Skulpturenparks und -gärten in England

Herausragende Skulpturenparks, gespickt mit Meisterwerken großer Künstler.

Die britischen Inseln sind für ihre Landschafts- und Gartenbaukunst berühmt. Werden Parks gleichzeitig zur Bühne für Bildende Kunst, entsteht etwas Besonderes.

Sie besuchen herausragende Skulpturenparks – gespickt mit Meisterwerken großer Künstler. Würden diese Arbeiten schon in jedem „White Cube“, also einem neutralem Museumsraum, eine gute Figur machen, gilt dies erst recht, wenn sie sich in die typisch englische Landschaft einschmiegen. Egal, ob sich die Natur dabei mal lieblich-gepflegt oder aber rau und ungehobelt präsentiert. Erleben Sie Werke von Henry Moore, Barbara Hepworth etc. in – wenn Sie so wollen – ihrem natürlichen Habitat. Gerade britische Künstler haben ein sehr eigenes Landschaftsempfinden. Und das spiegelt sich in vielen Werken wider.

Eine Besonderheit der Reise ist das gekonnte Wechselspiel zwischen der Natur einerseits – und dem, was der Mensch mit bewusstem gestalterischem Willen schafft: die Wegeführung, die Architektur und ganz besonders auch die Kunst

Der Schwerpunkt der Reise liegt auf dem Norden Englands – und speziell Yorkshire, der Heimat der Jahrhundert-Bildhauer Moore und Hepworth. Sie besuchen die quirligen Zentren Leeds und Newcastle, aber auch die altehrwürdigen Städte York und Cambridge. Besuche mit leichten Wanderungen am Hadrians Wall und der kargen und sehr dünn besiedelten Grenze zu Schottland runden die Reise ab.

Die Besonderheiten dieser Reise:

  • spektakuläre Großskulpturen
  • traditionelle Landschaftsgärten
  • Wechselspiel zwischen Kunst und Natur
  • quirlige Großstädte Leeds und Newcastle
  • mittelalterliches York

Für alle weiteren Details lesen Sie bitte den Reiseverlauf:

Anreise nach England.
Allen, die ihr eigenes Auto nutzen möchten, empfehlen wir die entspannte Überfahrt mit der Nachtfähre von Amsterdam nach Newcastle. Alternativ buchen wir gerne auch Flüge nach England und den Mietwagen.

1. Tag: Newcastle, Baltic Centre for Contemporary Art, Hadrian’s Wall
Wenn Sie mit der Fähre fahren, kommen Sie am Morgen im Fährhafen von Newcastle-upon-Tyne an. Es steht Ihnen der ganze Tag für Stadt und Umland zur Verfügung. Wir empfehlen einen Stopp beim Landschaftskunstwerk Northumberlandia des Architekten und Landschaftsdesigners Charles Jencks sein. Es handelt sich um eine stilisierte Liegende, nur mit der Besonderheit, dass die typischen weiblichen Rundungen durch Hügel dargestellt werden. Wege markieren die Konturen des Körpers – und theoretisch kann man hier ganze 4 Meilen laufen.
Auch der Hadrians Wall ist ganz in der Nähe – die ehemalige römischen Grenzanlage. Dieser Wall – die britische Variante des Limes – erstreckt sich auf einer Länge von 118 Kilometern quer über die hügelige und karge Landschaft von Küste zu Küste. Vor allem im landschaftlich eindrucksvollen mittleren Abschnitt sind die Befestigungsanlagen noch gut erhalten. Von den einst bis zu viereinhalb Meter hohen Steinmauern, Kastellen und Türmen hat man einen hervorragenden Blick über die Landschaft. Ein gut ausgebauter Wanderweg führt entlang des Walls.
Im Laufe des Nachmittags Fahrt zum Hotel in Newcastle. Nach dem Check-In bleibt noch Zeit für einen individuellen Stadtbummel bzw. dem Besuch des Baltic Centre for Contemporary Art. Die ehemalige Getreidemühle liegt ebenfalls direkt am Ufer des Tyne und beherbergt heute eine Galerie für zeitgenössische Kunst, die laufend durch Wechselausstellungen bespielt wird.
2 Übernachtungen in Newcastle

