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Uferpromenade von Trogir
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TROGIR
Eine Altstadt wie in einem Freilichtmuseum

   

von Ljiljana Žilić


Trogir - mitten im Herzen Dalmatiens an der adriatischen Küste - 20 Kilometer nordöstlich von Split entfernt, besticht durch seine prächtigen Bauwerke. Die Altstadt, auf einer kleinen Insel gelegen, zählt zu den am besten erhaltenen romanisch-gotischen Städten Mitteleuropas. Zu sehen sind Stile der Romanik, der Gotik, der Renaissance, des Barock sowie des Klassizismus. Mit ihrer vier Jahrtausend alten Geschichte gehört sie zu den ältesten Städten des Mittelmeerraums.


Riva in Trogir
Riva in Trogir
© Rudi Klingenberg / CC BY-SA 3.0


Wegen des einmaligen Stadtkerns und der hohen Qualität der Baudenkmäler gehört Trogirs Altstadt seit 1997 zum Unesco-Weltkulturerbe. Zum einzigartigen Ambiente trägt die ursprüngliche Wohnarchitektur mit ihrem Straßenmuster, den Laubgängen, kleinen traditionellen Geschäften und anderen idyllischen Details bei.

4000 Jahre alte Geschichte
Um das Jahr 2000 v. Chr. entwickelten sich befestigte Siedlungen auf den anliegenden Hügeln um die fruchtbaren Felder. Bereits zu dieser Zeit war das heutige Stadtgebiet auf der kleinen Insel im schmalen Kanal zwischen dem Festland und der Insel Čiovo eine intakte Siedlung. Nach dem Jahr 219 v. Chr. wurde die spätere illyrische Siedlung - mit dem damaligen griechischen Namen Tragurion (Siedlung am Ziegenberg) - Handelsmittelpunkt der griechischen Kolonie. Die Stadt, die durch eine Mauer abgeriegelt war, lies die typische Form des damaligen Siedlungsbaus erkennen. Ein gleichmäßiges Straßenraster teilte sie in rechteckige Wohnblöcke ein. Aus dieser Zeit stammt das griechische fragmentarische Marmor-Relief mit der Figur des Kairos, Gott des glücklichen Augenblicks, das nach einer Vorlage des Lysipp gestaltet wurde. Es wird heute im Benediktinerinnenkloster des hl. Nikolaus aufbewahrt.

Aus der griechischen Stadt entstand im ersten vorchristlichen Jahrhundert das römische Tragurium. Berühmt war das Gebiet um Trogir damals schon für seine außergewöhnliche Qualität des goldgelben Marmors. Die Materialien für die repräsentativen Elemente des Diokletianpalastes in Split wie auch für die schmückenden Bauteile in Salona stammen von den Steinbrüchen um Trogir herum.


Ausblick von Kamerlengo
Ausblick von Kamerlengo
© Koppi2 / CC BY-SA 3.0

St. Laurentius Kathedrale
St. Laurentius Kathedrale
© Wikimedia / Nihilist

Radovan Portal
Radovan Portal
© Ante Perkovic / CC BY-SA 3.0

Turmuhr mit Stadtloggia
Turmuhr mit Stadtloggia

© Pil56 / CC BY-SA 3.0

Insel Drvenik Mali
Insel Drvenik Mali © Ljiljana Žilić



Die Stadtmauer
Die städtischen Verteidigungsanlagen, im 13. Jh. konstruiert und im 15. Jh. durch die Venezianer verbessert, wurden bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts weitgehend zerstört. Das Mittelalter beginnt am nördlichen Landtor, über dem sich die Statue des Bischofs und Stadtpatrons hl. Johannes von Trogir (Blaženi Ivan Ursini) befindet. Heute führt dieses Tor im Stil der Spätrenaissance die Besucher, die von Trogirs Festland über die Brücke kommen, zur historischen Altstadt. Das südliche Seetor im manieristischen Stil wurde erst 1593 erbaut, weil sich die Stadt vergrößerte und das nördliche Tor nicht mehr ausreichte. Daneben befindet sich eine Loggia, die denjenigen Besuchern eine Unterkunft gab, die nicht rechtzeitig vor Torschluss anreisen konnten. Links und rechts der Tore stehen noch Ruinen der Stadtmauer, die Trogir einst umzingelten.

