Skulptur Projekte Münster

Münster setzt neue Maßstäbe für Kunst im öffentlichen Raum: Die sechste Ausgabe der Skulptur Projekte

Die Reise verbindet Kunstspaziergänge mit einem Besuch von Gerhard Richters Foucault’schem Pendel und dem LWL-Museum für Kunst und Kultur

Münster wird wieder zur Bühne für zeitgenössische Kunst! Zum 50-jährigen Jubiläum laden die Skulptur Projekte dazu ein, Kunst außerhalb klassischer Museumsräume zu entdecken. Seit 1977 entwickeln international renommierte Künstlerinnen und Künstler eigens für Münster konzipierte Arbeiten, die sich mit dem öffentlichen Raum, der Geschichte und dem Wandel der Stadt auseinandersetzen. Zur sechsten Ausgabe werden rund 30 Kunstschaffende ihre Projekte nicht nur in der historischen Innenstadt, sondern auch in verschiedenen Stadtteilen präsentieren. Auf unseren Kunstspaziergängen begegnen wir neuen Installationen und bekannten Werken vergangener Ausstellungen, darunter Arbeiten von Claes Oldenburg, Ilya Kabakov und weiteren Künstlern.

Doch Münster hat noch mehr zu bieten: Zwischen den charakteristischen Giebelhäusern und Arkaden des Prinzipalmarkts, dem historischen Friedenssaal und der barocken Architektur Johann Conrad Schlauns entdecken wir eine Stadt mit bewegter Geschichte. Ein besonderer Kunstort ist die Dominikanerkirche, in der Gerhard Richters Installation mit einem Foucault’schen Pendel Kunst und Naturwissenschaft verbindet. Im LWL-Museum für Kunst und Kultur erwarten uns Werke vom Mittelalter bis zur Gegenwart, darunter eine umfangreiche Sammlung des Expressionisten August Macke. Vier Tage lang bleibt ausreichend Zeit, die Kunst im Stadtraum zu erkunden und zugleich den Charme der westfälischen Stadt zu genießen.

Für wen ist diese Reise?

Diese Reise richtet sich an Menschen, die zeitgenössische Kunst im unmittelbaren Dialog mit Stadt, Architektur und Gesellschaft erleben möchten. Sie bietet sowohl Kennern der Skulptur Projekte als auch neugierigen Kunstinteressierten spannende Zugänge.

  • Liebhaber zeitgenössischer Kunst, die aktuelle künstlerische Positionen und internationale Kunstprojekte außerhalb klassischer Ausstellungsräume kennenlernen möchten.
  • Skulpturen- und Installationskunstinteressierte, die bedeutende Arbeiten vergangener Ausgaben wiederentdecken und neue Projekte der Jubiläumsausstellung erleben möchten.
  • Architektur- und Stadtgeschichtsinteressierte, die Münsters historische Altstadt, barocke Baukunst und aktuelle städtebauliche Veränderungen erkunden möchten

Warum genau diese Route?

Die Skulptur Projekte sind untrennbar mit Münster verbunden. Anders als bei einer Ausstellung in einem Museum verteilen sich die Kunstwerke über das gesamte Stadtgebiet. Ihre Standorte sind bewusst gewählt und häufig ein wesentlicher Bestandteil der künstlerischen Aussage.

Die Rundgänge führen deshalb nicht nur durch die historische Innenstadt, sondern erschließen auch andere Stadtteile, in denen sich Fragen der Stadtentwicklung und des gesellschaftlichen Zusammenlebens besonders anschaulich zeigen. So beschäftigt sich Róza El-Hassan im Wohnquartier Berg Fidel mit Erfahrungen von Migration und Vertreibung, während Iza Tarasewicz am Gut Kinderhaus das Verhältnis von Mensch, Tier und Natur untersucht. In der Innenstadt verknüpft Hew Locke seine Arbeit im historischen Krameramtshaus mit Fragen politischer Macht und kolonialer Geschichte.

Ergänzt werden die Kunstspaziergänge durch Einblicke in Münsters Architekturgeschichte, Gerhard Richters Installation in der Dominikanerkirche und den Besuch des LWL-Museums. So entsteht ein vielseitiges Bild der Stadt, in dem historische und zeitgenössische Kunst miteinander in Beziehung treten.

