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PALLADIO Aus Venetien in die Welt
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PALLADIO
Aus Venetien in die Welt

   

von Friederike Reth

Das Weiße Haus in Washington ist durch seine Baukunst beeinflusst, das Kapitol ebenfalls. Er selbst ist alleine im historischen Stadtkern Vicenzas verantwortlich für 23 Bauwerke. Etwa 60 Villen im Umkreis stammen von ihm: Palladio.

1524, als sechzehnjähriger, ging Palladio nach Vicenza wo er eine Ausbildung zum Bildhauer und Steinmetz erhielt. Zunächst arbeitete er als Gehilfe, dann ab 1540 selbsttätig als Baumeister. Hier baute er erste kleinere Paläste und war ab 1549 verantwortlich für den Umbau des Rathauses. Durch diesen Umbau des fortan basilica palladiana genannten Hauses wurde Palladio quasi über Nacht berühmt. Daraufhin bekam er reichlich Folgeaufträge für verschiedene Villen und Paläste, die er jedoch nicht alle selbst fertig stellte.

Basilica Palladiana
Basilica Palladiana
© vicenza è


Eine der Villen, die er in dieser Zeit entwarf, war die Villa Rotonda - mit ihren vier genau gleich aussehenden Seiten wohl die bekannteste Villa Palladios. Sie befindet sich auf einem kleinen Hügel am Stadtrand von Vicenza. Beim Bau der Villa trat deren praktischer Nutzen komplett in den Hintergrund. Die Küche und weitere Wirtschaftsräume wurden in den Keller verschoben. Das erste Geschoss, das so genannte Piano nobile, war zur reinen Erholung und Zerstreuung gedacht. Im Halbgeschoss darüber befanden sich schließlich die Wohnräume.

Die Idee eines idealen Gebäudes zeigt sich bereits im Grundriss. La Rotonda, wie sie auch genannt wird, ist streng geometrisch ausgerichtet. Den zentralen Kuppelbau umgibt ein Kubus, an dessen vier Außenseiten vier identische tempelähnliche Anbauten anschließen. Ausladende Freitreppen führen in den Garten.


La Rotonda
La Rotonda
© Wikipedia /Philip Schäfer

Il Redentore
Il Redentore
© Wikipedia /Luukas

 


Parallel zu Villen und Palästen im Umland entwarf Palladio auch weitere öffentliche Gebäude. Bestes Beispiel hierfür ist sein wohl bekanntestes Werk in Vicenza, das Teatro Olimpico, das erste freistehende Theatergebäude seit der Antike.

Bereits 1556 gründete sich die Olympische Akademie, der auch Palladio angehörte, mit dem Wunsch, ein Theater zu errichten. Über 20 Jahre vergingen bis zur Grundsteinlegung. Palladio selbst starb bereits im Jahr des Baubeginns, 1580, und erlebte die Fertigstellung nicht mehr. Sein Sohn Silla führte den Bau nach seinen Plänen fort, ebenso Vincenzo Scamozzi der auch für die Innenausstattung verantwortlich war. Das heute noch erhaltene Bühnenbild war zunächst nur für die Aufführung des König Ödipus gedacht, dient aber nach wie vor als Kulisse für alle Aufführungen. Es ist ein idealisiertes Abbild der sieben Tore Thebens. Der Bühnenboden steigt nach hinten an, die Hausfassaden verkleinern sich perspektivisch und vermitteln so den Eindruck räumlicher Tiefe.

Im halbovalen Zuschauerraum finden auf vierzehn steil ansteigenden Stufen etwa 800 Personen Platz. Darüber bietet ein bemalter Himmel die Illusion eines Theaters unter freiem Himmel.

Trotz seines guten Rufes in Vicenza hatte Palladio in Venedig zunächst keinen Erfolg. Sein Entwurf für eine neue Brücke, die heutige Rialtobrücke, wurde abgelehnt, ebenso der für einen Neubau des Dogenpalastes. Daraufhin wandte er sich vermehrt kirchlichen Auftraggebern zu. Zu den bekanntesten Resultaten zählen San Giorgio Maggiore auf der gleichnamigen Insel, sowie Il Redentore auf der Giudecca. Beide Inseln prägen mit ihren Kirchen auch heute noch das Stadtbild Venedigs.


Während Palladio mit den Bauplänen für San Giorgio Maggiore befasst war, suchte eine große Pestepidemie Venedig heim, bei der etwa zwei von drei Venezianern starben. Die Stadt gelobte daraufhin zu Ehren des Erlösers, des Redentore, eine Kirche zu bauen, sollte er sie von der Pest erlösen. Mit dem Auftrag wurde wieder Andrea Palladio betraut. Er entwarf eine Kirche, deren Wirkung durch die Nähe zu San Giorgio Maggiore noch verstärkt wurde: Die neue Kirche, die Chiesa del Redentore, verweist durch ihre Ausrichtung sowie durch ihre Fassade auf San Giorgio Maggiore. Die Fassaden beider Kirchen sind nach dem Vorbild römischer Tempel aus istrischem Marmor erbaut. San Giorgio Maggiore wiederum stellt durch seinen Campanile eine Beziehung zum gegenüberliegenden Markusplatz mit seinem Campanile her. Nach Palladios Tod 1580 führte Antonio da Ponte den Bau fort, der Mann, der einst den Wettbewerb um den Bau der Rialtobrücke gewann.

Einmal im Jahr wird in Venedig immer noch das Fest zu Ehren des Redentore gefeiert . Die Chiesa del Redentore wird dafür durch eine provisorische Brücke über den Canal mit dem Rest der Stadt verbunden, um so das Ende der Pest zu feiern.


 


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