Lichtkunst in Hildesheim & Wolfsburg – Hall Art Found.

Ausstellung „Macht! Licht!“, Festival EVI Lichtungen, Privatsammlung im Schloss Derneburg

Eine doppelte Packung Lichtkunst erwartet Sie bei dieser Reise – sowie ein Besuch in der Sammlung des Hedgefonds-Managers und Kunstliebhabers Andrew Hall.

Seit 2015 findet in Hildesheim regelmäßig das Lichtkunstfestival „EVI Lichtungen“ statt – und hat sich, dank einer gelungen, künstlerisch ambitionierten Kuratierung innerhalb kürzester Zeit zu einem der wichtigsten Lichtkunstevents in Mitteleuropa entwickelt. Im Januar 2022 findet das mittlerweile als Biennale durchgeführte Festival zum vierten Mal statt.

Zeitgleich beschäftigt sich das Kunstmuseum Wolfsburg mit der Ausstellung „Macht! Licht!“ ebenfalls mit dem Thema Licht in der Kunst. Dabei liegt der Fokus nicht auf einer historischen Überblicksschau, sondern speziell auf Arbeiten, bei denen dem Licht politische, soziale, ökologische oder wirtschaftliche Aussagen zukommen. Trotz dieser engen Fokussierung ist eine große Fülle an Arbeiten zu erwarten: mehr als 50 Künstler sollen vertreten sein – darunter Christian Boltanski, Olafur Eliasson, Damien Hirst, Stephan Huber, Mischa Kuball, Mario Merz, Maurizio Nannucci, Bruce Nauman, Timm Ulrichs, Peter Weibel…

Diese beiden Lichtkunst-Events nehmen wir zum Anlass für eine Reise in die Unesco-Welterbe-Stadt Hildesheim. Sie lernen hierbei auch den Dom mit den kulturhistorisch herausragenden Bronzetüren und der Bronzesäule des Bernward kennen – sowie den sich ebenfalls dort befindenden legendären 1000-jährigen Rosenstock. Ebenfalls auf dem Programm steht die ehemalige Benediktinerabteikirche St. Michael, ein beeindruckendes Zeugnis frühromanischer Architektur. Zudem bleibt Zeit für einen Rundgang durch die mittelalterlichen Gassen Hildesheims und einen Bummel über den Marktplatz mit dem Knochenhaueramtshaus – einem der eindrucksvollsten Fachwerkhäuser Deutschlands, wenn nicht der Welt.

Ein weiterer Höhepunkt der Reise wird ein Besuch in der Hall Art Foundation sein, die neben einem Ausstellungsraum im US-amerikanischen Vermont das Schloss Derneburg als Präsentationsort für seine Sammlung nutzt. In dem Schloss, nur wenige Kilometer südöstlich von Hildesheim gelegen, residierte bis 2006 Georg Baselitz – und nutzte die historischen Räumlichkeiten auch als Atelier und Wohnsitz. Als Baselitz auszog, griffen die Mäzene Andrew und Christine Hall begeistert zu. Am nötigen Kleingeld dafür fehlt es ihnen nicht, schließlich machte Hall beim Ölhandel an der Wall Street ein Vermögen. Die Sammlung der beiden ist ein „Who is Who“ der Nachkriegskunst – von Baselitz und Beuys über Antony Gormley, Anselm Kiefer, Keith Sonnier bis hin zu Andy Warhol, um nur ein paar Namen zu nennen…

Fr. 28.01.: Anreise, Unesco-Welterbe Hildesheim, Lichtungen
Individuelle Anreise nach Hildesheim bis zum frühen Nachmittag. Wir treffen uns gegen 15 Uhr in der Lobby des Hotels für einen ersten Stadtrundgang durch die Unesco-Welterbe-Stadt. Über den Marktplatz geht es vorbei am Knochenhaueramtshaus, das wie weitere Teile der historischen Altstadt im Bombenhagel vom 22. März 1945 zerstört wurde. Erst in den 1980er-Jahren bot sich die Gelegenheit zum originalgetreuen Wiederaufbau.
Weiter geht es zur ottonischen Kirche St. Michael und dann zum Dom, die beide zum Welterbe der Unesco gehören. Im Kreuzgang des Doms werfen wir auch einen Blick auf den 1000-jährigen Rosenstock. Einer Legende zufolge soll Kaiser Ludwig der Fromme bei einer Rast sein Kreuz abgelegt haben. Während er schlief, verwuchs sich ein blühender Rosenstrauch so mit jenem Kreuz, dass Ludwig es nicht mehr lösen konnte. Daraufhin gelobte er, an dieser Stelle eine Kapelle zu errichten – der Vorläufer des heutigen Mariendoms.
Der Rundgang endet in der Neustadt am Kehrwiederturm, einem Teil der ehemaligen Stadtbefestigung, wo der Kunstverein Hildesheim residiert. Nach einem kurzen Blick auf die aktuelle Ausstellung gemeinsames Abendessen.
Nach dem Abendessen nehmen wir uns Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang zu den einzelnen Kunstwerken der EVI Lichtungen. Hinter dem Namen EVI verbirgt sich der örtliche Energieversorger, der die Lichtkunstbiennale maßgeblich unterstützt.

