Modular Music Tours: Bluegrass, Country & Rock’n‘Roll

Südstaaten USA - Etappen I und II

Von den Wurzeln des Bluegrass- und Country-Stils geht es zum Geburtsort des Rock’n’Roll und der Black Music: Über Nashville, Tennessee, nach Memphis, Tennessee.

Schwarze und weiße Musiktraditionen haben sich im Süden der USA gegenseitig beeinflusst – und so völlig neue Stile und Spielarten hervorgebracht. Der Bluegrass beispielsweise, in den Bergen Virginias, Kentuckys, Tennessees und North Carolinas beheimatet und von den Nachfahren europäischer Siedler entwickelt, wäre ohne das Banjo kaum denkbar. Dieses Instrument jedoch ist eine Erfindung schwarzer Sklaven – und beruht auf ganz ähnlichen Vorläufern aus Westafrika.

Und auch der Blues, der wie kaum ein anderer Stil das Schicksal der Sklaven und ihrer Nachfahren musikalisch zum Ausdruck bringt, war Grundlage für weiße Rockbands wie die Rolling Stones.

Bei dieser Kombinationsreise unserer Modular Music Tours durch die Südstaaten der USA lernen Sie unterschiedlichste Traditionen kennen – und besuchen legendäre Orte: Von den „Blauen Bergen“ geht es in die Music City Nashville, das Herz der amerikanischen Country Music, und von dort weiter zur Heimat von Elvis Presley und Johnny Cash. Ein Abstecher ins ländliche Alabama, wo die Rolling Stones in einem abgeschiedenen Studio Welthits eingespielt haben, rundet die Reise ab.

1. Tag: Anreise nach Charlotte, North Carolina
Die Gruppe trifft sich am Flughafen Charlotte. Busfahrt nach Shelby. Gemeinsames Abendessen in der örtlichen Brauerei. 1 Übernachtung.

2. Tag: Earl Scruggs Center, Southern Music
Aus Shelby stammt mit Earl Scruggs einer der wichtigsten Wegbereiter des Bluegrass – und die Stadt hat dem berühmten Sohn ein eigenes Museum gewidmet. Im Earl Scruggs Center wird nicht nur das Leben des Musikers nachgezeichnet, sondern anhand von Hörproben erklärt, wie Scruggs das Banjo-Spiel für den Bluegrass-Sound revolutionierte.
Nach einem Zwischenstopp in Brevard, wo Southern Comfort Records eine hervorragende Auswahl an Schallplatten und CDs sowie neue und gebrauchte Musikinstrumente, Übernachtung in Asheville.

3. Tag: Asheville und Heartwood Abingdon
Asheville ist mit rund 90.000 Einwohnern die größte Stadt der Blue Ridge Mountains. Besichtigung des River Arts District, wo sich auf alten Industrieanlagen Galerien, Ateliers sowie Cafés und Restaurants niedergelassen haben.
Dann geht es über den Hauptkamm der Blue Ridge Mountains. 3 Übernachtungen in Abingdon, eine der schönsten und charmantesten Kleinstädte der USA. Wir besuchen das Heartwood – Kombination aus Fremdenverkehrsbüro, Kulturzentrum und Cafeteria. Hier treffen sich regelmäßig Einwohner der umliegenden Gemeinden, um gemeinsam zu musizieren. Wir lauschen der Session und genießen das Barbecue.

4. Tag: Ein Tag im Gebirge, Radio Show in Galax
Am Vormittag Ausflug in die Blue Ridge Mountains. Bei gutem Wetter Gelegenheit für eine leichte Wanderung.
Am Nachmittag Weiterfahrt nach Galax, bekannt für seine holzverarbeitende Industrie. Da man aus Holz nicht nur schöne Möbel machen kann, sondern auch hervorragende Musikinstrumente, verfügt der Ort auch hierfür über Tradition und Know-How. Wir besuchen Barr’s Fiddle Shop, der sich mit seinen handgefertigten Appalachian Dulcimer einen Namen gemacht hat – eine lokale Variante der Zither. Am Abend besuchen wird die „Blue Ridge Back Roads“-Show des örtlichen Radiosenders „WBRF 98.1 FM“, die regelmäßig im örtlichen Theater stattfindet. Die Band spielt live und macht ordentlich Stimmung – ein leistungsstarker UKW-Sender überträgt die Musik in die weitere Umgebung.

