Reise in die Nacht, Reise zum Licht

Lichtkunst und Lichtinstallationen im Ruhrgebiet

Der Pott leuchtet! Auf ehemaligen Zechen und in alten Industriekellern haben Lichtkünstler und Lichtdesigner beeindruckende Installationen geschaffen.

Zwischen Duisburg und Dortmund, zwischen Oberhausen und Unna findet sich eine erstaunliche Dichte an leuchtenden Kunstwerken. Die transformatorische Kraft des Lichts - seit Jahrhunderten ein Thema der Kunstgeschichte - gewinnt im Ruhrgebiet eine völlig neue Dimension. Denn gerade an und in den aufgelassenen Industrieanlagen symbolisieren farbenfroh leuchtende Installationen den Wandel einer ganzen Region.

Museum für Lichtkunst
In der Kunstszene hoch angesehen ist dabei das Internationale Zentrum für Lichtkunst in Unna - die einzige Institution weltweit, die sich ausschließlich dieser Spielart der zeitgenössischen Kunst widmet. Hier findet sich eine einmalige Sammlung von Meisterwerken von Keith Sonnier, James Turrell, Rebecca Horn, Christian Boltanski und anderen Größen der Gegenwartskunst.

Dem stehen die Installationen der Lichtkünstler Speirs und Major auf dem Gelände der Kokerei Zollverein in Essen in nichts nach - genauso wenig wie die Lichtinszenierung des britischen Künstlers Jonathan Park, die im Landschaftspark Duisburg-Nord ein altes Hüttenwerk in ein faszinierendes Meer aus Licht und Farbe taucht. Hinzu kommen zahlreiche Licht-Landmarken auf Abraumhalden, Fördertürmen, Gasometern, aber auch kleine und zum Teil verspielte Installationen, zum Beispiel im Duisburger Innenhafen.

Da all die Lichtinstallationen am besten bei Dunkelheit zur Geltung kommen, beinhaltet die Reise drei Fahrten in die Nacht. Auf dem Weg dorthin - noch bei Tageslicht - lernen Sie aber auch die Unesco-Welterbestätte Zeche Zollverein, eine überrraschende Sammlung zeitgenössischer Kunst in Bochum sowie das Museum Folkwang kennen.

Zum Charakter der Reise:
Ein wesentlicher Teil der Lichtinstallationen befindet sich auf Abraumhalden und in alten Industrieanlagen. Um dort an die interessantesten Orte zu gelangen, sind einige längere Fußwege unumgänglich - zum Teil über glitschigen Boden und steile Treppen. Teilnehmer sollten daher mit gutem Schuhwerk ausgerüstet sein - ideal sind (leichte) Wanderschuhe.
Da die Reise während der dunklen Jahreszeit stattfindet, ist zudem mit winterlichen Temperaturen zu rechnen. Insbesondere auf den Halden und den Dächern der Industrieanlagen kann ein eisiger Wind wehen. Denken Sie an Mütze, Schal und Handschuhe!

Impressionen zur Reise finden Sie auch auf unserer Facebook-Seite (Link funktioniert auch ohne Facebook-Zugang).

1. Tag: Anreise, Lichtkunstzentrum Unna
Anreise ins Ruhrgebiet, nach Unna. Hier besuchen wir eine der profilierstesten Kunstinstitution des Ruhrgebiets: das Internationalen Zentrum für Lichtkunst. Bei einer ausführlichen Führung durch das einmalige Ensemble von Lichtkunstinstallationen in der ehemaligen Lindenbrauerei lernen Sie einige der bedeutendsten Vertreter sowie alle wichtigen Strömungen und Entwicklungen der jungen Kunstrichtung kennen.

Im Anschluss gemeinsame Weiterfahrt nach Essen. Zimmerbezug. Dann geht es zum Abendessen in die ehemalige Kokerei auf dem Gelände der Welterbestätte Zeche Zollverein. Wie wäre es mit einem klassischen Bergmannsteller? Und während draußen langsam die Dunkelheit Einzug hält, wird allmählich die Lichtinstallation des ehemaligen Industrieareals sichtbar.

