Québec und Ontario

Französischsprachiges Kanada, Kunstmetropole Toronto, Niagara-Fälle

In 13 Tagen von Montréal über Ottawa bis Toronto, vom frankophonen Kanada bis zu den Niagara-Fällen – und dabei Kunst, Kultur und Architektur entdecken!

Zwischen französischem Erbe, britischen Einflüssen und moderner Metropolenarchitektur entdecken wir den Osten Kanadas. Von den historischen Sträßchen Montréals und Québecs über die Hauptstadt Ottawa bis zur Kunstmetropole Toronto erleben wir ein Land voller kultureller Gegensätze. Bedeutende Kunstsammlungen, außergewöhnliche Museumsbauten und spannende Einblicke in die Geschichte und Gegenwart Kanadas prägen diese Reise.

Dabei begegnen wir der Kunst indigener Gemeinschaften, entdecken die berühmten Landschaftsmaler der Group of Seven und besuchen herausragende Museen mit Werken von Henry Moore bis Louise Bourgeois. Architektonische Höhepunkte von Buckminster Fuller, Frank Gehry und Daniel Libeskind stehen ebenso auf dem Programm wie lebendige Stadtviertel, historische Altstädte und die gewaltigen Niagara-Fälle. Zwischen den vier Städten reisen wir bequem mit der Bahn und lernen dabei auch die Landschaften entlang des Sankt-Lorenz-Stroms kennen.

Für wen ist diese Reise?

Diese Reise richtet sich an Menschen, die Kanada nicht nur als Naturreiseziel kennenlernen möchten, sondern sich besonders für seine Kunst, Architektur, Geschichte und kulturelle Vielfalt interessieren.

  • Kunstinteressierte, die bedeutende kanadische Sammlungen, indigene Kunst und zeitgenössische Positionen entdecken möchten.
  • Architekturbegeisterte, die historische Stadtbilder und außergewöhnliche Bauten international renommierter Architekten schätzen.
  • Kulturreisende, die mehr über die französischen und britischen Einflüsse sowie die Geschichte der indigenen Bevölkerung erfahren möchten.
  • Stadtentdecker, die gerne zu Fuß durch unterschiedliche Viertel streifen, lokale Märkte besuchen und das urbane Leben kennenlernen.

Warum genau diese Route?

Vier Städte, unterschiedliche kulturelle Perspektiven

Unsere Route verbindet vier der wichtigsten Städte Ostkanadas, die jeweils einen eigenen Zugang zur Geschichte und Gegenwart des Landes eröffnen. Die Reise führt dabei vom überwiegend französischsprachigen Québec ins englischsprachige Ontario und macht die unterschiedlichen kulturellen Prägungen des Landes unmittelbar erfahrbar. Die einzelnen Städte sind mit dem Zug per Direktverbindung verknüpft, so dass wir die Etappen zwischen den einzelnen Übernachtungsstandorten bequem mit der Bahn zurücklegen können.

Was macht diese Reise besonders?

Kanadas Kunstgeschichte entdecken: Von der Kunst indigener Gemeinschaften über die Landschaftsmalerei der Group of Seven bis zu internationaler Gegenwartskunst reicht das Spektrum.
Architektur von Weltrang: Die Biosphère von Buckminster Fuller in Montréal, der kristallförmige Anbau des Royal Ontario Museum von Daniel Libeskind und die Art Gallery of Ontario mit ihrer Erweiterung von Frank Gehry gehören zu den architektonischen Höhepunkten.
Vier Städte, bequem mit der Bahn verbunden: Zwischen Montréal, Québec, Ottawa und Toronto nutzen wir die Eisenbahn und erleben dabei auch die weiten Landschaften Kanadas.
Eindrucksvoller Abschluss: mit den Niagara-Fällen
Kleine Gruppen: höchstens 16 Gäste

Die Kanada-Reise im Überblick

  • Reisetyp: Geführte Kunst- und Kulturreise mit Schwerpunkt Kunst, Architektur und Geschichte, Rundreise mit vier Übernachtuns-Standorten
  • Dauer: 13 Tage, Rückkehr nach Europa am 14. Tag
  • Reisezeit: September
  • Charakter: Intensive Städtereise mit Museumsbesuchen, Architektur, Geschichte und einem Naturhöhepunkt
  • Aktivitätsniveau: Stadtrundgänge und Museumsbesuche zu Fuß; normale Gehfähigkeit, eine gewisse Ausdauer ist empfehlenswert

Reiseverlauf der Kanada-Reise Québec und Ontario

1. Tag (Sa. 11.09.): Anreise

Individuelle Anreise nach Kanada. Gerne buchen wir für Sie den Flug nach Montréal und koordinieren die Ankunftszeiten so, dass alle gleichzeitig ankommen.

