Wanderstudienreise Stuttgart

Von der Staatsgalerie hinauf zum Fernsehturm, von der Grabkapelle quer durch die Weinberge, vom Schloss Solitude zum Monte Scherbelino

Wie kaum eine Stadt liegt Stuttgart eingebettet in Weinberge und bewaldete Höhenzüge. Die Kulturschätze der Stadt erschließen sich daher am besten zu Fuß.

Viele herausragende Kulturdenkmäler und Sehenswürdigkeiten Stuttgarts befinden sich nicht im Zentrum, sondern auf umliegenden Hügeln oder in nahen Tälern. Denen nähert man sich am besten Im Rahmen von leichten Wanderungen bzw. ausgedehnten Stadtspaziergängen jenseits des urbanen Zentrums.

Selbstverständlich kommen bei dieser Reise aber auch die kulturellen Höhepunkte im Zentrum nicht zu kurz. Das Kunstmuseum Stuttgart, u.a. mit einer der größten Otto Dix-Sammlungen weltweit, sowie die Staatsgalerie, eine Ikone der postmodernen Architektur, stehen auf dem Programm – genauso wie ein Rundgang durch das historische Ensemble rund um den Schlossplatz. Schließlich verfügt Stuttgart sowohl über das Alte Schloss im Renaissance-Stil, als auch das Neue Schloss aus dem Barock. Hinzu kommen klassizistische Prachtbauten, insbesondere der Königsbau in direkter Nachbarschaft zum Glaskubus des Kunstmuseums.

Mitten in den Weinbergen
Außerhalb des Zentrums erwarten Sie dann weitere Höhepunkte, aber auch diverse Kleinode. Herausragend – und das im wahrsten Sinne des Wortes – ist die Grabkapelle auf dem Württemberg im Stuttgarter Stadtteil Rotenberg. Von der Grabkapelle inmitten der Weinberge ist es nur ein kurzer Spaziergang zum Stuttgarter Weinbaumuseum im Stadtteil Uhlbach. In einer historischen Kelter erzählt es die Geschichte des Weinbaus in der Region.
Ebenfalls auf dem Programm steht ein Abstecher ins nahe Esslingen, bis 1803 als Reichsstadt unabhängig. Sie lernen die historische überbaute Brücke, die Altstadt mit ihren prächtigen Fachwerkhäusern sowie die begehbare Stadtmauer, die sich am Weinberg hochzieht, kennen.

Hinzu kommt der Stuttgarter Fernsehturm als ingenieurstechnischer Geniestreich, das im Grünen liegende Schloss Solitude, ein Meisterwerk der Rokoko-Architektur, sowie die Weißenhof-Siedlung, wo sich 1927 die Crème de la Crème der modernen Architektur ausprobieren durften.

Wie die „Stäffelesrutscher“...
Immer wieder werden Ihnen dabei die für Stuttgart so typischen „Stäffeles“ begegnen: jene Treppenanlagen, dank derer man auf kürzestem Weg von den Höhenlagen der Stadt hinunter ins Zentrum und wieder zurück gelangt. Denn auch wenn die Wege in und um Stuttgart kurz sind, muss man oft genug manche Höhenmeter überwinden…

Besonderheiten dieser Reise

  • Aperitif im Teehaus im Weißenburgpark
  • gemütliche Wanderungen durch Weinberge & Co.
  • Staatsgalerie und Kunstmuseum inklusive
  • Rundgang durch Weißenhof-Siedlung und Haus Le Corbusier
  • Großstadt einmal ganz anders erleben

