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Wagner und Klimt: Wegbereiter der Wiener Moderne
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WAGNER UND KLIMT: WEGBEREITER DER WIENER MODERNE
Zwei Künstler und ihr Bruch mit Traditionen

   

von Anika Batschi

Noch heute kommt man in Österreichs Hauptstadt an Otto Wagner und Gustav Klimt kaum vorbei. Zahlreiche beeindruckende Bauwerke, die der berühmte Architekt Wagner erschaffen hat, prägen nach wie vor das Stadtbild. Auch viele der Werke Klimts, die prägend für die Malerei des Wiener Jugendstils wurden, sind in Galerien und Museen zu bewundern oder an anderen Stellen verewigt.

Beide gelten als Pioniere, die in der Übergangszeit vom 19. ins 20. Jahrhundert entscheidenden Einfluss auf die Kunstlandschaft und Stadtplanung Wiens ausübten. Doch wie viele andere, die neue Ideen umsetzen und mit Traditionen brechen, fanden auch diese Künstler nicht nur Anklang.

Die katholische Kirche am Steinhof wurde von 1904 bis 1907 erbaut
Die Kirche am Steinhof
© Wikimedia / Haeferl / Lizenz: CC 3.0

Vom Architekten zum Stadtentwickler
Errichtete Wagner anfangs noch einige Wohn- und Bürogebäude im vorherrschenden Stil des Historismus, konzipierte er ab etwa 1890 hauptsächlich moderne, funktionsorientierte Bauwerke. Als herausragend gelten die Anstaltskirche des psychiatrischen Krankenhauses am Steinhof, die zahlreiche praktische Details bezüglich ihrer Nutzung aufweist, und das k. k. Postsparkassenamt am Georg-Coch-Platz – ein Gesamtkunstwerk, für das der Künstler auch die Inneneinrichtung entwarf.

Weit mehr als nur die Funktion des Architekten wurde Wagner bei seinem großen Projekt der Wiener Stadtbahn im Zuge der Stadterweiterung zuteil. Durch den Bau von über 30 Stationsgebäuden sowie aller benötigter Brücken, Tunnel und Viadukte fungierte er auch als Stadtplaner und -entwickler. Außerdem war Wagner nicht nur für die architektonische Gestaltung, sondern auch für die Planung der Logistik und der technischen Installationen zuständig.


Die heutige U-Bahn-Haltestelle Hofpavillon
Die heutige U-Bahn-Haltestelle Hofpavillon
© Wikimedia / Welleschik / Lizenz: CC 3.0

 Wagners Entwurf des Kaiser Franz Josef-Stadtmuseums von 1909
Wagners Plan des Stadtmuseums (1909)
© Wikimedia / Wien Museum

Über dem Eingang des Secessions-Gebäudes ist das Motto der Künstlervereinigung zu lesen
Das Motto der Secession
© Wikimedia / Gryffindor / Lizenz: CC 3.0

 Klimts Hauptwerk "Der Kuss"
Klimts Hauptwerk "Der Kuss"
© Wikimedia / Belvedere


Kampf gegen die Monarchie
Da der Architekt bei vielen seiner Vorhaben gleichzeitig als Bauherr auftrat, konnte er sich als Unternehmer eine finanzielle Grundlage für gestalterische Freiheiten erarbeiten. Doch der visionäre Künstler scheiterte letztendlich auch in gewisser Weise an den noch deutlich spürbaren starren Traditionen seiner Schaffenszeit. Große Projekte wie die Moderne Galerie und das geplante zehngeschossige Hotel Wien am Karlsplatz blieben durch die beharrliche Ablehnung der Donaumonarchie und weiterer Gegner gegen moderne Konzepte unverwirklicht.