Transfer mit dem Taxi in die Innenstadt und Check-in im Hotel. Aufgrund des langen Fluges planen wir für diesen Tag keinen weiteren Programmpunkt. Unser Hotel, das Le Nouvel Hotel, befindet sich in einem charmanten Viertel etwa auf halber Strecke zwischen der Innenstadt und der Nachbargemeinde Westmount, die zu den begehrtesten Wohngebieten der Metropole zählt. Breite, baumbestandene Straßen, elegante Häuser und gepflegte Gärten vermitteln dort fast kleinstädtische Gelassenheit. Je nach Ankunftszeit machen wir dorthin noch einen gemeinsamen Spaziergang und suchen uns ein Lokal für Imbiss und Absacker.

2. Tag (So. 12.09.): Musée des beaux-arts de Montréal

Wir starten in den Tag mit einem Besuch im Kunstmuseum Montreals. Es gehört zu den bedeutendsten Kunstmuseen Kanadas und bietet neben historischen Meisterwerken und zeitgenössischen Installationen insbesondere einen Schwerpunkt auf Kunst aus Québec und Kanada, darunter auch Kunst der Inuit. Der Besuch bietet einen tiefen Einblick in die Geschichte und Identität des Landes.

Das Museum erstreckt sich über fünf miteinander verbundene Pavillons, die durch unterschiedliche architektonische Stile beeindrucken.

Am Nachmittag erkunden wir dann die Stadt. Im Quartier du Musée säumen elegante Stadthäuser und Galerien die Straßen, bevor der Weg über den grünen Campus der McGill University mit ihren historischen Gebäuden führt. Weiter hinein Richtung Innenstadt Mile zeugen die prachtvolle Villen und herrschaftliche Fassaden der Golden Square vom Reichtum der Stadt. Wenig später erhebt sich Place Ville Marie mit seinem markanten Hochhaus über das geschäftige Zentrum – ein Symbol des modernen Montréal.

Bei einem gemeinsamen Abendessen, z.B.am Square St. Louis, lassen wir den Tag ausklingen.

3. Tag (Mo. 13.09.): Vieux Montréal und die charmanten Viertel am Hang

Heute beginnen wir den Tag in der charmanten Altstadt Vieux-Montréal, wo Kopfsteinpflaster, schmale Gassen und historische Kolonialarchitektur an die französischen Wurzeln der Stadt erinnern. Ein Höhepunkt ist die prachtvolle Basilika Notre-Dame, deren neugotische Architektur und farbenprächtiger Innenraum beeindrucken. Auf der lebhaften Place Jacques-Cartier mischen sich Straßenkünstler, Cafés und Besucher zu einem bunten Treiben. Nur wenige Schritte entfernt lädt der Alte Hafen zu einem Spaziergang entlang des Sankt-Lorenz-Stroms ein, mit weitem Blick aufs Wasser und die Skyline der Stadt. Der Blick schweift weiter zum futuristischen Habitat 67, dessen ineinandergeschachtelte Betonwürfel wie ein Experiment aus einer anderen Zeit wirken.

Einen spannenden Kontrast dazu bildet die moderne Seite Montréal: Im Quartier International ragen elegante Hochhäuser in den Himmel, während die weitläufige Underground City (RÉSO) mit ihren unterirdischen Passagen, Geschäften und Cafés ein eigenes urbanes Netzwerk bildet.

Den Nachmittag widmen wir dann den charmanten Vierteln unterhalb des Hausbergs der Stadt. Am Marché Jean-Talon in der Petite Italie lassen sich zwischen bunten Marktständen, Käsereien und Bäckereien regionale Spezialitäten wie Ahornsirup und Québec-Käse entdecken. Weiter geht es zum Plateau-Mont-Royal mit seinen farbenfrohen Häusern, charakteristischen Außentreppen, gemütlichen Cafés und kleinen Boutiquen. Zum Abschluss lockt das Mile End mit kreativen Geschäften, Street-Art und lebendiger Kulturszene. Ein Besuch bei St-Viateur Bagel oder Fairmount Bagel gehört hier unbedingt dazu.

