1. Tag: Anreise – Fondazione Nicola Trussardi – Galerie Ropac
Am Morgen fliegen wir von Berlin (Abflug 10:55 Uhr) mit easyJet direkt nach Mailand, wo wir gegen 12:40 Uhr ankommen werden.
Nach einem stärkenden Mittagsimbiss in der Nähe des Hotels ist unser erstes Ziel die Fondazione Nicola Trussardi, eine 1996 in Mailand gegründete gemeinnützige Stiftung für zeitgenössische Kunst. Sie versteht sich als Produktionsplattform für Kunst im öffentlichen Raum. Durch temporäre Ausstellungen in historischen Gebäuden verbindet sie zeitgenössische Kunst mit urbaner Identität.
Eine kurze Fahrt mit der Metro – oder bei passendem Wetter ein Spaziergang – bringt uns zur Galerie Thaddaeus Ropac. Neben den Standorten in London, Paris, Salzburg und Seoul, wurde die Mailänder Dependance erst im Herbst 2025 eröffnet. Die Galerie befindet sich im Palazzo Belgioioso, einem der architektonischen Schätze Mailands in der Nähe des Teatro alla Scala und erstreckt sich über zwei großzügige Räume auf 280 Quadratmetern im ersten Stock des historischen Gebäudes. Die Ausstellungsräume reichen über den Palazzo hinaus bis zur Piazza Belgioioso, auf dem die Galerie Skulpturen präsentiert.
Nach dem exklusiven Empfang und einer Führung durch die Galerie geht es zum gemeinsamen Abendessen in einem ausgesuchten Restaurant.
2. Tag: Villa e Collezione Panza – Pirelli Hangar Bicocca
Nach dem Frühstück fahren wir mit einem Reisebus in die nordwestliche Lombardei. In den Hügeln oberhalb der „Gartenstadt“ Varese befindet sich die Villa Panza.
Die Villa aus dem 18. Jahrhundert – umgeben von einem herrlichen italienischen Garten – beherbergt mit der Collezione Panza eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst, ergänzt durch regelmäßig stattfindende internationale Ausstellungen. Ein einzigartiger und unerwarteter Ort nicht nur für Kunstliebhaber.
Während der Mittagspause setzen wir den Genuss kulinarisch fort und lassen uns im Anschluss nach Mailand zurückfahren.
Zum Abschluss des Tages besuchen wir das Pirelli Hangar Bicocca.
In einer ehemaligen Lokomotivenfabrik erstreckt sich über 15.000 qm einer der größten einstöckigen Ausstellungsräume Europas. Einige Bereiche werden für Wechselausstellungen genutzt, andere beherbergen Dauerausstellungen, wie z.B. „Die sieben himmlischen Paläste 2004-2015” von Anselm Kiefer. Diese monumentale Installation mit sieben Türmen aus Stahlbeton ist zu einem der bekanntesten Werke Mailands geworden.
Der weitere Abend steht zur freien Verfügung
3. Tag: Architektur – Villa Necchi Campiglio – Fondazione Prada
Der heutige Vormittag ist ganz der aktuellen Architektur in Mailand gewidmet. Mailand – unangefochten die ökonomische Hauptstadt Itali-ens – ist eine ausgesprochen dynamische Stadt. Und so wundert es nicht, dass genau hier in den vergangenen Jahren neue städtebauliche Impulse entwickelt wurden.
Während der 4-stündigen Tour mit einem Architekten / einer Architektin lernen wir die bedeutendsten Gebäude der letzten 10 Jahre kennen. Dazu zählt neben den Projekten Fondazione Feltrinelli (Herzog & De Meuron) und City Life (Zaha Hadid) der weltweit beachtete Bosco Verticale, was wörtlich übersetzt „senkrechter Wald“ bedeutet. Bei diesem „Wald“ handelt es sich um die Zwillingstürme eines Hochhauskomplexes, die von allen Seiten begrünt sind. Etwa 900 Bäume sowie mehr als 2000 weitere Pflanzen wurden auf den Terrassen und Balkonen an den Fassaden der Gebäude gepflanzt – und somit handelt es sich tatsächlich um eine grüne Oase innerhalb der Stadt, verwirklicht durch das italienische Architekturbüro Boeri Studio.
