Freuen Sie sich auf einen Jahresausklang in kleiner Gruppe, inklusive mehrgängigem Silvesterdinner. Brüssel ist längst kein Geheimtipp mehr und liegt dennoch abseits der ganz großen Touristenströme. Zugleich bietet die Stadt eine ideale Ausgangslage für Ausflüge in die Umgebung: Nur etwa eine Stunde entfernt liegt Brügge. Die Unesco-Stadtverfügt über eines der besterhaltenen mittelalterlichen Zentren Europas. In der ruhigeren Jahreszeit eröffnet sich die Möglichkeit, die sonst stark frequentierte Stadt in entspannter Atmosphäre zu erleben.
Brügge und Antwerpen
Ebenfalls nur einen Katzensprung entfernt liegt Antwerpen. Im 15. und 16. Jahrhundert eine der größten Städte der Welt, kann Antwerpen inzwischen nicht mehr in dieser Liga mitspielen. Doch die Stadt hat auch heute noch den Flair einer Weltmetropole, kombiniert mit einer gemütlichen, nahezu familiären Überschaubarkeit. Im Barock war die Stadt eine Hochburg der Malerei und ist bis heute mit Künstlern wie Rubens, van Dyck und Jordaens eng verbunden. Den Beginn einer neuen Ära des Bauens markierte der im Rahmen der Weltausstellung 1930 errichtete Boerentoren (Bauernturm): Das im Stil des Art déco geplante Bankgebäude zählte seinerzeit mit 97 Metern zu den höchsten Hochhäusern Europas. Heute richtet sich der Blick verstärkt auf das Hafenviertel „Eilandje“, in dem sich zeitgenössische Architektur konzentriert. Besonders hervorzuheben ist das Museum aan de Stroom (MAS), dessen markantes Gebäude eine umfangreiche Sammlung zur Stadtgeschichte Antwerpens beherbergt und Teil des Programms sein wird.
Pittoreskes Gent
Der letzte Ausflug führt nach Gent. Reich an historischer Bausubstanz, steht die quirlige Universitätsstadt dem deutlich kleineren Brügge in punkto pittoresker Architektur in nichts nach: zahlreiche mittelalterliche und frühneuzeitliche Gebäude sind erhalten geblieben. Die sogenannte Dreiturmreihe „drie torens van Gent” mit dem Belfried, der St.-Bavo-Kathedrale und der St. Niklaskirche dominiert das Stadtbild. Die Leie und weitere Wasserläufe schmiegen sich um das historische Zentrum – bis hin zum Gravensteen, der mächtigen Wasserburg aus dem 10. Jahrhundert.
Aufmerksamkeit erlangte die Stadt auch durch ihre abendliche Lichtplanung: Lyon als Vorreiter folgend entwarfen Architekten und Lichtdesigner ein Konzept, bei dem warme Lichtpunkte Gent – auch außerhalb der Feiertage – stimmungsvoll und energieeffizient in Szene setzen. Ein Stadtrundgang macht daher nicht zuletzt nach Einbruch der Dunkelheit Sinn.
Auch die in Gent geborene Künstlerin Jenny Montigny, Mitglied der Künstlergruppe „Vie et Lumière“, widmete sich in ihrer Malerei dem Licht. Das Museum der Schönen Künste widmet der Neo-Impressionistin bzw. Luministin eine umfassende Retrospektive.
Die Höhepunkte im Überblick:
- Neues Kulturzentrum KANAL in Brüssel
- Werkschau des kubistischen Bildhauers Ossip Zadkine in Antwerpen
- Retrospektive der Neo-Impressionistin Jenny Montigny
- Brügge ohne Touristenmassen aus Übersee
- Gelungene Illumination und Straßenbeleuchtung in Gent
Für alle weiteren Details lesen Sie bitte den Reiseverlauf weiter unten:

Gents "Drie Torens" illuminiert
© Harald Kother
Brügge im Winter
© Marc Ryckaert (MJJR) / Wikimedia
Grand Place in Brüssel weihnachtlich illuminiert
© Harald Kother