4. Tag (Di. 14.09.): Musée McCord Stewart und Biosphère

Heute Morgen besuchen wir das Musée McCord Stewart, das sich der Geschichte der Stadt und Kanadas sowie dem Leben seiner Bewohner widmet. Anhand von Fotografien, historischen Kleidungsstücken, Alltagsgegenständen und Kunstwerken erzählt es von den unterschiedlichen Kulturen, gesellschaftlichen Veränderungen und indigenen Gemeinschaften, die sich hier begegnet sind und begegnen.

Gegen Mittag geht es dann hinüber zur Île Sainte-Hélène, auf der sich im Parc Jean-Drapeau die Biosphère de Montréal befindet. Es handelt sich um ein außergewöhnliches Umweltmuseum in einem markante Gebäude, zur Weltausstellung Expo 67 vom Architekten Buckminster Fuller entworfen. Die große geodätische Kuppel mit ihrer kugelförmige Gitterstruktur zählt zu den Wahrzeichen der Stadt – und bietet einen guten Blick auf die Skyline von Montréal.

Am Nachmittag dann Bahnfahrt in den Osten nach Québec, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

5. Tag (Mi. 15.09.): Vieux-Québec mit Haute-Ville und Basse-Ville

Bei einem Stadtrundgang durch Québec lernen wir die historische Oberstadt Haute-Ville und die charmante Altstadt Vieux-Québec kennen, deren kopfsteingepflasterte Gassen und französisch geprägte Architektur europäisches Flair versprühen. Entlang der imposanten Stadtmauer eröffnen sich schöne Ausblicke über die Stadt und den Sankt-Lorenz-Strom.

Am Place Royale, einem der ältesten Plätze Nordamerikas, erinnern historische Steinhäuser und die kleine Kirche Notre-Dame-des-Victoires an die französische Kolonialzeit. Ein Höhepunkt ist das majestätische Château Frontenac, dessen markante Silhouette das Stadtbild prägt und das heute ein luxuriöses 5-Sterne-Hotel beherbergt. Weiter geht es zur Citadelle de Québec, einer sternförmigen Festungsanlage.

Über die berühmte Escalier Casse-Cou von 1635, wörtlich die „Waghals-Treppe“, gelangt man schnell in die Unterstadt Basse-Ville. Wem das zu waghalsig erscheint kann alternativ – oder für den Rückweg – auch den Funiculaire du Vieux-Québec nutzen. Diese historische Standseilbahn verbindet die Terrasse Dufferin mit der Rue du Petit-Champlain.

Gemeinsames Abendessen in einem Restaurant in der Altstadt.

6. Tag (Do. 16.09.): Musée national des beaux-arts du Québec

Heute besuchen wir das nationale Kunstmuseum der Provinz Québec, das einen guten Einblick in die kulturelle Identität und künstlerische Entwicklung speziell des frankophonen Kanada bietet. Das Museum widmet sich der Kunst der Provinz Québec vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die umfangreiche Sammlung umfasst Gemälde, Skulpturen, Fotografien und zeitgenössische Werke, darunter zahlreiche Arbeiten québecischer Künstler.

Architektonisch beeindruckend ist der Kontrast zwischen dem historischen Gérard-Morisset-Pavillon und dem modernen Pierre-Lassonde-Pavillon mit seiner lichtdurchfluteten Glasarchitektur.

Im Anschluss erneuter Bummel durch das historische Zentrum der Stadt und – wenn Zeitbleibt – Fahrt mit der Hafenfähre über den Sankt-Lorenz-Strom hinüber in den etwas verschlafenen Vorort Lévis, von dem man einen tollen Blick auf die Unter- und Oberstadt hat. Das Café und Brauerei direkt am Fähranleger bieten sich außerdem als Anlaufstelle an.

7. Tag (Fr. 17.09.): Auf nach Ottawa

Am Morgen Fahrt mit der Bahn zurück in Richtung Westen. Die Fahrt führt durch Kanadas Wälder, vorbei an Wiesen und Feldern und mehrfach über den Sankt-Lorenz-Strom. An Bord des Zuges wird eine Mahlzeit serviert, bevor wir dann am frühen Nachmittag die Hauptstadt Kanadas erreichen.