2. Tag: Kielder Water & Forest Park oder Newcastle

Für den heutigen Tag gibt es zwei Möglichkeiten. Wenn Sie in die Natur hinaus möchten, lohnt sich die Fahrt fast direkt bis an die Grenze Schottlands, mitten hinein in den Kielder Water & Forest Park. Kielder Water ist einer der größten Stauseen Europas – und wurde erst 1982 durch Königin Elizabeth II. eingeweiht. Das gesamte Areal ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel mit Yachthafen geworden, sondern auch eine ambitionierteste Skulpturensammlung im öffentlichen Raum. Mehr als 20 meist begehbare Groß- bzw. Architekturskulpturen sind über das Areal verteilt, darunter auch eine Arbeit von James Turrell. Es ist unmöglich, an einem Tag alle Objekte in dem weitläufigen Areal kennen zu lernen. Meist liegen sie abseits befestigter Straßen und sind nur zu Fuß oder mit dem Mountain-Bike zugänglich.
Oder Sie verbringen den Tag in Newcastle – und machen einen Spaziergang durch den Gateshead Riverside Park. Dieser Park wurde schon in den 1960er-Jahren angelegt und seit den 90er-Jahren durch mehrere Großskulpturen aufgewertet. So zum Beispiel „Cone“ von Andy Goldsworthy. Wurde der Brite vor allem durch seine Arbeiten mit vergänglichen Naturmaterialien wie Blüten, Blättern und Ästen berühmt, zeigt die Stahlskulptur den Land Art-Künstler von einer ganz anderen Seite.

3. Tag: Morgens Skulpturen, nachmittags Welterbe
Check-out aus dem Hotel. Jetzt geht es in Richtung Süden. Dort, wo die aus London kommende Autobahn auf die Bebauung stößt, erhebt sich ein gewaltiger Engel in die Lüfte: the Angel of the North, eine gewaltige Großskulptur des Bildhauers Sir Antony Gormley. Fotostopp und Weiterfahrt zur Fountains Abbey in Yorkshire. Die eindrucksvolle Ruine des Zisterzienserklosters ist umgeben vom Studley Royal Water Garden – einem Klassiker der typisch englischen Landschaftsarchitektur und ganz im georgianischen Stil gehalten. Wassergarten und Klosterruine sind gemeinsam Teil des Unesco-Welterbes.
Sie erreichen York – nicht nur eine der ältesten Städte Großbritanniens, sondern auch eine der schönsten. Vermutlich gab es hier schon vor Jahrtausenden eine keltische Siedlung. Als die Römer kamen, fanden sie jedenfalls schon eine Stadt vor – und machten diese sogleich zur Hauptstadt ihrer Provinz Nordbritannien. Die offensichtlichsten Spuren im Stadtbild stammen jedoch aus der Zeit des Mittelalters: Normannische Fachwerkhäuser wechseln sich mit Backsteinbauten ab. Über allem thront die gotische Kathedrale – die zweitgrößte der Welt! Und das gesamte Ensemble ist von einer Stadtmauer – wenn auch weitgehend restauriert – umschlossen. Innerhalb des verkehrsberuhigten historischen Zentrums stößt man auf gemütliche Cafés, urige Pubs und kleine, ausgefallene Geschäfte.
Weiterfahrt in Richtung Leeds / Wakefield. 2 Übernachtungen.

