1. Tag (Mi. 06.10.2027): Anreise nach Feldkirch – Abendessen
Individuelle Anreise nach Feldkirch und Hotelbezug im Night Inn Hotel direkt am Bahnhof Feldkirch.
Erstes Kennenlernen beim gemeinsamen Abendessen.
2. Tag (Do. 07.10.2027): Stadtführung Feldkirch – Kunstsammlungen Vaduz – Lichtstadt I
Während einer Stadtführung tauchen wir in die Geschichte Feldkirchs ein. Durch die strategisch günstige Lage an zwei wichtigen Handelsrouten galt die Stadt schon im Mittelalter als sehr wohlhabend und konnte sich bereits im 14 Jahrhundert eine Lateinschule leisten. Auch heutzutage zeigt sich das Selbstbewußtsein in der Stadt durch die Zahl der Handwerksbetriebe und Geschäfte lokaler Produktion.
Im Anschluss führt uns ein Ausflug ins benachbarte Liechtenstein, wo wir nach einer 30-minütigen Busfahrt in Vaduz die Kunstsammlungen im Kunstmuseum Liechtenstein und der angeschlossenen HILTI Art Foundation besuchen. Entworfen vom renommierten Architektenteam Meinrad Morger & Heinrich Degelo mit Christian Kerez wurde es im November 2000 eröffnet.
Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Feldkirch und gemeinsames Abendessen.
Gut gestärkt lassen wir uns nun viel Zeit für die Lichtkunst-Installationen des Festivals Lichtstadt Feldkirch.
3. Tag (Fr. 08.10.2027): Angelika Kauffmann – Bregenz – Lichtstadt II
Tagsüber widmen wir uns zunächst einer großartigen Künstlerin des Klassizismus: Angelika Kauffmann. Geboren im nahen Chur, das damals habsburgisch war, eroberte sie die Kunstwelt. Sie lebte und arbeitete in Mailand, Rom und London – und wurde dort in die Royal Academy aufgenommen. Ein Teil ihrer Jugendjahre verbrachte sie in Schwarzenberg im Bregenzerwald, oberhalb von Bregenz.
Fahrt mit der S-Bahn bis Dornbirn und Weiterfahrt mit dem Landbus bis Schwarzenberg Maien-Freien. Dann kurzer Fußweg zum Museum, das sich in einem prachtvollen, historischen Bauernhaus befindet. Nach der Führung durch die aktuelle Ausstellung nehmen wir uns noch Zeit für die Pfarrkirche des Ortes, wo sich ein Altarbild der Meisterin befindet.
Mittagspause in Schwarzenberg. Vom Dorfplatz dann Weiterfahrt mit dem Bus nach Bregenz, wo uns das vom Architekten Peter Zumthor entworfende Kunsthaus mit einer Führung durch die aktuelle Ausstellung erwartet.
Kaffeepause und Rückfahrt nach Feldkirch mit der Bahn.
Am Abend widmen wir uns nochmals der Lichtkunst in Feldkirch.
4. Tag (Sa. 09.10.2027): Muzeum Susch – Schloss Tarasp – Skyspace Lech
Fahrt mit einem Kleinbus ins Engadin. In jenem Teil der Schweiz, in dem bis heute rätoromanisch die Muttersprache fast aller Bewohner ist, hat sich in den vergangenen Jahren eine hochkarätige Kunst- und Museumslandschaft etabliert.
Zunächst geht es entlang des Rheins talaufwärts, dann hinein in den östlichen Teil Graubündens. Um Ihnen viele Kilometer kurvenreicher Straßen zu ersparen, nutzen wir den Autoverladezug der Rhätischen Bahn. Nach etwa einer Viertelstunde mit flotter Durchfahrt des Vereinatunnels erreichen wir das obere Inntal, in dem sich das Engadin befindet.
Unsere erste Station ist das erst 2019 eröffnete Muzeum Susch. Die Polin Grażyna Kulczyk verwandelte im gleichnamigen Ort ein mittelalterliches Kloster in ein Zentrum für zeitgenössische Kunst. Die Kunstsammlerin und Mäzenin legt hierbei besonderen Wert auf Positionen von Künstlerinnen – aber nicht ausschließlich. Wir nehmen uns bei der Führung Zeit für die Sammlung und die besondere Architektur des Museums, die Teils in den Fels gebaut ist - und schlendern im Anschluss noch kurz durch den Ort.
Danach kurzer Weiterfahrt talabwärts auf die andere Seite des Inns, der hier noch ein kleiner, aber munter vor sich hin sprudelnder Gebirgsbach ist, erreichen wir das Schloss Tarasp.
Der atemberaubende Ausblick ins weite Engadiner Tal entschädigt für den teils steilen Aufstieg vom Parkplatz zur Burg. Die Anlage wurde 2016 vom international erfolgreichen Künstler Not Vital übernommen, der aus demselben Tal stammt. Während einer Führung durch die Burg erfahren wir einiges über die Geschichte des Ortes, den Künstler und seine Sammlung, die hier überall zugegen ist.
Nach einer Mittagspause im gemütlichen Schlosscafé "Schleppun" genießen wir die Fahrt durch das landschaftlich beeindruckende Inntal hinab Richtung Arlberg.
In Lech am Arlberg werden wir dann zum Höhepunkt – im wahrsten Sinne des Wortes – des heutigen Tages schreiten: dem Skyspace von James Turrell inmitten des Arlberg-Massivs. Oberhalb von Lech steht einer dieser berühmten Skyspaces des amerikanischen Lichtkünstlers, die eine Besonderheit im Oeuvre Turrells darstellen: Sie sind auf natürliches und auf künstliches Licht gleichermaßen angewiesen. Es handelt sich um nach oben hin offene Räume, die ihre Wirkung durch die Gleichzeitigkeit von Farblicht und Tageslicht erzielen. Das vom Künstler angestrebte ästhetische Erlebnis vollzieht sich nur während der Dämmerung. Dann werden Wände und Decke in farblich wechselndes Licht getaucht. Das Auge verliert die Orientierung - und der Himmel wird durch die Öffnung in der Decke als Teil des Raumes empfunden.
Im Anschluss Abendessen in Lech und Rückfahrt ins Hotel.
5. Tag (So. 10.10.2027): Heimreise
Sie verlassen den Vorarlberg mit der Bahn oder bleiben einfach noch etwas länger