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SÈRAPHINE DE SENLIS
Film über eine bahnbrechende Malerin der naiven Kunst

   

Am 17. Dezember 2009 kommt der Film Séraphine in die deutschen Kinos. Er erzählt die Geschichte der Haushälterin Séraphine, die für den Kunstkenner Wilhelm Uhde arbeitet. Uhde gilt als Entdecker Picassos und Rousseaus - und stieß irgendwann verblüfft auf die Malerei seiner Haushälterin.

1912 zieht der deutsche Kunstsammler Wilhelm Uhde (Ulrich Tukur) in das Städtchen Senlis, um sich dem Schreiben zu widmen und sich vom hektischen Leben in Paris zu erholen. Als Haushälterin stellt er die widerborstige und unscheinbare Séraphine (Yolande Moreau) ein.


Wilhelm Uhde (Ulrich Tukur) spricht
mit Séraphine über ihr Werk

Eines Tages entdeckt er bei Nachbarn ein kleines auf Holz gemaltes Bild, das ihn sogleich fasziniert. Zu seiner großen Überraschung stellt sich heraus, dass das Bild von seiner Haushälterin Séraphine gemalt worden ist. Von den unkonventionellen Werken begeistert, beschließt der Kunstkenner Uhde, der als Entdecker von Picasso und Rousseau gilt, die eigenwillige und von ihren Mitmenschen belächelte Séraphine zu fördern.



Der Kunstsammler Wilhelm Uhde
(Ulrich Tukur) entdeckt Séraphines Talent


Séraphine in ihrem "Atelier"...


... einem bescheidenen Zimmer


Die Künstlerin arbeitete typischerweise
auf dem Boden

Mit Séraphine gelingt Martin Provost ein überzeugendes filmisches Porträt der wichtigen, aber immer noch weitgehend unbekannten Künstlerin Séraphine Louis – einer der zentralen Vertreterinnen der „Naiven Kunst“. In Frankreich avancierte der Film innerhalb kurzer Zeit zum Publikumsliebling und gewann 2009 sieben Césars – darunter diejenigen für den Besten Film, das Beste Drehbuch sowie die Beste Kamera. Yolande Moreau wurde für ihre zu Recht gefeierte Interpretation der Séraphine mit dem César für die Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

Weitere Informationen: www.seraphine-derfilm.de

BIOGRAFISCHE ECKDATEN
Séraphine Louis, genannt Séraphine de Senlis

1864
Séraphine wird am 2. September in Arsy-sur-Oise geboren. Ihr Vater ist ein kleiner Uhrmacher, ihre Mutter eine Bauerntochter.
Séraphine verbringt ihre Kindheit zwischen Schule (sie soll eine gute Schülerin gewesen sein) und Feld (als Hirtin).

1877
Mit 13 wird Séraphine Dienstmädchen in Paris.
Als sie später in einem Mädcheninternat angestellt wird, macht sie sich mit der Kunst vertraut, indem sie die Kurse des Zeichenlehrers besucht.

1882
Mit 18 Jahren wird Séraphine von den Nonnen im Kloster von Saint-Joseph-de-Cluny in Senlis als Mädchen für alles angestellt. Sie bleibt 20 Jahre.

1905
Laut Séraphine ist es ihr Schutzengel, der ihr einflüstert, zu zeichnen und zu malen. Séraphine ist sehr fromm und so sind ihr diese Erscheinungen und „Stimmen“, die sie bis an ihr Lebensende begleiten werden, vertraut.

1912
Begegnung mit Wilhelm Uhde, der in Senlis eine Zweiraumwohnung mietet, in der Séraphine jeden Morgen ein Stunde lang sauber macht.
Bei einer Einladung der örtlichen Bürgerschaft wird Uhde von einem Stilleben mit Äpfeln bezaubert. Als er erfährt, dass es sich um ein Werk von Séraphine handelt, ermuntert er diese lebhaft, zu arbeiten.

1914
Kriegsausbruch. Uhde kehrt nach Deutschland zurück, nachdem man seine Besitztümer beschlagnahmt hat.

1927
Wilhelm Uhde kehrt nach Frankreich zurück und lässt sich in Chantilly nieder. Als er eine Ausstellung regionaler Maler im Hôtel de Ville von Senlis besucht, entdeckt er Séraphine wieder und beschließt, ihre Karriere zu unterstützen. Um ihr die Arbeit zu erleichtern, lässt Uhde ihr regelmäßig große Leinwände und Farben liefern, und unterstützt sie finanziell.
Sie beginnt, bekannt zu werden, erste Artikel erscheinen in den Zeitungen, erste Verkäufe werden getätigt...

1929
Wilhelm Uhde organisiert in Paris die Ausstellung „Les peintres du Coeur sacré”. Einige Bilder von Séraphine hängen neben denen des Zöllners Rousseau.
Zahlreiche Werke landen in Privatsammlungen, Liebhaber besuchen sie in Senlis, man spricht von ihr... Es ist eine Periode relativen Reichtums, in der Séraphine ihrem launenhaften Temperament freien Lauf lässt und mit freien Händen Geld ausgibt...

1930
Die Wirtschaftskrise macht Wilhelm Uhdes ohnehin prekäre finanzielle Lage noch schlimmer. Seine materiellen Erwägungen, die Séraphine nicht nachvollziehen kann, stürzen sie in einen Zustand von Angst und Unverständnis.

1931
Ihre einstigen Extravaganzen haben Ausmaße angenommen, die auf eine wahrhafte Persönlichkeitsveränderung hindeuten.
Séraphine spricht laut mit sich selbst, verkündet Passanten das Ende der Welt, phantasiert und leidet unter Verfolgungswahn...

1932
Am 31. Januar randaliert Séraphine in Senlis. Die Gendarmen verfrachten sie ins örtliche Krankenhaus, die Diagnose ist endgültig: „Systematischer Verfolgungswahn, psycho-sensorische Halluzinationen, tiefe Empfindungsstörungen...“
Am 25. Februar wird Séraphine in die psychiatrische Klinik von Clermont-de-l'Oise eingewiesen. Sie weigert sich fortan, zu malen. Im selben Jahr werden ihre Werke in der Ausstellung „Les primitifs modernes” in Paris gezeigt.

1934
In seinem Buch „Cinq maîtres primitifs” (1949) datiert Wilhelm Uhde Séraphines Tod auf eben dieses Jahr 1934, eine schwer zu deutende Mitteilung…

1937 und 1938
Ausstellung „Les maîtres populaires de la réalité” in Paris, Zürich und in New York.

1942
Ausstellung „Les primitifs du XXe siècle” in Paris.
Séraphine stirbt am 18. Dezember in der psychiatrischen Klinik von Clermont-de-l'Oise. Sie ist 78 Jahre alt. Man begräbt sie in einem Massengrab.

1945
Auf Betreiben Wilhelm Uhdes hin erste Einzelausstellung Séraphines in der Galerie de France in Paris.


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