In Ottawa Transfer mit der Straßenbahn zum Hotel. Nach dem Check-in erkunden wir einen Abschnitt des Rideau Canals. Der insgesamt 202 Kilometer lange Kanal wurde 1832 eröffnet, ist die älteste ununterbrochen benutzte künstliche Wasserstraße in Nordamerika und wurde 2007 zum Weltkulturerbe erklärt.

Nur wenige Gehminuten vom Kanal entfernt liegt der lebhafte ByWard Market, eines der ältesten und beliebtesten Viertel Kanadas. Zwischen Marktständen, Cafés, Restaurants und kleinen Boutiquen lassen sich regionale Spezialitäten entdecken. Besonders bekannt ist die kanadische Gebäckspezialität BeaverTails, ein warmes, flaches Siedegebäck mit süßen Toppings.

8. Tag (Sa. 18.09.):Kunsthauptstadt Ottawa

Heute besuchen wir die National Gallery of Canada. Die Sammlung umfasst kanadische und indigene Kunst, europäische Meisterwerke sowie zeitgenössische Werke. Besonders sehenswert sind die Werke der Group of Seven, die mit ihren Landschaftsgemälden die Natur Kanadas eindrucksvoll darstellten. Vor dem Eingang wiederum begrüßt einen eine alte Bekannte: Maman, eine der Riesenspinnen von Louise Bourgeois.

Das beeindruckende Gebäude aus Glas und Granit verbindet moderne Architektur mit lichtdurchfluteten Räumen – und bietet einen schönen Blick auf den Parliament Hill, den wir am Nachmittag durchstreifen wollen.

Der Parliament Hill ist das politische Zentrum Kanadas. Die imposanten Parlamentsgebäude beeindrucken aber vor allem durch ihre neugotische Architektur mit spitzen Türmen, kunstvollen Steinverzierungen, hohen Fenstern und kupfergedeckten Dächern. Besonders markant ist der Peace Tower, der die Skyline der kanadischen Hauptstadt prägt. Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich der Supreme Court of Canada mit seinen zumindest architektonisch klaren Linien.

Wenn im Anschluss Zeit bleibt, werfen wir noch einen Blick in die Ottawa Art Gallery mit Werken kanadischer sowie zeitgenössischer Künstler. Auch architektonisch ist die Galerie interessant: Das moderne, lichtdurchflutete Gebäude verbindet zeitgenössisches Design mit historischen Elementen.

9. Tag (So. 19.09.): Geschichte Kanadas: britischer und französischer Einfluss

Ottawa ist auch die Stadt, in der man tief in die Geschichte Kanadas eintauchen kann – und erlebbar gemacht wird die Geschichte im Canadian Museum of History. Allein schon die Lage erzählt von dem Hin und Her zwischen den Großmächten. Liegt die Hauptstadt Ottawa in der Provinz Ontario, die offiziell englischsprachig ist, müssen wir für den Museumsbesuch einmal die 600 Meter lange Pont Alexandra bzw. Alexandra Bridge über den Ottawa River überqueren. Denn das Museum befindet sich im Vorort Gatineau, das – man ahnt es – wiederum zum französischsprachigen Québec zählt.

Das Museum erzählt aber selbstverständlich auch von den indigenen Völkern – und nicht nur von der europäischen Besiedlung. Besonders beeindruckend ist die Grand Hall mit ihren monumentalen Totempfählen und traditionellen Häusern der indigenen Bevölkerung der Pazifikküste. Auch die außergewöhnliche Architektur des Gebäudes mit ihren geschwungenen Formen greift die Landschaft Kanadas auf.

Vom Museum und von der Brücke hat man dann noch einmal einen schöner Blick auf den Parliament Hill.

Kanadas ist Teil des Commonwealth und damit ist Kanadas Staatsoberhaupt bis heute der britische Monarch, aktuell King Charles III. Wie in Großbritannien hat der König nur eine rein zeremonielle und repräsentative Funktion. Da London weit weg ist, gibt es jedoch in Kanadas Hauptstadt einen Stellvertreter des Königs: den Generalgouverneur von Kanada.