Von den großen Architektur- und Stadtenwicklungsprojekten geht es nach der Mittagspause zur Villa Necchi Campiglio, die abgeschieden im Herzen eines eleganten, ruhigen Viertels im Zentrum von Mailand liegt. Sie wurde in den frühen 1930er Jahren vom Architekten Piero Portaluppi im Auftrag der Schwestern Nedda und Gigina Necchi und Giginas Ehemann Angelo Campiglio entworfen, die die kultivierte lombardische Oberschicht verkörperten. Die Pracht der Art-déco-Möbel, der Alltagsgegenstände und der bedeutenden Kunstwerke wurde kürzlich durch das Vermächtnis der Sammlungen de' Micheli und Gian Ferrari bereichert, die Werke von so bedeutenden Namen wie Tiepolo, Canaletto, Sironi, De Chirico, Martini und Wildt enthalten.
Letztes Ziel des Tages ist der Mailänder Standort der Fondazione Prada. Die Ausstellungsräume für zeitgenössische Kunst befinden sich in einer ehemaligen Brennerei aus den 1910er Jahren, die vom Architekturbüro OMA unter der Leitung von Rem Koolhaas umgebaut und erweitert wurden. Unter anderem ist das ortsspezifische Projekt „Over, under and in between“ der Künstlerin Mona Hatoum zu sehen, welches für die Fondazione Prada in Mailand konzipiert wurde und die Turbulenzen unserer Zeit und die Unsicherheit unserer Existenz reflektiert. Abendessen in einem ausgesuchten Restaurant.
4. Tag (So. 27.09.): Pinacoteca di Brera – Bagatti Valsecchi – Heimreise
Nach dem Frühstück besuchen wir die Pinacoteca di Brera. Offiziell im Jahr 1809 von Maria Theresia von Österreich direkt neben der Akademie der Künste gegründet, sollte die Pinacoteca di Brera den Studenten die Möglichkeit bieten, erhabene Meisterwerke der Kunst aus nächster Nähe zu studieren.
In Brera wurden die wichtigsten Kunstwerke aus allen von den französischen Armeen eroberten Gebieten untergebracht. Im Gegensatz zu anderen bedeutenden Museen in Italien, wie beispielsweise den Uffizien, entstand Brera also nicht als private Sammlung eines Adligen, sondern als Ergebnis einer bewussten politischen Entscheidung.
Nur einen kurzen Fußweg entfernt befindet sich das Museo Bagatti Valsecchi. Dieses Hausmuseum ist aus einer außergewöhnlichen Sammlung aus dem späten 19. Jahrhundert hervorgegangen, deren Protagonisten zwei Brüder waren: die Barone Fausto und Giuseppe Bagatti Valsecchi.
Seit den 1880er Jahren widmeten sie sich der Renovierung des Familienhauses im Herzen Mailands. Gleichzeitig begannen sie, Gemälde und Artefakte aus dem 15. und 16. Jahrhundert zu sammeln, um sie in ihrem Haus auszustellen und ein Design zu schaffen, das von den lombardischen Villen des 15. Jahrhunderts inspiriert war.
Im Jahr 1994 wurde das Bagatti Valsecchi Museum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist bis heute eines der am besten erhaltenen Hausmuseen Europas und einer der bedeutendsten Ausdrucksformen des Mailänder Designs.
Im Anschluss bleibt Zeit für ein individuelles Mittagessen, bevor um 15 Uhr der Transfer vom Hotel zum Flughafen beginnt.
Abflug in Mailand ist 16:55 Uhr – Ankunft in Berlin 18:35 Uhr.
- Änderungen im Reiseablauf vorbehalten -