Modular Music Tours: Deep South

Südstaaten USA – Etappen II bis IV

Musikreise nach Nashville, Memphis, New Orleans: Drei Music Cities und eine Verlängerung im ländlichen Louisiana mit seinen französischen Anklängen.

Bei dieser Tour begegnet uns Live-Music an unterschiedlichsten Orten. Mal in schummrigen Bluesclubs, mal auf legendären Bühnen – und garantiert auch auf den Straßen von New Orleans.

Wir widmen uns den Ursprüngen gleich mehrerer Weltstars – und ganzer Musikstile. Vom Geburtsort Elvis Presleys ist es nicht weit zum Geburtsort des amerikanischen Blues. Wir wandeln über Plantagen und Baumwoll-Felder, wo Sklaven und verarmte Bauernfamilien mit der Musik sich das Leben und die harte Arbeit erträglicher gemacht haben. Und wir machen uns auf in einzigartige Sumpflandschaften, wo in der Abgeschiedenheit musikalische Traditionen französischstämmiger Einwanderer sowie kreolische Einflüsse bis heute erhalten geblieben sind.

Dreh- und Angelpunkte dieser Reise sind die Südstaaten-Metropolen Nashville, Memphis und New Orleans, die alle drei auf eine ganz spezifische Art und Weise für die Entwicklung ganzer Stilrichtungen entscheidend waren.

1. bis 3. Tag: Nashville
Flug nach Nashville und Treffen im Hotel. Angekommen in der Music City stürzen wir uns gleich ins Getümmel. In vielen Bars, Clubs, Cafés oder einfach auf der Straße treten laufend Musiker auf – in der Hoffnung, entdeckt zu werden. Wer es geschafft hat, tritt bei der Grand Ole Opry auf, der legendären Radioshow, die seit 1925 mittels eines leistungsstarken Senders in mehreren US-Bundesstaaten zu hören ist. Das sehen wir uns natürlich mit eigenen Augen an. Die Musiker spielen live!
Ein weiterer Höhepunkt in Nashville wird der Stadtrundgang mit einem echten Songwriter sein. Er oder sie bringt uns zu allen wichtigen musikalischen Hot-Spots der Stadt. Wir besuchen die Country Music Hall of Fame und das Johnny Cash Museum.

4. Tag: Muscle Shoals und seine Sound Studios
Über eine der schönsten touristischen Straßen im Süden der USA, den Natchez Trace Parkway, geht es nun in den Norden Alabamas – zu den Muscle Shoals Sound Studios. Dort spielten die Rolling Stones „Brown Sugar“, „Wild Horses“ und „You Gotta Move“ ein. Und auch andere Stars arbeiteten in dem kleinen, heute fast schon barackenartig wirkenden Gebäude: Aretha Franklin, Wilson Pickett, Lynryd Skynryd, Joe Cocker, Paul Simon, Bob Seger, Rod Stewart, Cat Stevens etc. 1 Übernachtung in Muscle Shoals oder dem benachbarten Florence.

5. Tag: Tupelo und Beale Street, Memphis
Der Natchez Trace Parkway führt uns nun zum Geburtsort Elvis Presleys. Geburtshaus und Kirche erinnern an die Kindheit des „King“. Kaum zu glauben, dass Elvis‘ Karriere quasi in der kleinen Kirche seinen Ursprung nahm. Der örtliche Pastor brachte dem Jungen die ersten Akkorde auf der Gitarre bei.
Weiterfahrt nach Memphis, wo wir die legendäre Beale Street mit ihren Musikclubs erkunden. 2 Übernachtungen.

6. Tag: Sun Studio, Dyess Colony
Am Vormittag besuchen wir das Kindheitshaus von Johnny Cash im benachbarten Arkansas in der ehemaligen Dyess Colony. Die Kolonie wurde in den 1930er-Jahren als Antwort auf die Große Depression unter Präsident Roosevelt gegründet. Verarmten Familien wurde Land zugeteilt – dass sie mit ihren Ernte-Erträgen abbezahlen mussten. Das Leben in dieser Gemeinschaft und die harte Landarbeit hat den jungen J.R., der sich später Johnny nannte, stark geprägt.
Sowohl Elvis als auch Johnny wurden im Sun Studio in Memphis entdeckt. Heute ist es ein Museum, das wir besuchen werden – genauso wie die Gibson Guitar Factory.

7. Tag: Graceland und Crossroads
Am Morgen nehmen wir uns noch reichlich Zeit für Graceland, die legendäre Villa Elvis Presleys mit ihren opulent eingerichteten Wohnräumen – und der letzten Ruhestätte des Stars.
Danach verlassen wir Memphis auf der Route 61 – bis zur berühmten Kreuzung mit dem Highway 49, den legendären Crossroads. Hier, in Clarksdale, soll Robert Johnson dem Teufel seine Seele verkauft haben, um den wahren Blues spielen zu können. Den Rest des Tages bleiben wir in Clarksdale – und erkunden das Delta Blues Museum sowie den Ground Zero Blues Club, der von Oscar-Preisträger Morgan Freeman betrieben wird.
1 Übernachtung im Raum Clarksdale / Cleveland.

