Jugendstil und Moderne genießen. Trotz des Trubels findet man durchaus kleine Cafés, die außerhalb des touristischen Treibens auch die Einheimischen anziehen.

Und solch eine Kombination ist vermutlich nur in Frankreich möglich: im ehemaligen Klostergarten von St. Bénigne (14. Jhr.), dem heutigen Innenhof des Archäologischen Museum findet zu ohrenbetäubender Lautstärke ein Breakdance-Wettbewerb statt. Dass der französische HipHop nicht nur musikalisch höchst kreativ ist, sondern auch die akrobatischen Breakdancer der französischen Szene weltweit führend sind, läßt sich hier unschwer erkennen.
Unter den Zuschauern befinden sich neben den jungen HipHop-Fans auch die Eltern und Großeltern der Tänzer und Tänzerinnen. Im Anfeuern stehen sie den coolen Kids in nichts nach.

Ein historisches und künstlerisches Kleinod, welches man bei einem Dijonbesuch leicht übersehen kann, befindet sich auf dem Gelände der Chartreuse de Champmol. Vor den Toren der mittelalterlichen Stadt ließ Herzog Karl der Kühne eine Kartause errichten, die dem Geschlecht der Valois als Begräbnisstätte dienen sollte. Übriggeblieben ist davon nur noch das Kirchenportal und der Mosesbrunnen, ein monumentaler Brunnen, dessen Becken einen Durchmesser von sieben Metern hatte. Der Brunnen enstand zwichen 1395 und 1405 und zählt zu den Hauptwerken Claus Sluters. Die nahezu lebensgroßen Prophetenfiguren des Brunnens sind für ihre Zeit künstlerisch weit vorausgreifend realistisch dargestellt und vermitteln einen beindruckend lebendigen Ausdruck.

Nicht weit davon entfernt befindet sich der Botanische Garten, der Jardin de l’Arquebuse. In den ehemaligen Lust- und Gartenpavillons sowie im angrenzenden Musée d’Histoire Naturelle finden im Sommer regelmäßig Ausstellungen naturhistorischer und künstlerischer Art statt. So präsentierte im Juli 2007 der Maler Didier Michel seine bemalten Rindenstücke.
Michel hat eine Farbskala der Geschmackstöne von Wein entwickelt und bemalt große Rindenstücke der Korkeiche im Geschmacks-Farbspektrum des jeweiligen Weines. Eine gelungene Umsetzung der vielfältigen Geschmackseindrücke guten Weines ins Bildhafte. >> www.didiermichel-chromaticien.com



Dijon, Place Darcy
Dijon, Place Darcy
© Matthias Pätzold




Dijon, Jugendstilhaus
Dijon, Jugendstilhaus
© Matthias Pätzold






CORKS empreintes des vins, Didier Michel
"CORKS empreintes des vins"
Domain de la Romanée Conti,
La Tâche 1999
© Didier Michel

 

La Bussière-sur-Ouche, Burgund
La Bussière-sur-Ouche
© Matthias Pätzold



Park Chateau Savigny, Burgund
Jagdflugzeuge im Park des Chateau Savigny
© Matthias Pätzold




Beaune, Hôtel-Dieu
Beaune, Hôtel-Dieu
© Matthias Pätzold

Vallée de l'Ouche
Von Dijon bis Bligny-sur-Ouche fährt man sehr gemütlich von Schläuserhäuschen zu Schläuserhäuschen entlang des Canal de Bourgogne durch das ruhige und romantische Tal der Ouche. Ab und zu trifft man ein Hausboot und stellt erfreut fest, dass man schneller mit dem Fahrrad unterwegs ist, da man nicht ständig schleusen muß. Entlang der Ouche liegen einige verträumte mittelalterliche Örtchen, wie zum Beispiel La Bussière-sur-Ouche, mit seinem Klosterkomplex aus dem 12. Jahrhundert inmitten eines wunderschönen Gartens.
Von Bligny-sur-Ouche geht es über das fast verlassene Dorf Clavoillon in das reizvolle Tal des Rhoin, welches oberhalb eine enge Schlucht mit schroffen Felsformationen bildet, um sich bei Savigny-lés-Beaune wieder in Richtung Beaune zu öffnen.

Savigny-lés-Beaune
Im berühmten Weinort Savigny gibt es neben den unzähligen Weinkellern eine skurrile Besonderheit, das Château de Savigny. Hier können nicht nur die Weine des Schloss-Weingutes verkostet und eine umfangreiche Traktoren-, Rennwagen- und Oldtimer-Motorrad-Sammlung besichtigt werden. Nein, im Park – mehr oder weniger zwischen den Weinreben – stehen über 60 historische Düsenjagdflugzeuge, die vom Schlossbesitzer gekauft und von einem kleinen Verein ehrenamtlicher Flugzeugbegeisterter restauriert werden. >> www.chateau-savigny.com

Beaune
In Beaune kommt man als Reisender um die Besichtigung des berühmten Hôtel-Dieu nicht herum. Man wird belohnt durch den ungemein beeindruckenden Krankensaal „Grand Salle“ (oder auch „Salle des Pôvres“) dieses von Nicolas Rolin 1443 gestifteten Krankenhauses, welches von Anfang an für Arm und Reich gedacht war. Für die künstlerische Ausgestaltung der Räume wurden die besten niederländischen Architekten und Künstler beauftragt. Die Ausstattung der Krankensäle und die Behandlung der Patienten waren fortschrittlich und richtungsweisend.
Die zweite Sehenswürdigkeit befindet sich außerhalb der alten Stadtmauern in der Rue du Fg. Bretonnière: „Edmont Fallot“, die letzte noch in Familienbesitz befindliche Senffabrik Burgunds. Eine Führung durch das kleine aber geschmackvoll, modern und kreativ eingerichtete Manufakturmuseum, einschließlich einer Senf-Degustation und eigenen Senfherstellungsversuchen, ist ein ganz besonderes Erlebnis. >> www.fallot.com


Chalon-sur-Saône

Von Beaune geht es auf dem Voie Verte durch die berühmtesten Weinberge des Burgund. Hier wachsen die edelsten Tropfen. Eine Grand Cru Lage folgt der nächsten. Die Dörfer und Châteaus lassen Weinherzen höher schlagen: Pommard, Meursault, Puligny-Montrachet...