1. Tag (Do. 01.09.): Anreise, Stäffelestour, Teehaus und Fernsehturm
Nach der Anreise am Nachmittag Treffen in der Hotellobby. Die erste Wanderetappe führt mitten durch Neue Staatsgalerie des britischen Architekten Sir James Stirling - wenn auch heute nur von außen. Denn auch dieses Gebäude, das als Ikone der postmodernen Architektur gilt, liegt am Hang. Und ein öffentlicher Fußweg führt quer durch die Architektur den Berg hinauf.
Dahinter schließen sich die ersten Stäffeles an, bis wir schließlich die so genannte Halbhöhenlage erreicht haben - in Stuttgart ein Synonym für die besten Viertel. Wir spazieren am Talrand entlang, bis wir schließlich das Teehaus im Weißenburgpark erreichen. Dieses charmante Ausflugslokal, als spätklassizistisches Schatzkästchen auf einer ehemaligen Burg errichtet, bietet sich für eine Kaffeepause oder einen frühen Aperitif an.
Im Anschluss geht es weiter hinauf durch den Wald zum Fernsehturm. Wer möchte, kann auch diese Etappe noch laufen. Für die anderen fährt die Stadtbahn. Der Fernsehturm ist aus Architekten- und Ingenieurssicht gleichermaßen ein Geniestreich. Fritz Leonhardts Entwurf mit dem Korb auf der sich nach oben verjüngenden Betonstele gilt weltweit als Prototyp des Fernsehturms an sich. Bei gutem Wetter hat man von der Aussichtsplattform einen erstklassigen Blick nicht nur über die Stadt, sondern bis hinein in den Schwarzwald und zur Schwäbischen Alb.
Anschließend Rückfahrt in die Stadt und gemeinsames Abendessen mit guter schwäbischer Küche.

2. Tag (Fr. 02.09.): Staatsgalerie, Grabkapelle, Esslingen
Heute vormittag schauen wir uns in Ruhe die Staatsgalerie von innen kennen. Bei einer Überblicksführung lernen Sie die Sammlung der Moderne kennen - von Picasso über das berühmte triadische Ballett von Oskar Schlemmer bis hin zur großformatigen Farbfeldmalerei von Barnett Newman und Mark Rothko.
Im Anschluss Fahrt mit Bus & Bahn in den Stadtteil Rotenberg. Hier, inmitten der Weinberge, stand einst die Stammburg des schwäbischen Herrschergeschlechts. Anfang des 19. Jahrhunderts war davon jedoch nur noch eine Ruine übrig. Dennoch verliebte sich die württembergische Königin Katharina, Großfürstin von Russland und Tochter des Zaren Paul, in diesen Ort – und wünschte sich hier ihre letzte Ruhestätte. Tatsächlich wurde diese infolge des sehr frühen und plötzlichen Todes der Königin viel früher als erwartet gebraucht. Der Witwer, König Wilhelm I. von Württemberg, ließ die Ruine schleifen und am selben Ort ein Mausoleum im klassizistischen Stil errichten – mit starken Anlehnungen an die palladianische Villa Rotonda in Vicenza. Im Inneren ist die Grabkapelle allerdings als russisch-orthodoxe Kirche konzipiert. Denn die Zarenfamilie hatte für die Eheschließung die Bedingung gestellt, dass Katharina jederzeit ihren Glauben praktizieren kann – und entsprechend beerdigt werden muss. Neben Katharina Pawlowna liegen hier König Wilhelm I. sowie die gemeinsame Tochter Marie Friederike Charlotte von Württemberg.
Nach dem Rundgang geht es zu Fuß bergab in den nahen Stadtteil Uhlbach. In einer historischen Weinkelter befindet sich dort das Weinbaumuseum. Neben den Ausstellungsgegenständen, die die Geschichte des Weinbaus aufzeigen, dürfte nicht zuletzt die Museumsschänke von Interesse sein. Dort werden ausgewählte Tropfen von lokalen Winzern zu sehr fairen Preisen angeboten. Gelegenheit zur Mittagspause.
Weiter geht es dann zu Fuß quer durch die hügelige, von kleinen Gärten und Waldstücken geprägte Landschaft in die ehemals reichsunmittelbare Stadt Esslingen.
Bis 1803 war Esslingen nur dem Kaiser unterstellt und keinem Landesfürsten unterstellt. Wie in den meisten dieser umgangssprachlich als "freie Reichsstädte" bezeichneten Orte florierten auch hier Handel und Handwerk. Das sieht man der Stadt heute noch an, präsentiert sie doch stolz ihre Fachwerkfassaden, die bebaute Neckarbrücke und die massive, nach wie vor begehbare Stadtmauer, die die besten Lagen eines Weinbergs umschließt. Nach dem Stadtrundgang Abendessen in einem gemültichen Restaurant in der Altstadt. Dann Rückfahrt mit der S-Bahn in die Nachbarstadt Stuttgart.