2. Tag: Gasometer, Landschaftspark Nord, Tiger & Turtle
Vormittags machen wir uns erneut auf den Weg zur Zeche Zollverein, deren Dimensionen bei Tageslicht erst so richtig deutlich werden. Unser örtlicher Guide ist nicht nur Kunstexperte, sondern ist als Kind des Ruhrgebiets auch mit der wechselvollen Industriegeschichte der Region bestens vertraut.

Nach der Mittagspause Weiterfahrt zum Gasometer Oberhausen. Wir nehmen uns ausreichend Zeit, um dieses gewaltige Zeugnis der Industriealisierung zu erkunden. Mit einem Aufzug geht es auf die Aussichtsplattform in luftiger Höhe. Der Innenraum wird regelmäßig für Wechselausstellungen genutzt.

Am späten Nachmittag geht es weiter in den Süden Duisburgs. Denn dort steht seit November 2011 eines der spektakulärsten (Licht-)Kunstwerke des Ruhrgebiets: das Werk "Tiger & Turtle - Magic Mountain" von Heike Mutter und Ulrich Genth. Die Großskulptur bildet die Formsprache einer Achterbahn nach und ist - außer des Loopings - vollständig begehbar. Von der Bahn hat man einen beeindruckenden Blick auf das gesamte westliche Ruhrgebiet - und weil man diese "Achterbahn" zu Fuß abschreitet und somit sein Tempo selbst bestimmt, bleibt ausreichend Zeit, diesen Blick auch zu genießen.

Anschließend Fahrt nach Moers, zur Halde Rheinpreußen. Auch auf dieser Halde thront eine Großskulptur: ein 30 Meter hoher Turm in Form einer übergroßen stählernen Sicherheitslampe, der passenderweise den Namen "Geleucht" trägt. In der Dunkelheit strahlt der Lichtturm und ist schon von weitem zu erkennen.

Im Anschluss fahren wir zum Hauptschalthaus des benachbarten Landschaftsparks Duisburg-Nord. Hier befindet sich ein erstklassiges Restaurant - und hier treffen Sie auch Ihren Ruhrgebiets-Gästeführer wieder. Nach einem kräftigen Mahl will das ehemalige Hüttenwerk erkundet werden, das von bunten Lichtern illuminiert wird. Auf dem Rückweg ins Hotel in Essen bietet sich noch ein Stopp beim nächtlich erleuchteten Innenhafen Duisburg an.

3. Tag: Situation Kunst, Tetraeder, Lichtkanonen
Den Vormittag nehmen wir uns zum Ausschlafen. Wer möchte, kann auf eigene Faust das benachbarte Museum Folkwang besuchen - oder die Wellness-Einrichtungen des Hotels nutzen.

Gegen Mittag Fahrt nach Bochum, zum Park Haus Weitmar. Wir besuchen die "Situation Kunst", die einen Teil der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum darstellt. Es handelt sich um ein Gebäude-Ensemble mit einer Dauerausstellung bedeutender Werke der Gegenwartskunst. Vertreten sind unter anderem Dan Flavin, François Morellet und Richard Serra. Unser Guide zeigt uns dieses herausragende, aber weithin unbekannte Ensemble morderner Kunst.

Danach geht es am späten Nachmittag weiter in nördlicher Richtung: zum Tetraeder Bottrop: Auf einer 90 Meter hohen Halde thront eine dreiseitige Stahlpyramide, die wiederum in luftigen 38 Metern Höhe über der Halde eine Aussichtsplattform bietet. Unser Gästeführer zeigt Ihnen den schnellsten Weg nach oben. Es bietet sich ein bestechender Blick auf das Ruhrgebiet und seine illuminierten (Industrie-) Schätze. Bei gutem Wetter können Sie hier oben den Sonenuntergang über dem Pott erleben.

Jetzt ist es Zeit für eine ausgiebige Pause mit Abendessen im Maschinenhaus BernePark. Genießen Sie gehobene Küche in einzigartigem Ambiente. Die ehemalige Kläranlage wird heute von einer Lichtinstallation Mischa Kuballs bespielt.