4. Tag: The Hepworth Wakefield & Henry Moore Institute

Sie befinden sich nun mitten im so genannten Yorkshire Sculpture Triangle. Dieses wird begrenzt durch das Henry Moore Institut in Leeds und die Leeds Art Gallery im Norden sowie den Yorkshire Sculpture Park in West Bretton und „The Hepworth“ Wakefield.
Beginnen Sie den Tag mit „The Hepworth“, benannt nach der großen englischen Bildhauerin Barbara Hepworth, die im Jahre 1903 in Wakefield das Licht der Welt erblickte. Das Museum, entworfen von David Chipperfield, wurde erst im Mai 2011 eröffnet – und würdigt die stilprägende Künstlerin, die zu den ersten Frauen weltweit zählt, die sich in der einstigen Männerdomäne „Bildende Kunst“ durchsetzte. Der vielbeachtete Bau bietet Platz für eine reichhaltige Kunstsammlung, zu der neben zahlreichen Arbeiten Hepworths eine ebenfalls beeindruckende Menge an Werken Henry Moores zählt.
Moore wiederum wurde fünf Jahre früher nur wenige Meilen entfernt in Castleford geboren – und besuchte gemeinsam mit Hepworth die Leeds School of Art. Zwar wechselte er schon bald an die Royal Academy in London und zog in den Süden Englands um, blieb seiner Heimat jedoch immer verbunden. Die Henry Moore Foundation, Stiftung des Künstlers, die den Nachlass verwaltet, unterhält in Leeds heute das Henry Moore Institut. Dieses Institut versteht sich als Zentrum zum Studium der Skulptur. Als Forschungseinrichtung veranstaltet das Institut nicht nur Wechselausstellungen, sondern auch Konferenzen und Vorträge – und unterhält ein beachtliches Archiv.
Fahrt nach Leeds, ins Zentrum der „Skulpturenmetropole“. Besuch der aktuellen Ausstellungen im Henry Moore Institut. Direkt neben dem Institut befindet sich die Leeds Art Gallery, die eine der herausragendsten britischen Sammlungen moderner Kunst außerhalb Londons bietet.

5. Tag: Yorkshire Sculpture Park & Cambridge

Check out aus dem Hotel. Fahrt zum Yorkshire Sculpture Park. Das rund 200 Hektar große Areal beherbergt mehr als 100 Skulpturen. Ein Großteil stammt von namhaften, international bekannten Künstler – darunter Ai Weiwei, Andy Goldsworthy, Antony Gormley, Sol LeWitt, Richard Long und James Turrell, neben den „Platzhirschen“ Hepworth und Moore. Im Wechselspiel mit der sanft geschwungenen Landschaft Yorkshires und den wechselnden Jahreszeiten entfaltet die Kunst eine ganz besondere Stimmung.
Nach einer umfassenden Besichtigung des Geländes Weiterfahrt nach East Anglia. Der Osten Englands präsentiert sich lieblicher als das teils raue Yorkshire und die wilde Grenzlandschaft nach Schottland hin. Das Wetter ist im Schnitt freundlicher, die Temperaturen milder.
Sie erreichen Cambridge. Hotelbezug für eine Nacht. Durchschreiten Sie die altehrwürdigen Colleges und erkunden Sie die historische Altstadt!

6. Tag: Henry Moore in Perry Green

Fahrt nach Much Hadham. Dieses beschauliche Straßendorf auf halbem Weg nach London gilt als eines der besterhaltensten typisch englischen Dörfer: gepflegte Vorgärten, denkmalgeschützte Fachwerk- und Backsteinbauten, ein spätgotisches Kirchlein aus dem 14. Jahrhundert und diverse Herrenhäuser. In einem davon residierten einst die Bischöfe von London.
Zur Gemeinde zählt auch der Ortsteil Perry Green, wo sich Henry Moore 1941 niederließ. Nehmen Sie sich Zeit für den rund 25 Hektar großen Skulpturengarten der Henry Moore Foundation, die Studioräume – und Hoglands, das ehemalige Haus des Künstlers. Tauchen Sie ein in Leben und Werk des vielleicht wichtigsten britischen Künstlers der Moderne und genießen Sie den schönen Park. Gelegenheit zur Mittagspause im Café der Foundation – oder auch im gemütlichen Inn auf der Straßenseite gegenüber.
Am Nachmittag Weiter- bzw. Heimreise an. Am bequemsten geht es mit der Nachtfähre von Harwich nach Hoek van Holland, die Sie von Perry Green aus schnell erreichen. Alternativ können Sie auch östlich an London vorbei fahren und den Kanaltunnel nehmen.
Für Flugreisende heißt es: Abgabe des Mietwagens und Rückflug - oder vielleicht lieber doch noch die ein oder andere Verlängerungsnacht in London?

Nach Buchungsabschluss ist eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent des Reisepreises zu leisten. Der Restbetrag wird 28 Tage vor Reisebeginn fällig.

