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WIENER DEKADENZ: JUGENDSTIL, EAT-ART & AKTIONISMUS
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WIENER DEKADENZ: JUGENDSTIL, EAT-ART, AKTIONISMUS & HUNDERTWASSER
Kunst- und Genussreise nach Wien
und ins Umland

Veranstalter:
Kulturtours - Reisen zu Kunst und Kultur

   

Dekadenz. Dieser sonst abwertend gemeinte Begriff hat in der Wiener Kulturgeschichte einen eigenen Klang. Um 1900 war Dekadenz unter Künstlern dort Normalität – genauso wie beim Aktionismus oder der Eat-Art in den 60er-Jahren. Diese "Wiener Dekadenz" wollen wir ergründen – inklusive kulinarischer Genüsse. Eine sinnliche 5-tägige Kunstreise.

Die Höhepunkte der Reise:

  • Stadtführung auf den Spuren von Wien 1900
  • Kunsthotel Wilhelmshof in Wien (4 Sterne)
  • Refugien der Wiener Aktionisten: Friedrichshof, ehemalige Kommune um Otto Muehl, sowie Hermann Nitsch in Mistelbach

Vor dem Hintergrund Wiens als großbürgerliche und monarchische Metropole, das sich durch seine monumentalen Ringstraßenbauten repräsentiert, entwickelte sich seit 1900 ein radikaler gesellschaftlicher und kultureller Wandel, der die Kunst der Donaumetropole bis heute charakterisiert. Die Wiener Secession, die als erster "White Cube" in die Kunstgeschichte einging, ist seit ihrer Gründung durch Gustav Klimt die Keimzelle des Bruchs mit der traditionellen Rolle der Kunst als akademische Disziplin.

Die Selbstorganisation von Künstlern und Architekten, das Verfassen eigener Manifeste und die Freiheit der Kunst bilden bis heute die Grundsätze der Wiener Kunstszene. Persönlichkeiten wie Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Adolf Loos,  Arnold Schönberg, die Wiener Gruppe, Valie Export, Peter Weibel, bis hin zu Künstlern der Gegenwart wie Franz West prägen bis heute die Stadt.

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Wien ganz klassisch
- im Belvedere-Garten
© Harald Kother

WIENER DEKADENZ: JUGENDSTIL, EAT-ART & AKTIONISMUS
Die melancholische Sinnlichkeit in Klimts
Werken kommt nur im Original richtig zur Geltung
Danae, 1907-1908, Leopold Museum


WIENER DEKADENZ: JUGENDSTIL, EAT-ART & AKTIONISMUS
Das Secessions-Gebäude - eines der
herausragendsten Werke des Architekten
Otto Wagner
© Harald Kother


Während des ersten Teils der Reise lernen Sie die geschichtsträchtigen Orte dieser Entwicklung in der Wiener Innenstadt kennen. Der zweite Teil führt in die Umgebung: in die Wachau, ins Weinviertel und ins Burgenland. Die einzigartigen Weinanbaugebiete und die idyllischen Dörfer übten bereits früh große Anziehungskraft auf Künstler aus. Herrmann Nitsch, Daniel Spoerri und Otto Muehl ließen sich bereits in der 1970ern in der Umgebung Wiens nieder und schufen sich meist in aufgelassen Gehöften oder Ansitzen eine Art Idealsituation, die künstlerische Arbeit und Leben miteinander vereinen sollte. Einige dieser Orte sind heute nach Anmeldung zugänglich und stehen ebenso auf dem Programm der Reise wie die kulinarischen Genüsse der Region.

 

Reiseverlauf

 

1. Tag: Anreise – Klimt
Im Laufe des Nachmittags: Anreise und Check-In im 4-Sterne-Hotel Wilhelmshof am Praterstern.
Wir treffen uns in der Hotel-Lobby, fahren gemeinsam zum Belvedere und erleben gleich am ersten Abend noch einen Kunst-Höhepunkt. Vom 03.07.2015 bis 11.10.2015 zeigt das Untere Belvedere die Sonderausstellung Klimt und die Ringstraße. Ausgehend vom Oeuvre des Künstlerfürsten Hans Makart spannt sich der Bogen bis zum Triumph des jungen Malerkollektivs der Künstler-Compagnie rund um Gustav Klimt. Rekonstruktionen ganzer Dekorationsensembles führen dem Besucher den glanzvollen Lebensstil der Ringstraßenära vor Augen. Neben sinnlich-erzählerischen Einzelwerken werden erstmals auch Arbeiten des jungen Klimt gezeigt, die bislang noch nie öffentlich zu sehen waren. Führung durch die Ausstellung während der Abendöffnung.
(23. Oktober 2015 bis 28. Februar 2016: Ausstellung Klimt/Schiele/Kokoschka und die Frauen).
Im Anschluss rustikales Dinner bei Wiener Schnitzel & Co. im direkt benachbarten Brauhaus Salm. Rückkehr ins Hotel.