Dieser Generalgouverneur residiert in der Rideau Hall in Ottawa, die wir uns am Nachmittag ansehen wollen. Das elegante Gebäude aus dem 19. Jahrhundert liegt inmitten eines weitläufigen Parks mit gepflegten Gärten und alten Bäumen. Im Inneren befinden sich repräsentative Empfangsräume, in denen offizielle Zeremonien und Staatsbesuche stattfinden. Werden die Räumlichkeiten jedoch aktuell nicht für einen Anlass dieser Art benötigt, ist eine Besichtigung möglich.

Im Anschluss gemeinsames Abendessen.

10. Tag (Mo. 20.09.): Toronto calling

Heute verlassen wir den französischsprachigen Teil Kanadas endgültig. Denn obwohl die Bewohner der Hauptstadt Ottawa mehrheitlich englisch sprechen, ist die Stadt dennoch offiziell zweisprachig. Nun nehmen wir jedoch den Zug nach Toronto, die Provinz-Hauptstadt von Ontario – und mit rund 3 Millionen Einwohnern nicht nur die größte Stadt Kanadas, sondern zudem Mittelpunkt des sog. Golden Horseshoe. So bezeichnen die Kanadier die wichtigste und mit Abstand größte Metropolregion ihres riesigen Landes, die sich hufeisenförmig mit einer Ausdehnung von rund 200 Kilometern um den Ontario-See herumschmiegt. Auf dieser verhältnismäßig überschaubaren Fläche leben rund ein Viertel aller Kanadier.

Toronto erreichen wir mit dem Zug am Nachmittag. Von der Union Station geht es mit der Metro zum Hotel. Nach einem ersten Rundgang durch die Stadt ist ein Besuch auf dem CN Tower geplant, der von 1975 bis 2007 das höchste freistehende Gebäude der Welt war. Die Antenne ragt bis in eine Höhe von 533 Meter. Die Aussichtsplattform befindet sich zwar „nur“ auf 342 Metern Höhe. Aber das reicht immer noch, um einen guten Überblick über die Stadt zu gewinnen. Und es reicht selbstverständlich auch einen Blick hinaus ins weite Land und hinüber über den großen Ontario See, an dessen südlichem Ufer sich der US-Bundesstaat New York befindet. Im Anschluss gemeinsames Abendessen in der Stadt.

11. Tag (Di. 21.09.): Royal Ontario Museum mit Libeskind-Anbau, Distillery District

Heute beginnen wir den Tag mit einem Besuch im Royal Ontario Museum. Es wurde 1914, als Kanada noch Teil des britischen Empire war, eröffnet – und entsprechend unter Obhut der Krone initiiert. Neben der Sammlung – von Dinosaurierskeletten, wertvollen Kunstwerken und historischen Gegenständen ist alles dabei – ist nicht zuletzt die Architektur der Star. Der moderne Anbau von Daniel Libeskind setzt einen starken Kontrast zum alten Gebäude. Der Neubau gleicht einem Kristall, der mit seinen schroffen Glas- und Aluminiumfassaden aus der historischen Bausubstanz regelrecht herauszubrechen scheint.

Im Anschluss spazieren wir noch zum Parlament von Ontario, ein Bau im Stil der Neoromanik und Neorenaissance, dessen historische Eleganz die politische Bedeutung des Gebäudes unterstreicht.

Danach fahren wir mit der Metro zurück in die Innenstadt und erkunden den modernen Finanzdistrikt im historischen Zentrum. Hier befindet sich auch das unterirdische Geschäfts- und Ausgehviertel PATH, das weitläufige, insgesamt 30 Kilometer langes Netz aus Unterführungen und Passagen, über das man unabhängig von Jahreszeit und Wetter zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Geschäfte, Restaurants etc. erreicht.

Für den Abend bietet sich ein Besuch im Distillery District an. Auf dem Gelände einer ehemaligen großen Whiskey-Brennerei, das von kopfsteingepflasterten Sträßchen durchzogen ist, haben sich Restaurants, Bars, Boutiquen und Galerien angesiedelt.

12. Tag (Mi. 22.09.): Moderne Kunst in Toronto

Toronto ist nicht nur das größte Ballungsgebiet Kanadas, sondern auch die dynamischste des ganzen Landes. Mit dem Museum of Contemporary Art und der Art Gallery of Ontario gibt es gleich zwei herausragende Kunst-Institutionen. Für beide nehmen wir uns den ganzen Tag Zeit.