Innerhalb der Verteidigungsmauern bildete sich der Stadtkern, in dem zwei Festungen erhalten geblieben sind. Das Kastell Kamerlengo (Kula Kamerlengo) im Südwesten der Stadt, das von den Venezianern nach der Okkupation Trogirs erbaut wurde, ist heute sowohl ein Aussichtsturm als auch ein Bühnenhaus. In das Gebäude wurde ein polygonaler Turm und ein Teil des damals schon bestehenden Walls integriert. Im Nordwesten befindet sich der Markusturm (Kula Sv. Marka), der 1480 zum Schutz der Stadt gegen Angreifer gebaut wurde. Er war einst durch die Stadtmauer mit dem Kastell verbunden. Heute wird er oft als „Haus der dalmatinischen Musik“ bezeichnet.

Platz des Johannes Paul II.
Auf dem Platz des Johannes Paul II. (Trg Ivana Pavla II.), dem Zentrum der Altstadt, befinden sich die imposantesten öffentlichen und sakralen Bauten wie die Paläste der Patrizierfamilien und die Kathedrale des hl. Laurentius (Sv. Lovre) mit dem Hauptportal des Künstlers Radovan aus dem Jahr 1240, das als Meisterwerk der Bildhauerkunst gilt. In dessen Inschrift bezeichnet er sich als „sehr berühmt in dieser Kunst“. Am Glockenturm wurde 400 Jahre gebaut. Daher vermengten sich hier verschiedene Baustile: Romanik, Gotik sowie Renaissance. Die Schatzkammer der Kathedrale ist im Besitz von reichlich kostbaren Kunstgegenständen wie der Goldschmiedkunst und des Golddrucks. Die schönsten Objekte dieser Schatzkammer sind Exponate wie das gotische Elfenbeintriptychon und ein bemalter Kodex aus dem Mittelalter. Die Skulptur des St. Laurentius und der dreieckige Giebel wurden dem Portal im 14. Jahrhundert hinzugefügt. In der Kathedrale gibt es unter anderem die Kapelle des Schutzheiligen Ivan Ursini – das schönste Bau- und Kunstwerk der Frührenaissance an der kroatischen Küste. Von seinem 47m hohen Glockenturm hat man einen wunderschönen Ausblick über die Region und die Altstadt Trogirs.

Die Turmuhr (Toranj gradskog sata), auch Kirche des hl. Sebastian genannt, befindet sich ebenfalls auf dem Platz des Johannes Paul II., wurde im 15. Jh. nach dem Entwurf von Nikolaus aus Florenz errichtet. Sie ist heute eine Gedenkstätte für die Gefallenen des kroatischen Unabhängigkeitskrieges in den neunziger Jahren. Ursprünglich wurde sie zu Ehren des hl. Sebastians erbaut, weil er die Stadt vor einer Pestepidemie bewahrte. Das Besondere am Bau ist der Uhrturm - anstelle eines Glockenturms. Daneben steht die offene Stadtloggia (Gradska loža), in der Ratssitzungen und Prozesse stattfanden. Neben der Südwand der Stadtloggia befindet sich die älteste Kirche Trogirs - die Basilika der hl. Barbara.

Genauso wie Trogirs Altstadt ist die Insel Čiovo über eine Brücke fußläufig erreichbar. Dort gibt es neben sehenswerten Sakralbauten zahlreiche kilometerlange Strände, aber gleichfalls viele kleine idyllische Buchten, die geeignete Rückzugsmöglichkeiten bieten. Von der Riviera aus hat man die Möglichkeit mit einem Boot die umliegenden Inseln zu erkunden.




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