Was macht diese Reise besonders?

  • Kunst unter freiem Himmel: Installationen und Skulpturen, die eigens für ihre Standorte entwickelt werden.
  • Kunstgeschichte im Stadtraum: Begegnungen mit Arbeiten vergangener Ausgaben, darunter Claes Oldenburgs „Giant Pool Balls“ und Ilya Kabakovs Installation an der Münsterschen Aa.
  • Gerhard Richter in der Dominikanerkirche: Die Installation „Zwei Graue Doppelspiegel für ein Pendel“ verbindet künstlerische Reflexion mit einem physikalischen Experiment.
  • Kunst mit Muße: Mehrere geführte Rundgänge in gemütlichem Tempo, die Zeit für die Auseinandersetzung mit den Werken und der Stadt lassen.
  • Klimaschutzbeitrag inklusive: Klimaschutzbeitrag über atmosfair für die berechneten CO2e-Emissionen des Landprogramms Mehr über den Klimaschutzbeitrag erfahren.

Die Reise im Überblick

  • Reisetyp: Kultur- und Kunstreise mit Schwerpunkt Kunst im öffentlichen Raum
  • Dauer: 4 Tage
  • Reisezeit: 21.–24. Juli 2027
  • Basis: Münster, Nordrhein-Westfalen
  • Gruppe: min. 6, max. 16 Personen
  • Charakter: Kultur, Architektur
  • Aktivitätsniveau: Mehrere Spaziergänge und längere Stadtrundgänge

Reiseverlauf der Reise Skulptur Projekte Münster

1. Tag (Mi., 21.07.2027): Anreise nach Münster, gemeinsames Abendessen

Individuelle Anreise nach Münster. Gerne buchen wir Ihre Bahnfahrt zu unseren Sonderkonditionen. Am späten Nachmittag treffen wir uns in der Hotellobby und spazieren gemeinsam ins Zentrum. Bei einem Abendessen in einem Restaurant stimmen wir uns auf die kommenden Tage ein.

2. Tag (Do., 22.07.2027): Erste Entdeckungen

In aller Ruhe erkunden wir die über das Stadtgebiet verteilten Kunstwerke der Skulptur Projekte. Außerdem besuchen wir das LWL-Museum für Kunst und Kultur mit seiner umfangreichen Sammlung vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Ein Abstecher führt uns in die barocke Dominikanerkirche, wo Gerhard Richters Installation Zwei Graue Doppelspiegel für ein Pendel zu sehen ist.

Gemeinsames Abendessen.

3. Tag (Fr., 23.07.2027): Skulptur Projekte und Münsters Architektur

Nach dem Frühstück widmen wir uns weiteren Kunstwerken der Skulptur Projekte. Dabei lernen wir auch Münster selbst näher kennen. Mit seinen charakteristischen Giebelhäusern, Bogengängen und Arkaden besitzt die Stadt ein unverwechselbares Gesicht. Besonders eindrucksvoll ist der Prinzipalmarkt, der bis heute das historische Herz Münsters bildet. Bei einer Führung beschäftigen wir uns eingehender mit der Architektur und Stadtentwicklung.

Am Abend kommen wir noch einmal zu einem gemeinsamen Essen zusammen. Wenn das Sommerwetter mitspielt, lassen wir den Tag anschließend bei einem Glas Wein oder einem kühlen Getränk auf einer schönen Terrasse oder in einem Biergarten ausklingen.

4. Tag (Sa., 24.07.2027): Heimreise

Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen von Münster. Sie möchten noch ein wenig bleiben? Gerne verlängern wir Ihren Aufenthalt.

Programmänderungen bzw. Tausch der einzelnen Tage und Programmpunkte vorbehalten!

Teilnehmerzahl: min. 9 / max. 16 Personen
Bei Unterschreiten der Mindestteilnehmerzahl kann der Reiseveranstalter bis 28 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten.

Nach Buchungsabschluss ist eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent des Reisepreises zu leisten. Der Restbetrag wird 28 Tage vor Reisebeginn fällig.