3. Tag (Sa. 03.09.): Kunstmuseum, Schloss Solitude, Monte Scherbelino
Am Vormittag bringt Ihnen Ihr Reiseleiter die Höhepunkte der Sammlung des Kunstmuseums Stuttgart näher. Dazu zählt insbesondere der weltweit umfassendste Bestand an Arbeiten von Otto Dix. Unter anderem der berühmte Tryptichon "Großstadt" befindet sich hier.
Das Kunstmuseum befindet sich direkt am Schlossplatz, der u.a. vom Renaissance-Bau des Alten Schlosses, der Barockanlage des Neuen Schlosses sowie dem spätklassizistischen Königsbau eingerahmt wird. Nach dem Rundgang auf dem Platz Gelegenheit zur Mittagspause.
Anschließend Fahrt mit dem Stadtbus hinauf zum Schloss Solitude. Dieses einsam auf einem Bergrücken gelegene Schlösschen gehört zum Feinsten, was die Rokoko-Architektur im Südwesten Deutschlands zu bieten hat. Der lebenslustige Herzog Carl Eugen von Württemberg ließ sich hier ein wahres Schatzkästchen bauen. Vor dem Schloss fällt der Hang steil ab, so dass sich ein erstklassiger Blick in nördlicher Richtung bietet – auf die Stadtteile Weilimdorf, Stammheim und schließlich Ludwigsburg mit seinen Schlossanlagen. Und unmittelbar hinter dem Schloss beginnt ein mehrere Quadratkilometer großes Waldgebiet, das einst hervorragende Bedingungen für die fürstliche Jagd bot – und heute als Wildreservat dient.
Nach der Schlossführung geht es zurück in Richtung Innenstadt, wobei wir an einem der markantesten Punkte der Stadt einen Zwischenstopp einlegen: dem Birkenkopf, den die Stuttgart oft auch Monte Scherbelino nennen. Dieser Berg wuchs zwischen 1953 und 1957 um rund 40 Meter. Denn auf seiner Anhöhe wurden über 1,5 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt aus dem Zweiten Weltkrieg abgelagert. Beim Erklimmen des Gipfels sind die Trümmer nicht zu übersehen. Die Bergspitze wird von einem großen Kreuz markiert, das nicht nur als Gipfelkreuz fungiert, sondern vor allem als Mahnmal.
Den restlichen Weg des Tages legen wir erneut zu Fuß zurück. Vom Monte Scherbelino geht es gemächlich bergab, bis wir schließlich den Biergarten auf der Karlshöhe erreichen. Gemeinsames Abendessen.

4. Tag (So. 04.09.): Weißenhof-Siedlung, Heimreise
Auf einer weiteren Höhenlage rund um den Talkessel entstand in den 1920er-Jahren die Weißenhof-Siedlung. Die Siedlung geht zurück auf die bahnbrechende Ausstellung „Die Wohnung“ des Deutschen Werkbunds. U.a. Peter Behrens, Le Corbusier, Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe, Hans Scharoun errichteten richtungsweisende Gebäude, teilweise unter Verwendung experimenteller Materialien.
Die Siedlung – in weiten Teilen erhalten und nach wie vor bewohnt – gleicht einem Freilicht-Museum der Moderne. Das Haus Le Corbusier ist als Museum eingerichtet und kann besichtigt werden. Bei einem geführten Rundgang lernen Sie das kompakte Areal sowie die Museumswohnung kennen.

Im Anschluss Rückfahrt in die Innenstadt mit der Stadtbahn. Heimreise.


Teilnehmerzahl: min. 9 / max. 16 Personen
Bei Unterschreiten der Mindestteilnehmerzahl kann der Reiseveranstalter bis 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten.

Nach Buchungsabschluss ist eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent des Reisepreises zu leisten. Der Restbetrag wird 28 Tage vor Reisebeginn fällig.

Klicken Sie auf einen Termin um die Zimmer und Preise zu sehen.