Über zehn Jahre lang setzte sich Wagner auch für die Umsetzung seiner Pläne des Kaiser Franz Josef-Stadtmuseums ein. Obwohl er bei dem Wettbewerb 1912/13 sogar den ersten Preis erzielte, vergab das Preisgericht unter dem amtierenden Bürgermeister einen zweiten Sieg und damit die Ausführung des Entwurfs an zwei andere Architekten. Letztlich wurde das Museum durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges aber gar nicht realisiert. An dem ursprünglich vorgesehenen Ort am Karlsplatz steht heute das Wien Museum.

Abspaltung des Künstlerhauses
1899 trat Wagner der Secession bei. Die Künstlervereinigung war 1897 unter der Anführung des Malers Klimt von einer Gruppe ehemaliger Angehöriger der Genossenschaft der Bildenden Künstler Wiens, kurz Künstlerhaus, gegründet worden. Konservative Ansichten und die Ablehnung moderner Kunst von vielen Mitgliedern des Künstlerhauses hatten zu dieser Abspaltung geführt. Kerngedanke der entstehenden Jugendstilbewegung war es, Kunst alltäglich und allen Menschen zugänglich zu machen. Die Secession stellte besonders den internationalen Austausch zwischen Kunstschaffenden und verschiedenen Stilen in den Vordergrund.

Gustav Klimt machte sich in seiner Anfangszeit einen Namen als Mitglied der Künstlerkompanie, einer Ateliergemeinschaft mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch. Das Trio erhielt zwei Staatsaufträge zur Errichtung mehrerer Deckengemälde in den Stiegenhäusern des Wiener Burgtheaters und des Kunsthistorischen Museums, die noch heute dort besichtig werden können. Vor allem bekannt wurde er später als Maler schöner Frauen. Der künstlerische Durchbruch gelang ihm 1898 nach der Gründung der Secession mit dem Portrait von Sonja Knips. Seine folgenden Werke gehören bis heute zu den wichtigsten des Wiener Jugendstils.

Die große Bedeutung der Secession spiegelt sich auch in der Bezeichnung des Wiener Kunstfrühlings wider, der die Jahre von 1898 bis 1905 beschreibt. Die Öffentlichkeit nahm die anderen Mitglieder der Künstlervereinigung neben Klimt und seinen Stilanhängern allerdings kaum wahr, was zu wachsenden Differenzen innerhalb der Gruppe führte. So traten 1905 die einflussreichsten Künstler, unter ihnen Klimt und Wagner, aus der Secession aus und beendeten damit die Hochzeit der Vereinigung.


"Der Kuss"
1908 veranstaltete die Klimt-Gruppe die Kunstschau Wien, die zu einem prägenden Ereignis in der Moderne wurde. Hier stellte Klimt unter anderem sein wohl berühmtestes Bild „Der Kuss“ aus. Heute hängt das Gemälde in der Österreichischen Galerie Belvedere. Und obwohl – oder gerade weil – es zu den meistreproduzierten Werken der Kunstgeschichte zählt, lohnt es sich, das Bild im Original zu betrachten.

Allein schon des Formats wegen. Es ist weitaus größer als auf den meisten Kalenderblättern und Postern. Und auf den Postkarten, Notizbüchern, Regenschirmen etc. wird oft nur ein Ausschnitt gezeigt. Auch die Farben – insbesondere die Goldtöne – wirken im Original weitaus dezenter und damit geheimnisvoller und mysteriöser als es die Möglichkeiten der technischen Reproduzierbarkeit erlauben.

Die Secession heute
Mit dem Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie Ende des zweiten Weltkriegs verlor Wien als Zentrum künstlerischen und politischen Handelns an Bedeutung. Das Gebäude der Secession allerdings ist noch immer ein wichtiges, unabhängiges Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst. Nach einer erzwungenen Fusion mit dem Künstlerhaus 1939 entstand die Secession 1945 neu als selbstständige Vereinigung. Bis heute zeigen die Ausstellungen aktuelle Entwicklungen nationaler und internationaler Kunst. Das Programm wird von den Künstlern der Secession demokratisch bestimmt.

 

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