Zimmer Preis Bemerkung
Einzelzimmer 1.135 €
Doppelzimmer 1.045 €

Verbindliche Buchung

Stadthotel Münster

Das Stadthotel Münster liegt zentral in einer Seitenstraße der Innenstadt, nur wenige Gehminuten vom historischen Prinzipalmarkt und dem Dom entfernt. Auch das LWL-Museum für Kunst und Kultur sowie zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten sind bequem zu Fuß erreichbar. Das Hotel verfügt über modern eingerichtete Zimmer mit WLAN, Fernseher und eigenem Bad. Morgens wird ein Frühstücksbuffet angeboten. Zur weiteren Ausstattung gehören eine Sauna und eine Hotelbar.

  • 3x Übernachtung mit Frühstück im Stadthotel Münster inkl. City Tax
  • 2x Abendessen (ohne Getränke)
  • 1x Mittagessen (ohne Getränke)

  • Architekturführung in Münster

  • 2 Führungen zu den Kunstwerken der Skulptur Projekte Münster
  • Eintritt und Führung: LWL-Museum für Kunst und Kultur
  • ÖPNV-Tickets in Münster
  • durchgängige Kulturtours-Reiseleitung
  • Klimaschutzbeitrag über atmosfair für die berechneten CO2e-Emissionen des Landprogramms

Diese Reise ist grundsätzlich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Sollten Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sein, nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir klären dann individuell, inwiefern eine Teilnahme für Sie an dieser Reise möglich ist. ARB des Reiseveranstalters als PDF

Darauf können Sie sich besonders freuen


Ilya Kabakov Ilya Kabakov © Florian Adler, CC BY-SA 3.0

Kunst unter freiem Himmel

Ein Projekt, das Ilya Kabakov im wörtlichen Sinn verstand: Für das Skulptur-Projekt Münster 1997 errichtete der Konzeptkünstler eine rund 15 Meter hohe Installation, die an einen Sendemast erinnert und aus einem feinen Drahtgerüst besteht. Wer sich am Ufer der Münsterschen Aa ins Gras legt und den Blick zum Himmel richtet, kann dort eine von Kabakov geschriebene Botschaft entdecken.

Einen anderen Zugang wählt die ungarische Künstlerin Róza El-Hassan, die an den Skulptur Projekten 2027 teilnehmen wird. Ihr Projekt entsteht in Berg Fidel, einem Stadtteil, der seit den späten 1960er Jahren von modernen Wohnanlagen geprägt ist. Hier beschäftigt sich El-Hassan mit Erfahrungen von Migration, Vertreibung und Flucht und verbindet diese mit der Geschichte des Quartiers.

Im Stadtteil Kinderhaus hat sich die polnische Künstlerin Iza Tarasewicz einen ehemaligen Bauernhof als Standort ausgesucht. Auf dem Gut Kinderhaus leben und arbeiten heute Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Tarasewicz greift die jahreszeitlichen Rhythmen der Landwirtschaft auf und fragt, wie Menschen und Tiere mit der Natur zusammenleben.

Mitten in der historischen Altstadt zeigt der britisch-guyanische Künstler Hew Locke eine Installation im Krameramtshaus, einem Schauplatz der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden. Historische und erfundene Figuren, die als mächtige Repräsentanten auftreten, verknüpfen die Geschichte des Ortes mit Fragen nach Kolonialismus, Migration und politischer Macht.

Weitere künstlerische Positionen werden noch bekannt gegeben.


Erbdrostenhof Erbdrostenhof © Günter Seggebäing, CC BY-SA 3.0

Barockstadt Münster

Münster erlebte im 17. und 18. Jahrhundert eine architektonische Blütezeit. Bedeutende Baumeister wie Gottfried Laurenz Pictorius und Johann Conrad Schlaun prägten das Stadtbild mit prachtvollen Barockbauten. Besonders anschaulich lässt sich diese Epoche auf der sogenannten „Barockinsel“ rund um die Clemenskirche erleben. Hier bilden die geschwungene Fassade und die reich ausgestattete Kuppelkirche von Schlaun zusammen mit der benachbarten Dominikanerkirche und dem Erbdrostenhof ein eindrucksvolles Ensemble westfälischer Barockarchitektur auf engem Raum.


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