Auch die Art Gallery of Ontario (AGO) bietet mit ihrer Architektur einen spannungsvollen Kontrastvon Alt und Neu – allerdings ist für den Erweiterungsbau diesmal nicht Libeskund zuständig, sondern ein anderer Stararchitekt: Frank Gehry.

Die AGO verfügt über eine vielfältige Sammlung, darunter zahlreiche Skulpturen, Zeichnungen, Drucke des britischen Bildhauers Henry Moore. Zu den wichtigsten Werken zählen aber vor allem die Gemälde der kanadischen Künstlergruppe Group of Seven, die mit ihren Landschaftsbildern in den 1920ern und 1930ern die Natur Kanadas in den Mittelpunkt stellte.

Von der Art Gallery ist es ein entspannter Spaziergang zum Neuen Rathaus, der Toronto City Hall, das 1965 eröffnet wurde. Die beiden sichelförmig gebogenen Bürotürme, die sich um einen runden Pavillon im Zentrum schwingen, verleihen dem Gebäude eine dynamische Wirkung. Das 1965 eröffnete Rathaus, vom finnischen Architekten Viljo Revell entworfen, setzt einen starken Kontrapunkt zur historistischen Old City Hall. Es gilt mit seiner massiven Sandsteinfassade, den Rundbogenfenstern, den reich verzierten Eingängen und dem hohen Uhrturm als bedeutendes Beispiel des sog. Richardsonian-Stils.

Am Nachmittag fahren wir dann noch zum Museum of Contemporary Art Toronto, das sich etwas außerhalb befindet. Es zeigt Wechselausstellungen aktueller Kunst – und in der Nachbarschaft haben sich mehrere kommerzielle Galerien nieder gelassen.

13. Tag (Do. 23.09.): Niagara-Fälle und Rückflug

Zum Abschluss der Reise widmen wir uns noch dem gewaltigen Naturschauspiel der Niagara-Fälle. Sie sind nur rund 130 Kilometer von Toronto entfernt. Je nach Verkehr dauert die Fahrt dorthin mit dem Charterbus anderthalb bis zwei Stunden. Der Ort Niagara Falls liegt zur einen Hälfte auf kanadischer, zur anderen auf US-amerikanischer Seite. Über die nahe Rainbow International Bridge könnte man jetzt innerhalb weniger Minuten zu Fuß nach New York gehen.

Es sollte niemanden überraschen, dass der gesamte Ort auch auf kanadischer Seite einer großen Amüsiermeile gleicht – inklusive Riesenrad, Wachsfigurenkabinett, Casino etc. Dennoch lohnt es sich, hier etwas Zeit zu verbringen. Denn die gewaltigen Wassermassen und das tosende Geräusch der Fälle beeindrucken von unterschiedlichen Aussichtspunkten immer wieder neu. Und da die Rückflüge nach Europa erst am späten Abend gehen, können wir uns für den Ausflug zu dem gewaltigen Naturschauspiel auch den ganzen Tag Zeit nehmen.

Der internationale Flughafen von Toronto liegt dann auf dem Rückweg am Rand der Metropole. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die keine individuelle Verlängerung planen, erhalten somit einen bequemen Flughafentransfer. Rückflug nach Europa über Nacht und Ankunft am Folgetag (Freitag).

Alternativ ist es möglich, länger in Kanada zu bleiben. Dann bringt Sie der Bus zurück in die Innenstadt.

Teilnehmerzahl: min. 9 / max. 16 Personen
Bei Unterschreiten der Mindestteilnehmerzahl kann der Reiseveranstalter bis 30 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten.

Nach Buchungsabschluss ist eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent des Reisepreises zu leisten. Der Restbetrag wird 28 Tage vor Reisebeginn fällig.