5. Tag: Geburtsort der Country Music, Carter Family Fold
Vormittag zur freien Verfügung. Nachmittags Besuch des Birthplace of Country Music Museums im benachbarten Bristol. Hier, an der Grenze von Virginia und Tennessee, fanden die legendären Bristol Sessions statt: Im Jahre 1927 durchstreifte Ralph Peer von der Plattenfirma Victor Talking Machine das Bergland der Appalachen auf der Suche nach der ursprünglichen Musik der „Hillbillys“, also der Hinterwäldler. In einem angemieteten Lagerhaus richtete er ein Studio ein, annoncierte in der Lokalzeitung – und bot den Laienmusikern aus dem Umland Bargeld gegen Aufnahmen. Die dabei entdeckten Musiker prägten ein ganzes Genre: den klassischen Country.
Im Museum wird neben dieser Geschichte auch die weitere Entwicklung erzählt. Interaktive Stationen lassen unterschiedliche Stile und Epochen lebendig werden – darunter ein virtuelles Mischpult, bei dem man den Regler zwischen Country, Bluegrass und Old-Time-Music hin- und herschieben kann.
Weiterfahrt in die Hiltons, dem Ursprungsort der legendären Carter Family. Europäern wird vor allem June Carter ein Begriff sein, die spätere Ehefrau Johnny Cashs. Doch in den Vereinigten Staaten wird vor allem die Elterngeneration verehrt: Alvin Pleasant (A.P.), Maybelle und Sara Carter, die im mobilen Aufnahmestudio in Bristol entdeckt wurden, aber auch John Carter Cash, der in dritter Generation auf der Bühne steht. Der Carter Family Fold – auf Deutsch: Carter-Familien-Schoß – kombiniert Konzerthalle und Museum. Bluegrass- und Old-Time-Music-Bands spielen regelmäßig…

6. Tag: Rugby – eine utopistische Kolonie
Weiterfahrt nach Nashville – mit einem kleinen Umweg über das historische Rugby. Der Ort, gegründet im späten 19. Jahrhundert, sollte zweitgeborenen adligen Söhnen des viktorianischen Großbritannien eine neue Perspektive geben. Vorgesehen war eine utopische Gemeinschaft, um die Zwänge der alten Welt hinter sich zu lassen – fast schon eine sozialistische Enklave im kapitalistischen Amerika. Schlechte Ernten und Typhus beendeten das Experiment, von dem nach wie vor einige Wohnhäuser, ein Café, die Schule, die Kirche und die Bibliothek des Gründers zeugen.
Weiterfahrt nach Nashville. 3 Übernachtungen in der Hauptstadt Tennessees.

7. und 8. Tag: Music City Nashville
Nashville wurde insbesondere durch die Grand Ole Opry zum Mekka der Country-Music. Diese legendäre Radioshow wird seit 1925 dank eines leistungsstarken Senders in mehrere US-Bundesstaaten übertragen. Die Musiker spielen live – und können sich so einem großen Publikum vorstellen. Wenig verwunderlich, dass Nashville schon bald zum größten Magneten für Talente wurde – und diverse Labels und Produzenten anzog.
Eine kreative Grundstimmung ist in der Stadt mit den Händen greifbar – und in den Bars, Clubs, Cafés oder einfach auf der Straße treten ambitionierte Musiker aus. Die große Konkurrenz unter den Musikern sorgt dafür, dass das musikalische Niveau hoch ist. Das gilt für die Virtuosität am Instrument genauso wie für den Ideenreichtum beim Schreiben von Songs. Viele Talente gehen spielerisch mit den Genres Country, Blues, Rock und Folk um – und sorgen so für ein einzigartiges produktives Milieu!
Ein Höhepunkt dieser Reise: Ein echter Songwriter bringt uns zu allen wichtigen musikalischen Hot-Spots der Stadt. Wir besuchen die Country Music Hall of Fame und das Johnny Cash Museum – genauso wie die Grand Ole Opry.

9. Tag: Muscle Shoals und seine Sound Studios
Weiterfahrt nach Muscle Shoals über den Natchez Trace Parkway. Diese Straße folgt ehemaligen indianischen Jagd- und Handelswegen bis hinunter zum Mississippi – und wurde ganz bewusst als touristische Route angelegt. Die für Lastwagen gesperrte Straße führt sanft geschwungen vorbei an Wäldern, Wiesen und Auen – und schmiegt sich so harmonisch in die Landschaft ein.
Wir besuchen die Muscle Shoals Sound Studios, wo „Brown Sugar“, „Wild Horses“ und „You Gotta Move“ von den Rolling Stones entstanden. Auch andere Weltstars wie Aretha Franklin, Wilson Pickett, Lynryd Skynryd, Joe Cocker, Paul Simon, Bob Seger, Rod Stewart, Cat Stevens und Cher konnten hier, im dünn besiedelten nördlichen Alabama, in Ruhe arbeiten. Der Ort wurde zu einem wichtigen Zentrum der populären Musik – und mit dem Cypress Moon Studios und den Fame Recording Studios kamen weitere Aufnahmestätten hinzu. 1 Übernachtung in Muscle Shoals oder dem benachbarten Florence.

