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Padua
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PADUA
Die unbekannte Stadt bei Venedig

   

von Annemarie Bischoff

Nur etwa 40 Kilometer von Venedig entfernt liegt Padua, ein beliebtes Quartier für Urlauber, die eine Alternative zu den teuren Hotels der chronisch überfüllten Lagunenstadt suchen. Doch auch Padua selbst hat mit seinen vielen Kirchen und Plätzen, der historischen Altstadt sowie einer der ältesten und renommiertesten Universitäten Italiens einiges zu bieten.

Padua
Basilika Sant'Antonio
© Wikimedia / Ricardo André Frantz
(Tetraktys) / CC 3.0


Seit Jahrhunderten strömen die Gläubigen zur Basilica di Sant’Antonio in Padua. Dort, in einer Kapelle im linken Seitenschiff, befinden sich der Sarkophag des heiligen Antonius sowie eine Reliquienkapelle an der Rückfront der Kirche. Doch auch für Kunstinteressierte ist der Besuch der Basilika durchaus lohnenswert: Noch auf dem Vorplatz empfängt das Reiterstandbild des „Gattamelatta“ von Donatello die Besucher. Diese Bronzeplastik gilt als eines der bedeutendsten Werke der italienischen Frührenaissance. Im Inneren der Kirche befinden sich unter anderem weitere Werke von Donatello sowie ein berühmter Freskenzyklus von Altichiero da Zevio.

Kirchen und Kunst
Bei einem Aufenthalt in Padua sollte jedoch ein weiteres sakrales Bauwerk nicht verpasst werden: die Capella degli Scrovegni, die sich in einem Park unweit vom Bahnhof befindet. Während die Außenfassade eher schlicht gehalten ist, befindet sich in ihrem Inneren eines der bedeutendsten Kunstwerke Italiens: Herrliche Fresken von Giotto bedecken vollständig Wände und Decke der Kapelle. Die insgesamt 38 Bilder auf tiefblauem Hintergrund zeigen unter anderem Szenen aus dem Leben von Jesus und Maria, symbolische Darstellungen von Tugenden und Lastern sowie ein großes „Jüngstes Gericht“ an der Eingangswand. Vor dem Altar befinden sich außerdem einige sehenswerte Marmorskulpturen von Giovanni Pisano und der Sarkophag Enrico Scrovegnis, der die Kapelle in Auftrag gab.


Padua
Basilika Santa Giustina am Prato della valle
© Wikimedia / Schubbay / CC 3.0

Padua
Palazzo Ragione an der Piazza dei Frutti
© Wikimedia / Kalibos

Padua
Café Pedrocchi
© Wikimedia / sailko / CC 3.0


Wie auch die Basilica di Sant’Antonio ist die Basilica di Santa Giustina seit mehreren Jahrhunderten ein beliebter Wallfahrtsort. In der Backsteinkirche aus dem 16. Jahrhundert befindet sich nämlich ein Marmorsarkophag, der laut Überlieferung die sterblichen Überreste des Evangelisten Johannes enthalten soll, eine Annahme, die bislang weder bestätigt noch dementiert werden konnte.

Malerische Plätze und historische Gebäude
Die Basilica di Santa Giustina liegt direkt am Prato della Valle, einem ovalen Platz im Herzen der Stadt. Mit seinen 90.000 Quadratmetern gilt er als einer der größten Innenstadtplätze Europas. In seiner Mitte befinden sich große Grünflächen und ein Springbrunnen, umgeben von einem Wassergraben, der von einem Ring von 78 barocken Statuen gesäumt wird. Vor allem im Sommer wird der Platz von Touristen und Einheimischen als eine willkommene Ruhezone inmitten der Stadt wahrgenommen.

Die malerische Innenstadt ist von zahlreichen kleineren Plätzen durchzogen, auf denen vor allem an Markttagen ein reges Leben herrscht. Zu nennen sind hier vor allem die Piazza dei Signori sowie die Piazza dei Frutti und deren Schwesternplatz die Piazza delle Erbe; letztere werden jeweils durch den Palazzo della Ragione begrenzt. Dieses beeindruckende, von Arkaden durchzogene Gebäude wurde in den Jahren um 1200 erbaut und diente bis ins 18. Jahrhundert als Gerichtssitz der Stadt. In dem Saal im Erdgeschoss befinden sich heute zahlreiche Verkaufsstände, im Obergeschoss kann ein großer, mit astrologischen und religiösen Fresken geschmückter Saal besichtigt werden.

