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COSTA GARRAF
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COSTA GARRAF
Modernismus zwischen Weinkeller und schmiedeeisener Kunst

   

von Friederike Reth

Zwischen Barcelona und Reus befinden sich nicht nur zahlreiche Badestrände, sondern auch verschiedene Beispiele für die Vielseitigkeit der Architektur des Modernisme.

An der Küste von Garraf liegt Sitges, ein kleiner Küstenort mit knapp 22.000 Einwohnern. Die Stadt, die auf einer Anhöhe thront, etablierte sich bereits im 19. Jahrhundert als architektonisch und künstlerisch interessiert und engagiert. 1891 ließ sich der Maler Santiago Rusiñol hier nieder. Rusiñol gilt als einer der bedeutendsten und produktivsten Künstler des Modernisme.


Rusiñol, 1861 in Barcelona geboren, gab sein bürgerliches Leben als Textilunternehmer im Alter von 28 Jahren auf, um sich voll und ganz der Kunst zu widmen. Er ließ seine Frau, sein Kind sowie das von seinen Eltern übernommene Familienunternehmen zurück und ging nach Paris, um Malerei zu studieren.

Cau Ferrat
Cau Ferrat
© Till F. Teenck/ wikipedia


Rusiñols Malerei war stark vom Impressionismus beeinflusst. Ländliche und urbane Szenen, Portraits und symbolische Kompositionen waren seine Motive. In den Jahren 1894 – 99 bestimmte eine Morphiumsucht sein Leben und seine Kunst. Nach dem Entzug widmete er sich verstärkt dem Malen von Gärten und Parks.

In seiner Heimat kaufte er zwei alte Fischerhäuser, die er vom Architekten Francesc Rogent zu einem Atelier und Wohnhaus umbauen lies und in denen er das Museum „Cau Ferrat“ einrichtete. „Eiserne Höhle“ lautet der Name übersetzt - und Rusiñol wünschte sich, dass seine Häuser eine Höhle, ein Zufluchtsort für viele Künstler werden. Ferrat war eine Anspielung auf die schmiedeeiserne Sammlung, die in dem Museum ausgestellt wurde.
Zwischen 1892 und 1899 richtete Rusiñol in Sitges auch die Modernistischen Feste aus.

Der Maler, der sich auch als Schriftsteller, Journalist und Theaterautor einen Namen machte, sammelte in seinem Museum Schmiede- und Keramikarbeiten und Bilder. Heute befindet sich im Museu Cau Ferrat eine bedeutende Gemäldesammlung mit Werken von Künstlern wie Rusiñol selbst, Ramon Casas, El Greco, Utrillo, Zuloaga oder Picasso.



Bodega Güell
Bodega Güell
© Jordi Armengol / wikipedia

 

Sagrat Cor
Sagrat Cor / Vistabella
© Tabalot / wikipedia

Celler Güell
Unweit des kleinen Küstenortes Garraf befindet sich der Celler Güell. 30 Kilometer südwestlich von Barcelona, zwischen Barcelona und Sitges, liegt das Grundstück, das Don Eusebi Güell i Bacigalupi 1874 erwarb. Er wollte auf den Hängen im Umland Wein anbauen und in den Bergen für seine zahlreichen Bauprojekte Kalk abbauen. 1882 beauftragte er Antoni Gaudí mit der Erweiterung des bestehenden Gutshofes. Das neue Gebäude sollte Räume für die Arbeiter, Wirtschaftsräume und Lager für den Wein beherbergen.
Gaudí errichtete die Weinkellerei vermutlich gemeinsam mit dem Architekten Francesc Berenguer Mestres. Eine klare Zuschreibung ist heute nicht mehr möglich. Sicher ist, dass Gaudí die Verträge unterschrieb.
Die Gebäude passen sich, sowohl durch ihre Gliederung, als auch durch den verwendeten, vor Ort abgebauten Kalkstein, an die Umgebung an. Die Bodegas nehmen den Verlauf des Hanges auf und führen ihn weiter. Im Süden Richtung Meer prägen Terrassenanlagen und eine Loggia das Gebäude. Über der ebenfalls nach Süden gerichteten Loggia öffnet sich das Dach durch schlanke Streben zum Meer hin. Bauliche Elemente wie Zinnen-Aufsätze am Eingangstor und schießschartenartige Fensteröffnungen erinnern an mittelalterliche Festungen, ein Glockenturm und eine Kapelle hingegen an ein Kloster. Gemeinsam mit den anderen, davor bereits vorhandenen Gebäuden des Gutes umfasst das Gebäudeensemble bauliche Elemente verschiedener Epochen.
Der hier produzierte Wein wurde bis 1936 auf Schiffen der Compaña Transatlántica serviert sowie nach Kuba exportiert. Auf Grund von mangelndem wirtschaftlichem Erfolg wurde die Produktion jedoch eingestellt. Die Weinkellerei beherbergt heute ein Restaurant.


Sagrat Cor in Vistabella
In der kleinen Ortschaft Vistabella befindet sich die Kirche Sagrat Cor. Josep Maria Jujol konzipierte sie einst, und das ganze Dorf half mit. Teils mit Geldspenden, teils mit kostenloser Arbeit. Jeder gab, was er konnte.



Die Kirche wurde aus einfachen Materialien erbaut: Stein aus der Umgebung, Holz und Ziegel. Sie hebt sich so, zumindest was verwendetes Material betrifft, kaum von den Häusern des Ortes ab. Auch die Inneneinrichtung ist schlicht gestaltet, wie bei Jujol üblich. Seine besondere Fähigkeit war es, die einfachsten Materialien zu verwenden und künstlerisch in sein Werk einzubringen, seien es Flaschen, Gläser, Puppenköpfe oder Keramikscherben. So schlicht das verwendete Material war, so einfallsreich waren die Formen, die Jujol schuf. Über einem quadratischen Grundriss erhebt sich ein Gewölbe auf der Grundlage von Parabolbögen und freistehenden Säulen. Die Kuppel der Kirche ist sechseckig. Den Innenraum zieren aufwändige Stuckarbeiten.


 


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