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FRANKFURT KUNSTHALLE SCHIRN
Darwin. Kunst und die Suche nach den Ursprüngen

   

Anlässlich des 200. Geburtstags von Charles Darwin im Jahr 2009 und des 150. Jahrestags der Veröffentlichung seines Schlüsselwerks On the Origin of Species (Über die Entstehung der Arten) zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt die Ausstellung „Darwin. Kunst und die Suche nach den Ursprüngen“.

Darwins epochales Buch und die folgenden hitzigen Debatten über Ursprungsvorstellungen sprengten nicht nur die Grenzen der biologischen Wissenschaften, sondern drangen auch ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit. Die Ausstellung stellt nun erstmals die Auswirkungen des Darwinismus auf die bildende Kunst in den Mittelpunkt. Allen in der Ausstellung präsentierten Künstlern war ein mehr oder weniger starkes Interesse an den Naturwissenschaften gemeinsam; sie lasen Darwins eigene Schriften oder Texte, die sich mit seinen Theorien beschäftigten.


M. B. Messer
Charles Robert Darwin, 1912


Anhand von rund 150 Gemälden, Zeichnungen und Lithographien sowie seltenem Dokumentationsmaterial zeigt die Schirn Künstler wie Arnold Böcklin, Frederic Edwin Church, Max Ernst, Martin Johnson Heade, Alfred Kubin, František Kupka, Gabriel von Max, Odilon Redon oder George Frederic Watts und spannt einen zeitlichen Bogen von 1859 bis 1959.

Alles Leben stammt aus dem Meer
Nicht nur die Vorstellungen Darwins, sondern auch die seiner vielen Fürsprecher und Widersacher gerieten schon bald ins Blickfeld der bildenden Künstler. In Deutschland kam Arnold Böcklin spätestens 1872 mit den Theorien in Kontakt und verlieh in seinen Bildern der These Ausdruck, dass alles Leben ursprünglich dem Meer entstamme. Vielfach stellen die betreffenden Gemälde hybride Wesen dar, die an das „fehlende Bindeglied“ einer Evolutionskette erinnern. Auf paradoxe und nahezu komische Weise verschmolzen in diesen Werken traditionelle mythologische und christliche Motive mit den radikalen Evolutionsideen, die von der zeitgenössischen Naturwissenschaft aufgestellt wurden. So schuf Böcklin 1880 mehrere Meeresszenen, in denen Seejungfrauen und andere Meeresgeschöpfe mit menschlichen Zügen und Merkmalen ausgestattet sind.



Ausstellungsansicht
© Schirn Kunsthalle Frankfurt

Überzeugt davon, dass alles Leben einst hermaphroditisch gewesen und aus den Tiefen des Ozeans geboren worden sei, offenbart Alfred Kubin in seinen skurril-unheimlichen Mischwesen eine bedrohlichere Sicht der Evolution. Kubins frühe Zeichnungen zeigen einen Künstler, der vom Darwinismus besessen war, der jedoch gleichzeitig den progressiven Optimismus und Rationalismus der Wissenschaftler verspottete. Er betonte die unerbittlichen Schlussfolgerungen der Evolutionstheorie und die barbarischen Wirklichkeiten von Sexualität und Zeugung.

Aus Werken von in Frankreich tätigen Künstlern wie František Kupka und Odilon Redon geht hervor, dass zwischen 1880 und 1905 die Verbreitung des Darwinismus dort nicht nur mit einem wachsenden Interesse am „L’homme primitif“ einherging. Auch die Vorstellung, der Ursprung des Lebens sei in Sümpfen und Meeren zu suchen, fand ihren deutlichen Niederschlag in diesen Werken.


Vergeistigung der Materie
In den USA waren die Reaktionen auf Darwins Lehren etwas zurückhaltender. Einige Maler blieben trotz ihres Wissens um Darwins Theorien überzeugte Kreationisten – hier ist vor allem Frederic Ediwn Church zu nennen. Martin Johnson Heade hingegen suchte Darwins Visionen auf subtile Weise in Bilder zu fassen und zeigte die Natur als „dichtbewachsene Uferstrecke“, unter deren äußerer Schönheit der Kampf um das Dasein tobt. Auch in England wurden Darwins Theorien zwar heiß diskutiert, doch die meisten Künstler hielten sich aus diesen Auseinandersetzungen heraus. Eine bemerkenswerte Ausnahme war George Frederic Watts, der in seinen Gemälden evolutionäre Prozesse als Vergeistigung der Materie sah.


In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurden evolutionäre Vorstellungen in zunehmendem Maß von Anthropologen und Psychologen wie James Frazer, Sigmund Freud und C. G. Jung aufgenommen. Ihre Interpretationen stießen auch bei Max Ernst auf nachhaltiges Interesse. Viele seiner Gemälde und Collagen können als seine Version einer versteinerten „tiefen Zeit“ bezeichnet werden, in denen nicht nur die Ursprünge, sondern auch die Zukunft des Lebens auf der Erde hinterfragt werden. Zwischen 1920 und 1933 brachte Ernst in seiner Kunst eine positive Sicht auf den Evolutionismus zum Ausdruck. Danach scheinen seine Gemälde immer deutlicher die Möglichkeit des drohenden Untergangs der Menschheit auszusprechen.

Ist Evolution Fortschritt?
Letztlich stellt diese Ausstellung Fragen zur Diskussion, auf die Darwin die Antwort schuldig geblieben ist: Ist Evolution gleichbedeutend mit Fortschritt? Kann die Menschheit überleben? Diese Fragen sind möglicherweise die dringlichsten, mit denen die Menschheit des 21. Jahrhunderts konfrontiert ist.





Ausstellungsansichten
© Schirn Kunsthalle Frankfurt


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