10. Tag: Tupelo und Beale Street, Memphis
Der Natchez Trace Parkway führt uns nun zu einer musikhistorisch außerordentlich bedeutenden Stätte: dem Geburtsort von Elvis Presley. Wir besuchen das Geburtshaus und die Kirche, in der der kleine Elvis sich von den typischen Gospelgesängen der Südstaaten faszinieren ließ – und deren Pastor dem Jungen die ersten Akkorde auf der Gitarre beibrachte.
Weiterfahrt nach Memphis. 2 Übernachtungen. Wir erkunden die legendäre Beale Street, die in Memphis als „Home of the Blues“ gilt und Größen wie Louis Armstrong, Muddy Waters, B.B. King gesehen hat. Nach wie vor treten in den Bars und Clubs regelmäßig Blues- und Soulmusiker auf.

11. Tag: Sun Studio, Dyess Colony
Am Vormittag besuchen wir den Ort, an dem Johnny Cash aufgewachsen ist. Dyess liegt auf der anderen Seite des Mississippi in Arkansas und entstand in den 1930er-Jahren als Antwort auf die Große Depression. Die damalige Dyess Colony war für rund 500 verarmte Familie eine zweite Heimat. Die Kolonie gilt als soziales Experiment der USA unter Präsident Roosevelt. Den Familien wurde Land zugeteilt – unter der Voraussetzung, dass sie dieses urbar machten und einen Teil der Erträge der Gemeinschaft zur Verfügung stellen mussten. Die in weiten Teilen genossenschaftlich organisierte Gemeinde hat das Leben des jungen J.R., der sich später Johnny nennen sollte, stark geprägt – genauso wie die harte Landarbeit. Wir besichtigen das Haus der Familie Cash, das noch weitgehend so eingerichtet ist, wie vor bald 100 Jahren.
Bei der Rückfahrt nach Memphis geht es zum Sun Studio, also jenem legendären Aufnahmestudio, in dem Johnny und Elvis entdeckt wurden. Im Anschluss bleibt noch Zeit für einen Rundgang durch die Gibson Guitar Factory.

12. Tag: Graceland und Heimreise
Bevor wir Memphis verlassen, steht besuchen wir Graceland – die ehemalige, opulent eingerichtete Villa von Elvis und Priscilla Presley. Wer sich nicht von den ausgefallenen Möbeln und Dekorationen verzaubern lässt, dürfte spätestens im Raum mit den zahlreichen Goldenen und Platin-Schallplatten vor Ehrfurcht erstarren. Die Besichtigung des Anwesens endet an der letzten Ruhestätte des King of Rock’n’Roll. Wer möchte, hat dann noch Zeit für die Automobil- und Flugzeug-Sammlung des Superstars.
Von Graceland ist es nicht mehr weit zum Flughafen von Memphis, dem Endpunkt der Kombinationsreise aus I. und II. Etappe unserer Modular Music Tours.

Teilnehmerzahl: min. 8 / max. 15 Personen
Bei Unterschreiten der Mindestteilnehmerzahl kann der Reiseveranstalter bis 30 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten.

Nach Buchungsabschluss ist eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent des Reisepreises zu leisten - bei Konzert- und Opernreisen abweichend 50 Prozent. Der Restbetrag wird 28 Tage vor Reisebeginn fällig.

Klicken Sie auf einen Termin um die Zimmer und Preise zu sehen.


Unverbindliche Buchungsanfrage
  • 1x Übernachtung mit Frühstück in/bei Shelby in einem Inn / B&B
  • 1x Übernachtung mit Frühstück in Asheville
  • 2x Übernachtung mit Frühstück in Abingdon
  • 1x Übernachtung mit Frühstück in Kingsport, Tennessee
  • 3x Übernachtung mit Frühstück in Nashville
  • 1x Übernachtung mit Frühstück in Muscle Shoals / Florence
  • 2x Übernachtung mit Frühstück in Memphis
  • leichtes Abendessen in Shelby
  • Abendessen im Heartwood Virginia
  • Mittagessen in Historic Rugby
  • Eintritt für das Earl Scruggs Center, Shelby
  • Eintritt für die Blue Ridge Backroads Radio Show in Galax
  • Eintritt für das Birthplace of Country Music Museum, Bristol
  • Eintritt für Konzert und Museum im Carter Family Fold
  • Tour durch Nashville mit Songwriter
  • Besuch der Grand Ole Opry und des Johnny Cash Museums in Nashville
  • Tribute to the King Show in Nashville
  • Besichtigung der Muscle Shoals Sound Studios und der Fame Studios in Alabama
  • Eintritt für Elvis Presley Birthplace & Museum
  • Halbtagesausflug zur Dyess Colony inkl. Besichtigung des Kindheitshauses von Johnny Cash
  • Busreise Charlotte-Nashville-Memphis
  • Flughafentransfers
  • Anreise: Gerne buchen wir den Flug in die USA
  • Reiseschutz: Wir raten zu einer Reiserücktritt-, Reiseabbruch- und Auslandsreisekrankenversicherung und machen ein unverbindliches Angebot