Meursault, Burgund
Meursault © Matthias Pätzold


In Chagny erreicht man den Canal du Centre und der großzügig ausgebaute Radweg führt nun wieder am Kanal entlang bis nach Chalon-sur-Saône. Die Weinreben weichen riesigen Sonnenblumen-, Mais- und Getreidefeldern. Und die allgegenwärtigen Charollais-Rinder grasen glücklich neben der Strecke.

Sonnenblumenfeld, Burgund
© Matthias Pätzold


Kurz vor Chalon künden erste Industrieanlagen von einer größeren Stadt. Durch Gewerbegebiete und Wohnsilos erreicht man die Altstadt und schließlich die Saône. Eine hektische Stadt mit viel Autoverkehr. Immerhin ist die Altstadt nahezu autofrei.
Der Platz vor der Kathedrale St. Vincent ist gesellschaftlicher Mittelpunkt der Altstadt. Abends treffen sich hier Einheimische und Gäste in den zahlreichen Straßenrestaurants und Weinlokalen auf dem Platz und rundherum. Sonntag vormittags findet man hier, direkt vor der Kathedrale, statt der unzähligen Tische, Stühle und Schirme den Wochenmarkt. Ein Anblick wie er im Mittelalter sicherlich üblicher war als heute: das Markttreiben direkt an, vor und um die Kirche.

Chalon-sur-Saône
Chalon-sur-Saône © Matthias Pätzold


Für weitere kulinarische Streifzüge eignet sich vor allem die Rue de Strasbourg (auf der Ostseite der Saône, gegenüber der Altstadt). Hier reiht sich ein Restaurant ans andere. Unterschiedliche Schwerpunkte und Preise: Traditionell, indisch, marokanisch, Gourmet u.a.

Givry - Macôn
In Givry, unweit von Chalon, beginnt die Etappe des Voie Verte Richtung Macôn. Die rund 80 km werden fast ausschließlich auf einem alten Bahndamm zurückgelegt, der bestens als Radweg ausgebaut ist. Die ehemaligen Bahnstationen sind zum größten Teil noch erhalten und dienen heute als Café, Fahrradverleih oder Touristinformation. Viele der Gebäude sind aber schlicht privat bewohnt. Die Route führt durch viele Dörfer und Städtchen, die für sich schon einen Tagesausflug wert sind. Man passiert das mittelalterliche Buxy, Cormartin mit seinem berühmten für seine frühbarocke Einrichtung bekannten Schloß, Taizé und natürlich Cluny, das ehemalige geistliche und kulturelle Zentrum der christlichen Welt, um mit der Fahrt durch den ehemaligen Eisenbahntunnel von Bois Clair (mit 1,6 km der längste Fahrradtunnel Europas) die Grenze zum Macônnais zu überschreiten und die letzten 20 km sanft ins Tal zu rollen bis an die Stadtgrenzen von Macôn.

Macôn
Diese Stadt ist ein stinkender Moloch. Tagsüber schieben sich durch alle Straßen und Gassen Unmengen von Autos. Schade, denn die Stadt hat durchaus schöne und historisch interessante Ecken zu bieten.
Am Abend beruhigt sich das Ganze sehr. Vor allem auf der neuen, im Sommer 2007 fertiggestellten Promenade direkt an der Saône, wird es mit Blick auf die illuminierte historische Brücke und die ebenfalls beleuchtete Altstadt recht romantisch. Zumal wenn dort an einem lauen Sommerabend zwei Vertreter des neuen französischen Chansons und Folk Rock aufspielen: >> Semtazone und >> Zatopek.

Die Restaurant-Empfehlung für Macôn ist das „Le petit Savoye“. Wie der Name verrät, handelt es sich um ein kleines, sehr charmantes Savoyer Restaurant mit ausgezeichneter Küche und moderaten Preisen. Es befindet sich in der Quai Boucharcourt, auf der der Altstadt gegenüberliegenden Flussseite im Vorort Saint-Laurent.

Für Campingliebhaber sind auf dieser Route folgende Plätze besonders zu empfehlen:
- Ste Marie-sur-Ouche: ein kleiner romantisch gelegener und kürzlich modernisierter Campingplatz
- St. Boil/Colonge: sehr idyllisch auf dem Gelände eines ehemaligen Hofes direkt an einem See gelegen. Mit eigenem Swimmingpool (bei schlechtem Wetter überdacht), gutem Restaurant und Fahrradverleih
- Cormartin: sehr moderner, schöner Platz (leider wenig Schatten, da die Bäume noch recht jung sind). Sehr hilfsbereites Personal. Kleine Cafeteria und eigener Fahrradverleih.

Kathedrale von Cluny
Die Überreste der Kathedrale von Cluny
© Matthias Pätzold



Fahrradtunnel von Bois Clair
Fahrradtunnel von Bois Clair
© Matthias Pätzold





Romantisches nächtliches Macôn
Romantisches nächtliches Macôn
© Matthias Pätzold


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