Wenige Meter von der Piazza dei Frutti entfernt liegt das elegante Café Pedrocchi, ein klassizistisches Kaffeehaus, das in den 1840er Jahren als Treffpunkt für die studentische Widerstandsbewegung gegen das Kaisertum Österreich diente. Die Republik Venedig, zu der auch Padua zählte, stand seit 1798 unter österreichischer sowie zeitweise unter französischer Herrschaft. 1848 kam es dann in ganz Europa zu Volksaufständen, die sich gegen die Mächte des Absolutismus richteten und insbesondere in Italien von einem Willen zur nationalen Selbstbestimmung getragen wurden. Im weißen Salon des Cafés Pedrocchi zeugen Einschusslöcher österreichischer Kugeln von diesen historischen Ereignissen.


Universität und Wissenschaft
Die konspirativen Treffen im Kaffeehaus fanden nicht weit von der Universität entfernt statt. Diese wurde 1222 als dritte Universität Italiens nach Bologna und Modena gegründet und ist seit dem 16. Jahrhundert im Palazzo del Bò untergebracht. Hier forschte und lehrte Galileo Galilei von 1592 bis 1610 und stellte während dieser Zeit auch seine These auf, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Sehenswert ist vor allem das „Teatro Anatomico“, einer der ältesten medizinischen Hörsäle der Welt. Fast senkrecht übereinander befinden sich dort hölzerne Sitzreihen um einen Seziertisch herum, der bei Bedarf in ein Loch im Boden abgesenkt werden konnte. Dadurch konnte die Leiche schnell aus dem Saal geschafft werden, da das Sezieren von menschlichen Körpern von der Kirche eigentlich nicht geduldet wurde.

Östlich vom Prato della Valle liegt einer der ältesten Botanischen Gärten Europas, der 1545 von der medizinischen Fakultät, damals vor allem für Heilpflanzen, angelegt wurde. Das Gelände umfasst heute 20.000 Quadratmeter mit etwa 6000 Pflanzen, darunter eine 1585 gepflanzte Sankt-Petrus-Palme, auch „Goethe-Palme“ genannt, da der Dichter sie in seinem Aufsatz „Die Metamorphose der Pflanze“ erwähnte.


Bootsfahrt nach Venedig

Und wer nun doch noch nach Venedig möchte, der kann sich auch diesen Weg verschönern: durch eine Bootsfahrt entlang der Riviera del Brenta. Entlang des Brentakanals wurden ab dem 17. Jahrhundert zahlreiche Villen gebaut, Landsitze der damaligen venezianischen Oberschicht. Im Sommer fuhr die adelige Gesellschaft von der stickigen Lagunenstadt hinaus zu ihren Anwesen und feierte oft rauschende Feste. Einige dieser Villen können auf der Tagesfahrt zwischen Padua und Venedig auch von Innen besichtigt werden.

Ein beliebtes Ziel ist hier die Villa Foscari in Malcontenta bei Venedig. Sie wurde von Andrea Palladio erbaut, einem der bedeutendsten Architekten der Renaissance in Oberitalien und Begründer des Palladianismus. Er wurde 1508 als Andrea di Pietro della Gondola in Padua geboren und schuf in der gesamten Region Venetien zahlreiche bedeutende Bauwerke. Palladios Architektur verbindet eine klare, ausgewogene Formsprache nach dem Vorbild der römischen Antike mit den individuellen Vorstellungen des Auftraggebers sowie den jeweiligen Anforderungen des Standortes. In Padua selbst stehen keine Bauwerke Palladios; die meisten befinden sich in und um die Stadt Vicenza, die jedoch –etwa 40 Kilometer westlich von Padua gelegen –durchaus einen Besuch wert ist.


Padua
Teatro Anatomico im Palazzo del Bò

© Wikimedia / Kalibos


Padua
Villa Foscari

© Wikimedia / Peter Geymayer


 

 

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