Dieses Angebot kombiniert die Etappen I und II unserer „Modular Music Tours – Südstaaten USA“. Diese Touren spannen den Bogen quer durch den historischen Süden der USA. Von den „Blauen Bergen“ an der Ostküste geht es dabei über die weiten Ebenen links und rechts des Mississippi hinein in die Sumpflandschaften am Golf von Mexiko. So unterschiedlich wie die Landschaften und Siedlungstraditionen sind auch die Musikstile, die die Bewohner mit- bzw. hervorgebracht haben. Während der Bluegrass nicht ohne die Traditionen des Irish Folk etc. denkbar wäre, sind Blues, Gospel und Jazz untrennbar mit dem Schicksal der aus Afrika verschleppten Sklaven verbunden. Eine regionale Besonderheit wiederum stellen die kreolischen Klänge des Cajun & Zydeco dar, bei denen das Akkordeon und französische Wurzeln eine tragende Rolle spielen. All diese Stile haben sich gegenseitig beeinflusst – und zahlreiche Musiker zu Neuschöpfungen inspiriert. So entstanden Rock’n’Roll, Country und Americana.

Jede Etappe kann für sich gebucht werden. Am Start- bzw. Endpunkt überlappt sich jeweils das Programm, wodurch spürbare Kostenvorteile entstehen, die wir an Sie weitergeben. Außerdem ist so ein fließender Übergang gewährleistet – für all jene, die Etappen miteinander kombinieren möchten:

Weitere Kombinationsangebote:

Für deutsche Staatsangehörige ist eine Einreise in die USA zu touristischen Zwecken ohne Visum möglich, sofern der Reisende im Besitz eines elektronischen Reisepasses (e-Pass mit Chip), einer gültigen elektronischen Einreisegenehmigung (ESTA) sowie eines gültigen Rück- oder Weiterflugtickets ist. (US-Visa Waiver Programm)

Die ESTA-Beantragung ist gebührenpflichtig (derzeit 14,- US-$). Die einmal erteilte Einreiseerlaubnis gilt für beliebig viele Einreisen für die Dauer von jeweils max. 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren. Die zuständigen US-Behörden empfehlen, den Antrag gemäß ESTA nach Möglichkeit mindestens 72 Stunden vor Reiseantritt zu stellen.

Deutsche Staatsangehörige, die neben der deutschen Staatsangehörigkeit noch die Staatangehörigkeit von Iran, Irak, Syrien oder Sudan besitzen oder sich seit dem 01.03.2011 privat oder geschäftlich in einem dieser Länder bzw. in Libyen, Jemen oder Somalia aufgehalten haben, sind vom US-Visa Waiver Programm ausgeschlossen und müssen ebenfalls (unabhängig vom Zweck der Reise) ein Visum für die USA beantragen. Ausnahmen gelten lediglich für Regierungsbedienstete und Angehörige des Militärs.

Das jeweilige Visum ist bei der zuständigen US-Auslandsvertretung zu beantragen. Ausführliche Hinweise zu den US-Einreisebestimmungen und zum Visumverfahren erteilen die US-Botschaft und -Konsulate in Deutschland.

Weder eine gültige ESTA-Genehmigung noch ein gültiges US-Visum begründen einen Anspruch auf Einreise in die USA. Die endgültige Entscheidung über die Einreise trifft der zuständige US-Grenzbeamte. Gegen die Entscheidung ist kein Rechtsbehelf zugelassen und es ist den deutschen Auslandsvertretungen nicht möglich, auf die Grenzbeamten einzuwirken, eine Einreiseverweigerung rückgängig zu machen.


Diese Reise ist grundsätzlich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Sollten Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sein, nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir klären dann individuell, inwiefern eine Teilnahme für Sie an dieser Reise möglich ist. ARB des Reiseveranstalters als PDF
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