Im Anschluss bieten sich noch Stopps an der Halde Rungenberg, auf der zwei Lichtkanonen thronen, sowie nach Bochum an. Der Stadtkern Bochums ist ringförmig von Eisenbahdämmen umschlossen. Ins Zentrum gelangt man nur durch Unterführungen. Einige dieser Unterführungen wurden zu "Kunstlichttoren" umgestaltet. Außerdem sehenswert: Die Lichtinstallation von Morellet auf dem Kunstmuseum.

4. Tag: Abreise
Nach dem Frühstück Heimreise oder Shopping im vorweihnachtlich illuminierten Essen. Es endet ein intensives, facettenreiches und erhellendes Kunstwochenende.

Teilnehmerzahl: min. 8 / max. 16 Personen
Bei Unterschreiten der Mindestteilnehmerzahl kann der Reiseveranstalter bis 30 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten.

Nach Buchungsabschluss ist eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent des Reisepreises zu leisten - bei Konzert- und Opernreisen abweichend 50 Prozent. Der Restbetrag wird 28 Tage vor Reisebeginn fällig.

Klicken Sie auf einen Termin um die Zimmer und Preise zu sehen.

Zimmer Preis Bemerkung
Einzelzimmer 797 €
Doppelzimmer 695 €

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Das 4-Sterne Mercure Hotel Plaza Essen

Das 4-Sterne Mercure Hotel Plaza Essen liegt in unmittelbarer Nähe der Philharmonie, des Aalto-Theaters und des Folkwang-Museums. Das Haus hat 132 komfortable Zimmer mit kostenlosem Wi-Fi.

Entspannung finden Sie im Schwimmbad oder der Sauna.

Den nur 1 km entfernten Hbf erreichen Sie schnell mit der U-Bahn. Bis zum Flughafen Düsseldorf sind es 27 km. Sie erreichen das Hotel über die A40, A42 und A52, ihr Auto parkt in der Tiefgarage.

  • 3 Übernachtungen im 4-Sterne-Hotel Mercure Plaza Essen

  • Halbpension: reichhaltiges Frühstücksbüfett im Hotel, Abendessen (exklusive Getränke) in den genannten Restaurants

  • Eintritt und Führung durch das Lichtkunstzentrum, Unna
  • Eintritt und Führung durch die "Situation Kunst" im Park Haus Weitmar, Bochum
  • Eintritt ins Gasometer Oberhausen

  • Besichtigung der im Text genannten Großskulpturen und Landmarken
  • Transfers im Kleinbus ab Unna / bis Essen

  • örtlicher Gästeführer laut Reisebeschreibung, voraussichtlich Kunsthistoriker Thomas Buchardt
  • Anreise: Nutzen Sie die vergünstigten Angebote für die Bahnanreise
  • Reiseversicherung. Wir empfehlen eine Reiserücktritt-, -abbruch-, und -krankenversicherung und unterbreiten Ihnen dazu gerne ein Angebot
2. Klasse 1. Klasse
Entfernung mit/ohne BahnCard mit/ohne Bahncard first
bis 350 km 75 € 110 €
ab 351 km 123 € 190 €

Preise für Hin- und Rückfahrt pro Person, inkl. IC/EC/ICE-Nutzung und freier Zugwahl. Achtung: Gilt nicht im Euronight und ÖBB-Nightjet

Gültigkeit: 01.11.2017 bis 31.10.2018, Stichtag ist der Reiseantritt.

Klimafreundliche Bahnfahrt: Der Aufpreis für Bahnstrom aus erneuerbaren Energiequellen (Wind, Wasser, Sonne etc.) ist bereits enthalten. Ihre An- und Abreise (innerhalb Deutschlands / auf innerdeutschen Teilstrecken) erfolgt somit CO2-neutral.


Diese Reise ist grundsätzlich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Sollten Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sein, nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir klären dann individuell, inwiefern eine Teilnahme für Sie an dieser Reise möglich ist. ARB des Reiseveranstalters als PDF
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