Zimmer Preis Bemerkung
Einzelzimmer 915 €
Doppelzimmer 795 €

Verbindliche Buchung
  • 3x Übernachtung mit Frühstück in Stuttgart
  • 3x Abendessen (ohne Getränke) in ausgewählten, regionaltypischen Restaurants
  • ÖPNV-Ticket für alle Tage
  • Eintritt und Führung: Staatsgalerie Stuttgart
  • Eintritt und Führung: Grabkapelle Rotenberg
  • Eintritt und Führung: Schloss Solitude

  • Eintritt und Führung: Weißenhof-Siedlung
  • Eintritt und Führung: Kunstmuseum Stuttgart
  • Eintritt: Weinbaumuseum
  • Eintritt: Fernsehturm
  • Stadtführung in Esslingen
  • geführte Stadtspaziergänge/Wanderungen in und um Stuttgart
  • Kulturtours-Reiseleitung
  • Anreise: wir buchen gerne die Bahnfahrt
  • Reiseschutz: wir empfehlen eine Reiserücktrittversicherung und machen ein unverbindliches Angebot


Diese Reise ist grundsätzlich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Sollten Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sein, nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir klären dann individuell, inwiefern eine Teilnahme für Sie an dieser Reise möglich ist. ARB des Reiseveranstalters als PDF

Darauf können Sie sich besonders freuen

Teehaus im Weißenburgpark Teehaus im Weißenburgpark © Harald Kother

Stäffeles-Tour zum Teehaus im Weißenburgpark

Das kreisrunde, spätklassizistische Gebäude steht dort, wo sich einst die Weißenburg befand - eine jener sieben Burgen, die im Mittelalter den Stuttgarter Talkessel einrahmten. Da die Burgherren von dort den Handelsweg von Baden nach Esslingen belauerten, um Steuern zu erheben, griffen die Esslinger eines Tages im 13. Jahrhundert zu den Waffen - und schleiften die Burg. Seitdem wuchs über diesem romantischen Ort viel Gras - bis ihn der Fabrikant Sieglin Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte. Er ließ dort - als Geschenk an seine Frau - das Teehaus errichten, damit sie sich dort mit ihren Freundinnen zum Kaffeekränzchen treffen konnte.
Für eigene Zwecke gab Herr Sieglin einen Tennisplatz in Auftrag. Da das Gelände sehr hügelig ist, musste der Platz von unten gestützt werden. Doch statt einer einfachen statischen Stützkonstruktion entschied man sich dafür, unter dem Platz einen Festsaal zu errichten. Seit 1956 ist das Anwesen im Besitz der Stadt - und wurde nach Renovierung für die Allgemeinheit zugänglich.

Schloss Solitude Schloss Solitude © Harke, CC BY-SA 3.0,

Schloss Solitude

Dieses Jagd- und Lustschloss liegt traumhaft auf einem Bergrücken von Stuttgart. Ein steiler Abhang vor dem Rokoko-Juwel bietet freie Sicht hinunter auf die Stadtteile Weilimdorf und Stammheim sowie die einstige Residenzstadt Ludwigsburg. Sensationell ist der Erhaltungszustand dieses Schlosses. Über die Jahrhunderte wurde es praktisch nicht verändert. Decken, Böden, Wände sind somit auch heute noch durchgängig mit reichem Ornamentschmuck verziert: Figuren, Blumenranken, Muscheln... Gleiches gilt für das Deckengemälde, weite Teile des Mobiliars und die kostbaren, in den Fußboden eingearbeiteten Intarsien.

Esslingen Esslingen © Harald Kother

Alte Reichsstadt Esslingen

Esslingen zählt mit seiner mittlelalterlichen Altstadt, den Fachwerkhäusern, der überbauten Brücke und der Stadtmauer, die sich den Weinberg hinauf zieht, zu den herausragenden Beispielen der sog. freien Reichsstädte aus der schwäbischen Städtebank. Eigentlich könnte sie damit in der selben touristischen Liga spielen wie Dinkelsbühl, Nördlingen und Rothenburg ob der Tauber. Dennoch verirren sich nur wenige Reisegruppen hierher. Vielleicht liegt es daran, dass Esslingen heute de facto ein Vorort von Stuttgart ist. Mit dem Zug sind es nur 11 Minuten bis zum Hauptbahnhof. Für uns ergibt sich dadurch jedoch die Gelegenheit, die Stadt ganz in Ruhe zu erwandern und kennen zu lernen...



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