WIENER DEKADENZ: JUGENDSTIL, EAT-ART & AKTIONISMUS
Dachsims der Wienzeilenhäuser,
entworfen von Otto Wagner
© Wikimedia / Thomas Ledl, Lizenz: CC 3.0

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Das Museumsquartier mit
dem mumok im Hintergrund
© Harald Kother


2. Tag: Wien 1900 bis heute
Der Tag beginnt mit einer Führung zu den Orten der Wiener Innenstadt, die die kulturelle Entwicklung von der Geschichte Wiens bis in die Gegenwart prägten. Die Tour beleuchtet vor dem Hintergrund der imperialen Vergangenheit die aktuelle Bedeutung bekannter kultureller Institutionen wie die der Wiener Secession, die als erster "White Cube" der Geschichte gilt und nach wie vor zu den renommiertesten Ausstellungsorten der Stadt zählt.
Dabei führt die Tour ebenso zu versteckten Orten und Plätzen, die für Wiens Kunstgeschehen von Bedeutung sind, vorbei an etablierten Institutionen wie dem Kunsthistorischen Museum zu Gebäuden und Geschäftportalen der Wiener Werkstätte (Josef Hoffmann), zu weniger bekannten Gebäuden der klassischen Moderne (Adolf Loos, Plecnik) zu den Orten, an denen die ersten Performances der Wiener Aktionisten meist spontan stattfanden.
Nach einem Imbiss in einem typischen Wiener Beisl oder Kaffeehaus widmen wir uns dem Museumsquartier. Die Sammlung des Leopold-Museums liefert nochmals einen erstklassigen Einblick in die Wiener Kunst um 1900 und die Dauerausstellung des mumok spannt den Bogen von der klassischen Moderne bis in die Gegenwart.
Nach einer Verschnaufpause im Hotel treffen wir uns zu einem 4-Gang-Gourmet-Menü in Kristians Monastiri. Das Restaurant in den historischen Gemäuern eines ehemaligen Klosters verspricht weit mehr als Kargheit und Entsagung. Vielleicht lässt Sie jedoch die geschmackvolle Einrichtung andächtig werden, während die hervorragende Küche den Wunsch wecken könnte, ein wenig niederzuknien.

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Eigentlich nicht reproduzierbar:
der berühmte Kuss von Gustav Klimt

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Hundertwasser-Fassade
des Kunst Haus Wien
© Harald Kother

3. Tag: Klimts Kuss, Hundertwasser
Am Morgen werden wir zunächst das Obere Belvedere aufsuchen. Hier hängt "Der Kuss" – eines der meistreproduzierten Werk der Kunstgeschichte. Doch keine dieser Reproduktion kann dem Original gerecht werden. Das Werk verströmt eine geradezu sinnlich-mystische Atmosphäre. Das Format ist lebensgroß – und die abgebildeten Personen nehmen nur einen Bruchteil der Bildfläche ein. Die Farben – insbesondere die Goldtöne – wirken im Original weitaus dezenter. Das Paar scheint sich in der ornamentalen Struktur des Bildes zu verlieren. Der Hauch von Erotik, den das Werk verströmt, wirkt fragil und zerbrechlich. Es lohnt sich, mehr als einen Moment vor diesem grandiosen Original zu verharren.
Im Anschluss steht das Hundertwasser Museum auf dem Programm. Friedensreich Hundertwasser beschäftigte sich wie Gustav Klimt ausgiebig mit ornamentalen Elementen – und schreckte ebenfalls nicht vor glänzenden, gold- und silberfarbenen Elementen zurück. Vor allem in seinen grafischen Arbeiten, die im Kunst Haus Wien zu sehen sind, wird die Verbindung zu den Secessions-Künstlern offensichtlich.
Berühmt wurde Hundertwasser jedoch insbesondere durch sein architektonisches Werk - und den Widerstand gegen die nackten und rechteckigen Wände der Moderne. Mit dem "Verschimmelungsmanifest gegen den Rationalismus in der Architektur", den "Nacktreden für das Anrecht auf die dritte Haut" sowie der Rede „Los von Loos" (gemeint ist das Architektur-Konzept von Adolf Loos) sorgte Hundertwasser – nicht anders als die Aktionskünstler – im prüden und konservativen Wien der Nachkriegszeit für diverse Eklats.
Danach beschäftigen wir uns noch etwas mit der Architektur der Jahrhundertwende: Die bereits erwähnten Otto Wagner und Adolf Loos sind hier zu nennen. Ihre Werke sind über die Stadt verteilt. Am Abend laden wir Sie zu einem Aperitif in der von Loos gestalteten American Bar ein.