8. Tag: Dockery Farms, B.B. King und Grammy Museum
Das Mississippi Delta bzw. das Blues Delta ist ein erstaunlicher Nährboden für musikalische Talente. Keine Region hat mehr Grammy-Preisträger hervorgebracht: Robert Johnson, B.B. King, Muddy Waters, John Lee Hooker sind nur die berühmtesten. Die Kleinstadt Cleveland, Mississippi, verfügt daher über das einzige Grammy Museum außerhalb von Los Angeles.
Nach dem Museumsbesuch Weiterfahrt zur Dockery Plantation, der Heimat von Charley Patton. Patton ist der erste Blues-Musiker, von dem Aufnahmen existieren, und hatte starken Einfluss auf die nachfolgende Generation. Die abseits gelegenen Dockery Farms, auf der die schwarzen Feldarbeiter lebten und arbeiteten, wurde zur stilprägenden Spielstätte des jungen Musikers. Bald folgten andere Talente und gaben für etwas Kleingeld ebenfalls Konzerte, darunter Son House und Robert Johnson.
Weiterfahrt nach Indianola, zum B.B. King Museum, und schließlich nach Vicksburg, wo wir in Nähe des Mississippi Rivers für eine Nacht Quartier beziehen werden.

9. Tag: Frogmore Plantation
Auf der Frogmore Plantation kann man gut nachempfinden, wie hart und entbehrungsreich das Los der Sklaven war – und wie deren Worksongs die monotone Arbeit auf den Plantagen erträglicher machten. Die rhythmischen Gesänge waren ein wichtiger Vorläufer für Gospel, Blues und Jazz. Nach der Besichtigung direkte Fahrt nach New Orleans. 3 Übernachtungen in einem zentral gelegenen Hotel.

10. und 11. Tag: New Orleans
New Orleans ist als Geburtsort des Jazz natürlich eine Attraktion für sich. Musik wird an fast jeder Ecke geboten. Manches davon ist recht touristisch. Doch die Musikszene ist quicklebendig und hochkreativ. Junge, innovative Musiker aus der Stadt oder dem Umland versuchen hier ihr Glück. Hinzu kommt: New Orleans ist mit seinen französischen Wurzeln, einer spanischen Epoche, vielseitigen Beziehungen in die kreolische Karibik und natürlich auch den Nachfahren der zahllosen Sklaven aus unterschiedlichsten Regionen Afrikas von Anbeginn ein Schnitt- und Kreuzungspunkt verschiedenartigster Kulturen gewesen. Wir tauchen ein in dieses kreative Milieu – und lernen dabei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen. Ein örtlicher Guide zeigt uns die Stadt und erzählt dabei von der reichhaltigen musikalischen Geschichte. Das French Quarter, ein Jazz-Konzert in der traditionsreichen Preservation Hall, ein Jazz-Brunch und eine Fahrt auf einem typischen Mississippi-Rad-Dampfer stehen auf dem Programm.

12. Tag: Plantation Country und Lafayette
Die Landwirtschaft machte die Plantagenbesitzer in den Südstaaten wohlhabend. Vor allem in der von New Orleans gehörte es daher bald zum guten Ton, den Reichtum auch zu zeigen. Der Flusslauf des Mississippi oberhalb der Metropole ist daher gespickt mit repräsentativen Prachtbauten.
Für eine nehmen wir uns Zeit, um im Anschluss die historische Riverland-Kirche zu besichtigen. Dort erzählt ein örtlicher Musiker, wie sich die Musik der afrikanischen Sklaven auf den Plantagen transformierte – und zur heutigen „Black Music“ wurde. Aus dem historischen Vortrag wird schnell ein rhythmisch-melodisches Spiel. Nur die wenigsten Besucher schaffen es, still sitzen zu bleiben…
Weiterfahrt nach Lafayette, Zentrum der kreolischen und Cajun-Kultur Louisianas. In den Clubs sind die Musikstile Cajun und Zydeco beheimatet, bei denen das Akkordeon eine tragende Rolle spielt. Das hören und sehen wir uns gleich an!

13. Tag: Sümpfe und Akkordeons
Zig stehende und langsam fließende Gewässer durchziehen das flache und feuchte Land. In diesen so genannten Bayous leben Alligatoren sowie zahlreiche Wasservögel und Insekten. Ein Botaniker und Zoologe, selbst Sohn eines örtlichen Fischers, wagen wir uns in diese einzigartige mangrovenartige Welt hinein.
Am Nachmittag besuchen wir Martin Accordions, Hersteller von handgefertigten Harmonikas. Logisch, dass während der Tour das ein oder andere Prachtexemplar zum Klingen kommt.
Am Abend geht es erneut in einen der örtlichen Clubs.

14. Tag: Zydeco Breakfast, Heimreise oder Verlängerung
Vor der Abreise führen wir Sie noch zu einem weiteren Höhepunkt dieser Musikreise freuen: dem Zydeco Breakfast. Bei diesem Frühstück wird nicht nur herzhaft gegessen. Es darf auch getanzt werden – zu den rhythmischen Klängen der Band. Direkt von diesem vormittäglichen Konzert geht es dann zum Flughafen. Es endet eine intensive Musikreise in die Südstaaten der USA.