Zimmer Preis Bemerkung
Einzelzimmer 6.975 €
Doppelzimmer 5.525 €

Verbindliche Buchung
  • 12x Übernachtung mit Frühstück (3x Montréal, 3x Québec, 3x Ottawa, 3x Toronto)
  • Eintritte: Montreal Museum of Fine Arts, Musée McCord Stewart, Biosphere, Musée national des beaux-arts du Québec, National Gallery of Canada Ottawa, Canadian Museum of History, Ottawa Art Gallery, Royal Ontario Museum, MOCA Toronto, Art Gallery of Ontario, CN Tower

  • Führungen (nur englisch möglich): Montréal Museum of Fine Arts, Musée national des beaux-arts du Québec, Art Gallery of Ontario
  • Stadtführungen (teilweise nur englisch möglich): 3x Montréal, 1x Québec, 1x Ottawa, 2x Toronto
  • 4x Abendessen (1x in jeder Stadt), zusätzlich Mahlzeiten während der Bahnfahrten, s.u.

  • ÖPNV-Tickets für Montréal und Québec (in Ottawa und Toronto: Tap&Go mit Kreditkarte / Handy-Wallet)
  • Bahnfahrten Montréal-Québec, Québec-Ottawa, Ottawa-Toronto, jeweils inkl. Mahlzeit der Tageszeit entsprechend

  • Flughafen-Transfer in Montréal mit Taxi o.ä.
  • Ganztagesausflug mit Charterbus zu den Niagara-Fällen inkl. Flughafen-Transfer Toronto auf dem Rückweg
  • durchgängige Kulturtours-Reiseleitung
  • Klimaschutzbeitrag über atmosfair für die berechneten CO2e-Emissionen der Flüge ab/bis Deutschland und des Landprogramms
  • Flug nach Toronto: Gerne machen wir ein Angebot, sobald die Gruppe steht

  • ÖPNV-Tickets für Ottawa und Toronto: die Bezahlung erfolgt per Tap'n'Go mit Kreditkarte / Handy-Wallet direkt am Drehkreuz, derzeit 3,30 CAD pro Fahrt
  • Reiseschutz: Eine geeignete Reiseversicherung können Sie online abschließen unter: https://drp-kulturtours.de/lp/reiseschutz

Diese Reise ist grundsätzlich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Sollten Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sein, nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir klären dann individuell, inwiefern eine Teilnahme für Sie an dieser Reise möglich ist. ARB des Reiseveranstalters als PDF

Darauf können Sie sich besonders freuen

Mont Royal Mont Royal © Alain Rouiller / Wikimedia

Das besondere Flair Montréals

Montréal begeistert mit einer reizvollen Mischung aus französischem Flair, nordamerikanischer Lebendigkeit und kultureller Vielfalt. In der Altstadt Vieux-Montréal führen kopfsteingepflasterte Gassen vorbei an historischen Fassaden, kleinen Cafés und einladenden Plätzen. Besonders charmant sind die Viertel Plateau Mont-Royal und Mile End mit ihren bunten Häusern, schmiedeeisernen Außentreppen, Boutiquen, Galerien und gemütlichen Bistros. Straßenkunst, lebendige Märkte und grüne Parks prägen das Stadtbild und verleihen Montréal seinen unverwechselbaren Charakter.

Marché Bonsecours Marché Bonsecours © The Cosmonaut / Wikimedia

Kanada bilingual

Kanada ist ein Land mit zwei Amtssprachen: Englisch und Französisch. Während Englisch in weiten Teilen des Landes dominiert, prägt das Französische vor allem die Provinz Québec mit ihren Städten Montréal und Québec City. Hier begegnet uns ein Stück französischer Kultur mitten in Nordamerika – in der Sprache, der Architektur, der Küche und der Lebensart. Besonders spannend ist das Nebeneinander beider Sprachwelten, das Kanadas Geschichte widerspiegelt und dem Land seine besondere kulturelle Vielfalt verleiht.

Art Gallery of Ontario Art Gallery of Ontario © Maksim Sokolov (Maxergon) / Wikimedia

Kunstmetropole Toronto

Toronto ist nicht nur Kanadas größte Stadt, sondern auch eine der bedeutendsten Kunstmetropolen Nordamerikas. Die multikulturelle Metropole begeistert mit einer lebendigen Kunstszene, zahlreichen Galerien und international renommierten Museen. Zu den Höhepunkten zählt die Art Gallery of Ontario (AGO), deren spektakulären Umbau Frank Gehry entwarf. Das Royal Ontario Museum beeindruckt mit seiner markanten Erweiterung von Daniel Libeskind. Spannende Kunstviertel wie die Queen Street West und der Distillery District mit seinen historischen Backsteinbauten zeigen Torontos kreative Seite zwischen zeitgenössischer Kunst, Design und urbaner Kultur.

