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Auf den Spuren Mozarts
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AUF DEN SPUREN MOZARTS DURCH OBERITALIEN

   

von Annemarie Bischoff

Sonne, Meer, gutes Essen, historische Bauwerke, lebendige Metropolen, Kunst und Kultur. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht diese oder ähnliche Erwartungen an einen Urlaub in Italien hat. Und diese Vorstellungen gibt es nicht erst seit dem 20. Jahrhundert: Bereits Wolfgang Amadeus Mozart wusste „La dolce vita“ zu schätzen und wurde von seinen Reisen nach Italien entscheidend geprägt. Was liegt da näher, als das „altbekannte Italien“ mal aus der Sicht des jungen Salzburger Musikgenies zu erkunden?

 

„Ohne reisen (wenigstens leüte von künsten und wissenschaften) ist man wohl ein armseeliges geschöpf!“

Wolfgang Amadeus Mozart
Portrait Mozarts im
Museum für Musik in Bologna
© Wikimedia


Dieser Satz, den Wolfgang Amadeus Mozart 1778 an seinen Vater schrieb, war für den damals 22-Jährigen durchaus keine leere Floskel: Insgesamt 3720 Tage – fast ein Drittel seines Lebens – war Mozart unterwegs. Initiator und Organisator der zahlreichen und zum Teil sehr ausgedehnten Reisen in Wolfgangs Kindheit war der Vater. Bereits 1862, zu diesem Zeitpunkt war Wolfgang kaum sechs Jahre alt, fuhr Leopold Mozart mit seinen beiden „Wunderkindern“ für drei Wochen nach München, wo sie für den Kurfürsten Maximilian III. Joseph von Bayern musizierten.

Fremde Länder und Menschen sehen, den eigenen kulturellen Horizont erweitern, internationale Kontakte knüpfen – wie auch heutzutage waren dies zu Mozarts Zeiten wichtige Erfahrungen, die Leopold Mozart seinem Sohn bereits in jungen Jahren ermöglichte, um ihm so den Weg zu einer internationalen Musikerkarriere zu ebnen. Neben einer großen Westeuropareise über Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Belgien und Großbritannien fuhren die Mozarts insgesamt dreimal für einen längeren Zeitraum nach Italien.


Auf den Spuren Mozarts
Kirche San Marco in Rovereto, in der Mozart
eines seiner ersten Italien-Konzerte gab
© Wikimedia / Gio 2000

Auf den Spuren Mozarts
Prüfungs-Antiphon Mozarts für die Aufnahme
in die Academia Filarmonica
© Wikimedia

Auf den Spuren Mozarts
Accademia Filarmonica in Bologna
© Wikimedia


Die Bedeutung der Italienreisen
Die erste Italienreise traten Leopold Mozart und sein 13-jähriger Sohn im Dezember 1769 an. Sie dauerte bis zum Frühjahr 1771 und führte über zahlreiche Städte Oberitaliens, unter anderem Turin, Mailand, Padua und Venedig sowie die Toskana, Umbrien und Marken bis nach Rom und Neapel.
Die zweite und dritte Italienreise in den Jahren 1771 und 1772/73 fielen deutlich kürzer aus. Beide führten nach Mailand und hatten konkrete Kompositionsaufträge für Opern zum Anlass. Zwar waren „Re di ponto“, „Ascanio di Alba“ und „Lucio Silla“ sehr erfolgreich, doch die Hoffnung auf eine Festanstellung am Mailänder Hof sowie auf weitere Opernaufträge von italienischer Seite wurde nicht erfüllt.

Die erste Italienreise verlief dagegen sehr erfolgreich:
Der junge Mozart erhielt Aufträge für Kompositionen, die mit Beifall aufgenommen wurden, konzertierte und machte Bekanntschaft mit dem italienischen Großbürgertum, hochrangigen Adeligen und kirchlichen Würdeträgern. Im Jahre 1770 verlieh ihm Papst Clemens XIV den „Orden vom goldenen Sporn“, womit er sich „Ritter von Mozart“ nennen durfte. Im selben Jahr fand er nach bestandener Prüfung als jüngstes Mitglied Aufnahme in die Philharmonische Akademie von Bologna, was zu seiner Zeit eine der höchsten künstlerischen Auszeichnungen darstellte.