Sa. 29.01.: „Macht! Licht!“ in Wolfsburg, mehr Lichtungen
Mit dem ICE dauert die Fahrt nach Wolfsburg gerade einmal 40 Minuten, so dass wir die bequeme Bahnanreise zum Ausstellungshighlight im Kunstmuseum wählen. Auf dem Weg dorthin werfen wir noch einen kurzen Blick auf das typische 60er-Jahre-Ensemble der Stadt, die nach dem Krieg für die Autoproduktion aus dem Boden gestampft wurde.
Führung durch die Sonderausstellung, dann Gelegenheit zur individuellen Vertiefung des Museumsbesuchs und Mittagspause. Am frühen Nachmittag Taxitransfer zum Kunstverein Wolfsburg, der sich etwas außerhalb und nordöstlich des VW-Werksgeländes im Schloss Wolfsburg befindet – Wasserschloss im Stil der Weserrenaissance und Namensgeber für die Stadt, die auf Hitlers Geheiß noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs geplant wurde.
Rückfahrt nach Hildesheim, gemeinsames Abendessen und erneuter Besuch bei den EVI Lichtungen.

So. 30.01.: Hall Art Foundation, Laves-Kulturpfad, Heimreise
Nach dem Frühstück Fahrt mit dem Kleinbus zum Schloss Derneburg. Dort befindet sich die deutsche Dependance der Hall Art Foundation, gegründet von Andrew und Christine Hall. Die historischen Gemäuer – vom Rittersaal über die Bibliothek bis hin zu Kreuzgang und Kapelle – sind vollgepackt mit zeitgenössischer Kunst.
Das Schloss, das einst Georg Baselitz als Atelier und Wohnstätte nutzte, ist zudem in einen englischen Landschaftsgarten eingebettet, der vom hannoveranischen Baumeister Georg Ludwig Friedrich Laves gestaltet wurde. Der Laves-Kulturpfad führt quer durch das Areal und verbindet dabei u.a. einen „griechischen“ Tempel und ein Pyramidenmausoleum.
Nach geführtem Rundgang durch Schloss und entlang des Laves-Kulturpfades Rückfahrt nach Hildesheim. Anschließend Heimreise.

Teilnehmerzahl: min. 8 / max. 16 Personen
Bei Unterschreiten der Mindestteilnehmerzahl kann der Reiseveranstalter bis 30 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten.

Nach Buchungsabschluss ist eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent des Reisepreises zu leisten - bei Konzert- und Opernreisen abweichend 50 Prozent. Der Restbetrag wird 28 Tage vor Reisebeginn fällig.

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Zimmer Preis Bemerkung
Einzelzimmer 685 €
Doppelzimmer 625 €

Verbindliche Buchung

Das Novotel Hildesheim, ein gehobenes Mittelklassehotel, befindet sich im historischen Sülte-Areal der Domstadt - fußläufig zum Hauptbahnhof. Der Name Sülte (lat. Sulza) rührt von einer Salzquelle her, die der Legende nach der Grund für die Errichtung einer Kapelle an dieser Stelle durch Bischof Godehard von Hildesheim war. Aus dieser Kapelle ging schließlich im 11. Jhdt. ein Klosterbezirk unmittelbar vor den Toren des mittelalterlichen Stadtkerns hervor.

Die heute noch erhaltene Bausubstanz stammt aus dem Jahr 1849 und wurde als Hospital für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen errichtet - eine der ersten Einrichtungen ihrer Art. Der wohl berühmt-berüchtigste Patient war der Serienmörder Fritz Haarmann, der hier in den 1890er-Jahren zeitweise untergebracht war. In den 1970er-Jahren zog die Klinik in einen Neubau am Stadtrand um, woraufhin das Gebäude im Zentrum Hildesheims zusehends verwahrloste. Immer wieder gab es Ideen und Initiativen für eine kulturelle Nutzung, von einem "Landesmuseum Schlesien" bis hin zu Proberäumen für Bands, die jedoch allesamt an politischen Querelen und ungesicherter Finanzierung scheiterten. Erst die Umwidmung des Areals in ein Tagungshotel zur Expo Hannover 2000 konnte den Verfall beenden.

Heute bietet das Novotel Hildesheim mit seiner historischen Architektur, umgeben von einem idyllischen Park, inmitten der City, unweit vom Hauptbahnhof und dem Stadtkern, einen hervorragenden Ausgangspunkt für einen Aufenthalt in der geschichtsträchtigen Stadt.

  • 2x Abendessen (ohne Getränke)
  • 2x Übernachtung mit Frühstück im Novotel Hildesheim
  • 2x Rundgang zu den EVI-Lichtungen
  • Eintritt & Führung Sonderausstellung "Macht! Licht!" im Kunstmuseum Wolfsburg
  • Eintritt & Führung Kunstverein Wolfsburg
  • Eintritt & Führung Hall Art Foundation, Schloss Derneburg
  • Eintritt & Führung Kunstverein Hildesheim im Kehrwiederturm
  • geführter Rundgang auf dem Laves-Kulturpfad
  • geführter Stadtrundgang in Hildesheim
  • Bahnfahrt Hildesheim-Wolfsburg-Hildesheim in der 2. Klasse
  • Transfers (Taxi/Kleinbus) in Wolfsburg
  • Transfer (Taxi/Kleinbus) Hildesheim-Derneburg-Hildesheim
  • Informationsskript zum Thema Lichtkunst
  • durchgängige Kulturtours-Reiseleitung

Deutschland

Die Einreise ist für österreichische Staatsangehörige mit Reisepass oder Personalausweis möglich. Das Reisedokument muss bis zum Ende der Reise gültig sein.

Schweizer Staatsangehörige wenden sich bitte an die entsprechende Landesvertretung in der Schweiz für weitere Informationen zur Einreise.


Diese Reise ist grundsätzlich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Sollten Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sein, nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir klären dann individuell, inwiefern eine Teilnahme für Sie an dieser Reise möglich ist. ARB des Reiseveranstalters als PDF
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