Niagara-Fälle Niagara-Fälle © Kevin He / Wikimedia

Niagara-Fälle

Die Niagara-Fälle gehören zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen Nordamerikas. An der Grenze zwischen den USA und Kanada stürzen gewaltige Wassermassen über bis zu 57 Meter hohe Felskanten in die Tiefe.
Die Niagara-Fälle bestehen aus drei Teilen, den Horseshoe Falls, welches die größten und wasserreichsten Fälle sind, die 260 Meter breiten American Falls und die Bridal Veil Falls – ein schmaler Wasserfall unmittelbar neben den American Falls.
Von der kanadischen Seite aus hat man den besten Gesamtblick auf alle drei Wasserfälle. Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen den breiten, nahezu geradlinigen American Falls und den halbkreisförmigen Horseshoe Falls.


Kanada Reisewissen und Informationen

Währung
Landeswährung ist der kanadische Dollar CAD. Kreditkartenzahlungen sind üblich und werden fast überall akzeptiert.
Sprache

In ganz Kanada wird englisch gesprochen, in der Provinz Québec nicht nur zusätzlich Amtssprache, sondern auch Muttersprache eines Großteils der Bevölkerung - und damit die gebräuchlichste Verkehrssprache. Die Menschen dort sprechen aber in aller Regel auch sehr gut englisch. Auch die Hauptstadt Ottawa ist zweisprachig.

Kanadas Klima ist so vielfältig wie seine Landschaften. Während im hohen Norden arktische Bedingungen herrschen, sind die Sommer im Süden des Landes oft angenehm warm, mitunter sogar heiß. Besonders in den Provinzen Ontario und Québec, wo Städte wie Toronto, Montréal und Québec City liegen, herrscht ein ausgeprägtes Kontinentalklima mit warmen Sommern und kalten, schneereichen Wintern. Im Herbst verwandeln sich die ausgedehnten Laubwälder in ein leuchtendes Farbenmeer – der berühmte Indian Summer zählt zu den schönsten Naturerlebnissen Kanadas.

Kanadas Küche ist so vielfältig wie seine Bevölkerung und vereint französische, britische und indigene Traditionen mit Einflüssen aus aller Welt. Besonders Québec ist für seine französisch geprägte Esskultur bekannt. Zu den Spezialitäten zählen Poutine – Pommes frites mit Käsebruch und Bratensoße –, herzhafte Fleischpasteten und natürlich der berühmte Ahornsirup. An der Atlantikküste stehen Fisch und Meeresfrüchte hoch im Kurs, während die multikulturellen Metropolen Toronto und Montréal mit einer lebendigen Restaurantszene, internationalen Spezialitäten und kreativer moderner Küche begeistern.

Kanada verfügt über ein gut ausgebautes Gesundheitssystem mit modernen Krankenhäusern und qualifiziertem medizinischem Personal. Die medizinische Grundversorgung wird für berechtigte Einwohner überwiegend durch ein öffentlich finanziertes Gesundheitssystem gewährleistet. Für Reisende aus Europa besteht jedoch kein Anspruch auf kostenlose Behandlung. Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte können hohe Kosten verursachen. Daher ist der Abschluss einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung mit ausreichender Deckung und medizinischem Rücktransport unbedingt empfehlenswert. In größeren Städten ist die medizinische Versorgung in der Regel sehr gut, während in abgelegenen Regionen längere Wege zur nächsten medizinischen Einrichtung möglich sind.

Für deutsche und österreichische Staatsbürger ist die Einreise nach Kanada für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt visumfrei bis zu 6 Monaten mit einem gültigen Reisepass und der elektronische Reisegenehmigung (eTA) möglich. Der Reisepass muss für die Dauer des Aufenthalts bzw. noch mindestens 1 Tag über die Ausreise hinaus gültig sein. Die vorab erteilte elektronische Reisegenehmigung (eTA) ist bei Anreise auf dem Luftweg (auch bei Transit/Zwischenlandung) Pflicht. Die Kosten betragen derzeit 7 CAD. Die eTA ist bis zu 5 Jahre lang (oder bis zum Ablauf des Reisepasses) gültig.

Schweizer Staatsangehörige wenden sich bitte an die entsprechende Landesvertretung in der Schweiz für weitere Informationen zur Einreise.


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