Teilnehmerzahl: min. 8 / max. 15 Personen
Bei Unterschreiten der Mindestteilnehmerzahl kann der Reiseveranstalter bis 30 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten.

Nach Buchungsabschluss ist eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent des Reisepreises zu leisten - bei Konzert- und Opernreisen abweichend 50 Prozent. Der Restbetrag wird 28 Tage vor Reisebeginn fällig.

Klicken Sie auf einen Termin um die Zimmer und Preise zu sehen.


Diese Reise ist nicht mehr buchbar / es gibt noch keine Folgetermine. Möchten Sie auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
  • 3 Übernachtungen mit Frühstück in Nashville
  • 1 Übernachtung mit Frühstück im Raum Florence / Muscle Shoals
  • 2 Übernachtungen mit Frühstück in Memphis
  • 1 Übernachtung mit Frühstück im Raum Clarksdale/Cleveland
  • 1 Übernachtung mit Frühstück in Vicksburg
  • 3 Übernachtungen mit Frühstück in einem zentral gelegenen Hotel in New Orleans
  • 2 Übernachtungen mit Frühstück in einem Inn / Guesthouse in Lafayette
  • Tour durch Nashville mit Songwriter
  • Besuch der Grand Ole Opry und des Johnny Cash Museums in Nashville
  • Tribute to the King Show in Nashville
  • Besichtigung der Muscle Shoals Sound Studios und der Fame Studios in Alabama
  • Eintritt für das Elvis Presley Birthplace Museum
  • Eintritte für Sun Studio, Graceland, Gibson Guitar Factory, Teilnahme an der örtlichen Tour / Audio-Guide
  • Halbtagesausflug zur Dyess Colony inkl. Besichtigung des Kindheitshauses von Johnny Cash
  • Eintritte für das Delta Blues Museum, Grammy Museum und B.B. King Museum im Mississippi Delta
  • Besichtigung der Frogmore Plantation
  • Besuch des Ground Zero Blues Clubs in Clarksdale
  • Lunch in Cleveland: typische Südstaaten-Küche
  • Stadtrundgang durch New Orleans mit einem örtlichen Kenner der Musikszene
  • New Orleans Power Pass - 2 Tage
  • 2x Tageskarte für die Straßenbahn in New Orleans
  • Besuch eines Konzerts in der Preservation Hall in New Orleans
  • Jazz Brunch in New Orleans
  • Jazz-Cruise auf einem Mississippi-Raddampfer inkl. Dinner
  • Besuch der Laura Plantation
  • Besuch der Historic Riverland Church
  • 2x Besuch eines Live-Music-Clubs in Lafayette
  • Bootsfahrt durch die Sümpfe rund um Lafayette
  • Besichtigung von Martins Accordions bei Lafayette
  • Zydeco Breakfast (Frühstück)
  • Busreise Nashville-Memphis-Mississippi Delta-New Orleans-Lafayette
  • Taxi-Transfers in Lafayette und Nashville
  • Flughafentransfers
  • durchgängige Kulturtours-Reiseleitung
  • Anreise: Gerne buchen wir den Flug in die USA
  • Reiseschutz: Wir raten zu einer Reiserücktritt-, Reiseabbruch- und Auslandsreisekrankenversicherung und machen ein unverbindliches Angebot

Dieses Angebot kombiniert die Etappen II bis IV unserer „Modular Music Tours – Südstaaten USA“. Diese Touren spannen den Bogen quer durch den historischen Süden der USA. Von den „Blauen Bergen“ an der Ostküste geht es dabei über die weiten Ebenen links und rechts des Mississippi hinein in die Sumpflandschaften am Golf von Mexiko. So unterschiedlich wie die Landschaften und Siedlungstraditionen sind auch die Musikstile, die die Bewohner mit- bzw. hervorgebracht haben. Während der Bluegrass nicht ohne die Traditionen des Irish Folk etc. denkbar wäre, sind Blues, Gospel und Jazz untrennbar mit dem Schicksal der aus Afrika verschleppten Sklaven verbunden. Eine regionale Besonderheit wiederum stellen die kreolischen Klänge des Cajun & Zydeco dar, bei denen das Akkordeon und französische Wurzeln eine tragende Rolle spielen. All diese Stile haben sich gegenseitig beeinflusst – und zahlreiche Musiker zu Neuschöpfungen inspiriert. So entstanden Rock’n’Roll, Country und Americana.

Jede Etappe kann für sich gebucht werden. Am Start- bzw. Endpunkt überlappt sich jeweils das Programm, wodurch spürbare Kostenvorteile entstehen, die wir an Sie weitergeben. Außerdem ist so ein fließender Übergang gewährleistet – für all jene, die Etappen miteinander kombinieren möchten:

Weitere Kombinationsangebote:


Diese Reise ist grundsätzlich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Sollten Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sein, nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir klären dann individuell, inwiefern eine Teilnahme für Sie an dieser Reise möglich ist. ARB des Reiseveranstalters als PDF
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