Neben diesem nach Außen hin sichtbaren Erfolg kam auch die innere Entwicklung des jungen Komponisten nicht zu kurz. So waren regelmäßige Besuche der städtischen Opernhäuser ein wichtiger Bestandteil der Reisen, mit dem Ziel, die musikalischen Kenntnisse Wolfgangs zu erweitern. Zwar war der junge Mozart bereits in Salzburg mit der italienischen Musik bekannt geworden – diese galt im deutschsprachigen Raum zu jener Zeit als führend – jedoch wurde erst durch die Italienreisen eine Grundlage geschaffen, die Mozart, kritisch hinterfragend und zum Teil verwerfend, zu der Entwicklung eines eigenen Stiles diente.

Auf Mozarts Spuren durch Oberitalien
Harte Holzbänke in der Postkutsche, morastige Straßen, Wegelagerer, mit Ratten und Ungeziefer verseuchte Unterkünfte – Reisen im 18. Jahrhundert war anstrengend und gefährlich. Diesen Teil von Mozarts Erfahrungen wird der Reisende von heute wahrscheinlich nicht nachvollziehen wollen, doch bietet das Land auch viel Angenehmes und Genussreiches, das damals wie heute Besucher aus aller Welt anzieht.
Wer als Reisender die Wege der Mozarts in Italien nachvollziehen möchte, wird kaum umhinkommen, die Oper zu besuchen. So leitete Wolfgang beispielsweise 1770 die Uraufführung seiner ersten italienischen Opera seria Mitridate, Re di Ponto am Teatro Regio Ducale in Mailand, dessen Nachfolgebau das bekannte Teatro alla Scala darstellt.

In Cremonas Nazari-Theater, dem heutigen Teatro Ponchielli, sahen die Mozarts die Oper „La clemenza di Tito“ von Michelangelo Valentini. Das Libretto dieser Oper von Pietro Metastasio wurde bis zu 40 mal von verschiedenen Komponisten vertont und auch Mozart diente es als Vorlage seiner gleichnamigen Oper, die 1791 uraufgeführt wurde.

Neben den regionalen Opernhäusern laden zahlreiche Festivals in Städten wie Turin, Mailand oder Bologna dazu ein, den Tag mit klassischer Musik ausklingen zu lassen.
Auch die bereits im 18. Jahrhundert gepriesene südländische Lebensweise dürfte bei Einladungen der italienischen Oberschicht nicht zu kurz gekommen sein. So setzte Mozart in seiner Oper „Don Giovanni“ dem Wein Marzemino ein Denkmal, der auch heute noch im Trentiner Etschtal, nördlich von Rovereto, angebaut wird.
Auch die Häuser und Paläste, in denen Vater und Sohn nächtigten, sind in einigen Orten noch erhalten und können besichtigt, zum Teil sogar noch als Unterkunft genutzt werden, wie zum Beispiel der Pallazzo Ladron bei Rovereto.
Wie auf jeder Italienreise darf natürlich auch die Besichtigung der historischen Städte und ihrer Sakral- und Profanbauten nicht zu kurz kommen, die bereits Vater und Sohn Mozart bewundern konnten. Hier kann besonderes Augenmerk auf die zahlreichen Kirchen und auch private Säle gelegt werden, in denen Wolfgang Amadeus Mozart vor Publikum musizierte, und große Begeisterung hervorrief.

Cremona, Turin, Rovereto, Bologna, Mailand oder Padua – um nur einige Städte Oberitaliens zu nennen – sind immer eine Reise wert. Doch aus den Augen Mozarts gesehen werden die Orte zu einer persönlichen Geschichte, die den heutigen Reisenden lange im Gedächtnis bleiben wird.



 


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