WIENER DEKADENZ: JUGENDSTIL, EAT-ART & AKTIONISMUS
Der Friedrichshof zeigt auch
Wechselausstellungen, hier:
Denisa Lehocká 2013
© 2013 Sammlung Friedrichshof, Zurndorf
Foto Sofia Goscinski


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Das O.M.Theater in Aktion
© Nitsch Foundation / David Baltzer


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Hermann Nitsch, 2009
© Wikipedia / Harald Peki
Lizenz: CC-by-sa 3.0/de

4. Tag: Hermann Nitsch, Daniel Spoerri, Otto Muehl
Nach dem Frühstück Fahrt nach Mistelbach, zum Hermann Nitsch-Museum, das sich dem Werk des Erfinders des "Orgien-Mysterien-Theaters" widmet. Bei dem skurrilen Schauspiel sollen unter Einbeziehung aller Kunstformen die Sinne der Teilnehmer schrittweise bis aufs Äußerste angespannt werden, um beim Höhepunkt die Erkenntnis des Lebensprozesses an sich möglich zu machen.
Zeitgleich begründete Nitsch gemeinsam mit Otto Muehl und Adolf Frohner den Wiener Aktionismus. Die erste Aktion war "Die Blutorgel", zu der ein gemeinsames Manifest veröffentlicht wurde. Laut Nitsch sollen seine Aktionen und Bilder zunächst Ekel und Abscheu, dann jedoch Katharsis bewirken. Von christlich geprägten Betrachtern und zahlreichen Kritikern wurden und werden seine Aktionen und Werke als Blasphemie wahrgenommen. In der Öffentlichkeit führten sie regelmäßig zu Skandalen.
Anschließend geht es in die Wachau, nach Hadersdorf am Kamp. Der Ort ist mit seinen Barock- und Renaissance-Fassaden ein Schmuckstück. Hier hat Daniel Spoerri zwei Gebäude als Ausstellungsorte neu belebt: Ein ehemaliges Kloster wurde zum Kunst-Staulager "AB ART", das Arbeiten von Daniel Spoerri beherbergt. Und ein verlassenes Stummfilmkino dient(e) als "Esslokal". Dessen Pächter hatten sich mit Spoerris Konzept der Eat Art beschäftigt und bereiteten passende Speisen zu. Aktuell wird jedoch ein neuer Pächter gesucht und das Lokal ist geschlossen.
Sollte bis zum Reisetermin kein neuer Pächter gefunden sein, speisen wir in einem der hervorragenden Gasthöfe der Region. Ansonsten wollen wir natürlich das Mittagsmahl im Eat-Art-Lokal einnehmen. Anschließend Führung durch die aktuelle Spoerri-Ausstellung.
Am Nachmittag Weiterfahrt ins Burgenland, nach Zurndorf. Hier befindet sich der Friedrichshof, der 1972 von einer Kommune rund um den Aktionisten Otto Muehl erworben wurde. Diese Kommune begründete ein alternatives Gesellschafts- und Lebensmodell. Die zum Teil heruntergekommenen Gebäude wurden renoviert. Neue Gebäude kamen hinzu. Nach diversen Differenzen löste sich die Kommune auf. Heute wird das Areal, zu dem auch ein Hotel, ein Landgasthof, ein Gesundheits- sowie Seminarzentrum zählen, genossenschaftlich verwaltet. Zentraler Bestandteil ist das Museum mit der Sammlung Friedrichshof, das zentrale Werke von Günter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch, Rudolf Schwarzkogler und Alfons Schilling zeigt und damit einen grundlegenden Einblick in die Entwicklungsgeschichte des Wiener Aktionismus gibt.
Am Abend Schlemmermenü im Hotel.

5. Tag: Sammlung Friedrichshof, Abreise
Nach dem Frühstück Führung durch die Sammlung Friedrichshof. Im Anschluss Rückfahrt nach Wien. Wir bringen Sie direkt zum Flughafen / Hauptbahnhof.



 

Reisetermine und Preise pro Person


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Weitere Informationen

 

  • Preise pro Person im Doppelzimmer
  • Einzelzimmerzuschlag: 70 Euro
  • Teilnehmerzahl: min. 6 / max. 14 Personen
    (Bei Unterschreiten der Mindestteilnehmerzahl kann der Reiseveranstalter bis 30 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. >> ARB des Reiseveranstalters)

    Im Reisepreis enthaltene Leistungen
  • Bahnanreise 1. Kl. von jedem Bahnhof in Deutschland
  • 4x Übernachtung mit Frühstück in den genannten Hotels
  • Mahlzeiten wie im Programm genannt
  • alle Eintrittsgelder gemäß Programm
  • Transfers in Wien mit öffentlichen Verkehrsmitteln, außerhalb Wiens im Kleinbus/Taxi
  • Reiseleitung durch einen Kenner/Insider der Wiener Kunstszene

    Nicht enthaltene Leistungen
  • Fakultativ: Fluganreise, Aufpreis inkl. CO2-Ausgleich (atmosfair) ab 100 €
  • Reiseversicherung. Wir empfehlen eine Reiserücktritt-, -abbruch-, und -krankenversicherung und unterbreiten Ihnen dazu unverbindlich ein Angebot

    >> Allgemeine Reisebedingungen zu dieser Reise

 

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