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z.B. Hotel Balmoral, Sure Hotel Collection by Best Western
Das charmante und komplett renovierte Hotel verfügt über lediglich 20 Zimmer und ist nur einen kurzen Fußweg vom Stadtzentrum von Newcastle entfernt. Es befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, dessen geschmackvoll gestaltete Zimmer eine gemütliche und komfortable Atmosphäre bieten. Besuchen Sie während Ihres Aufenthalts auch das zum Haus gehörende Restaurant „Luigikhans“ mit entspannter Atmosphäre und kreativer Pandschab-Küche.

z.B. Oulton Hall Hotel, Spa & Golf Resort
Das luxuriöse Hotel befindet sich in einem 1805 erbauten Herrenhaus. Es liegt nur 12km von Leeds entfernt im landschaftlich reizvollen Yorkshire, umgeben vom Oulton Park Golfplatz. Zum Stadtzentrum von Leeds gelangen Sie nach ungefähr 12 km Entfernung. Der Flughafen Leeds/Bradford ist etwa 40 km vom Hotel entfernt. Das First-Class-Hotel wurde 2003 umfangreich renoviert.

z.B. Holiday Inn Cambridge
Die moderne und weitläufige Anlage befindet sich am Rande der historischen Stadt Cambridge. Sie ist ideal in einem ruhigen Ort unweit der A14 gelegen und bietet Ausblick auf einen See und die Landschaft East Anglias.

  • 2x Übernachtung mit Frühstück in Newcastle-upon-Tyne
  • 2x Übernachtung mit Frühstück in/bei Leeds/Wakefield
  • 1x Übernachtung mit Frühstück in Cambridge
  • Eintritt für den Yorkshire Sculpture Park
  • Eintritt für The Hepworth in Wakefield
  • kostenlose Eintritte: Baltic Centre for Contemporary Art, Gateshead; Lady of the North; Angel of the North; Leeds Art Gallery
  • ausführliche Routenbeschreibungen, mit deren Hilfe Sie insbesondere die einzelnen im öffentlichen Raum stehenden Großskulpturen (Angel of the North etc.) leicht finden

  • Kulturtours-Geheimtipps für unterwegs: Ausflugstipps, Cafés, Restaurants etc.

  • Hinweis: bestimmte Eintritte (Fountains Abbey, The Hepworth) können nur vor Ort an der Museumskasse bezahlt werden, Details siehe Wunschleistungen/Zusätzliche Kosten
  • Reiseversicherung: Wir empfehlen eine Reiserücktritt-, -abbruch-, und -krankenversicherung und unterbreiten Ihnen dazu unverbindlich ein Angebot.
  • Parkgebühren in den Städten und bei den Landschaftsgärten/-parks
  • Eintritt Fountains Abbey und Studley Royal Water Garden - kann nur vor Ort bezahlt werden, z.Zt. 17 Pfund p.P.
  • Eintritt Henry Moore Foundation - kann nur vor Ort bezahlt werden, z.Zt. 13 Pfund
  • ggf. Fährüberfahrt Amsterdam-Newcastle / Harwich-Hoek van Holland - wir machen gerne ein Angebot
  • ggf. Mietwagen in England - wir machen gerne ein Angebot
  • ggf. Flug nach England - wir machen gerne ein Angebot

Diese Reise ist grundsätzlich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Sollten Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sein, nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir klären dann individuell, inwiefern eine Teilnahme für Sie an dieser Reise möglich ist. ARB des Reiseveranstalters als PDF

Darauf können Sie sich besonders freuen

Wechselspiel von Kunst und Natur Wechselspiel von Kunst und Natur © Harald Kother

Yorkshire Sculpture Park (YSP)

Mit einer Fläche von rund zwei Quadratkilometern zählt der YSP zu den größten Skulpturenparks weltweit - und die einzelnen Skulpturen sind zu einem wesentlichen Teil so über das Gelände verteilt, dass sie in Beziehung zur sanft geschwungenen Hügellandschaft treten. Das Areal ist durchzogen von einem Wasserlauf und einem kleinen See sowie zahlreichen Hecken und Wiesen, die für immer neue Perspektiven auf die Kunst sorgen. Einige Arbeiten befinden sich sogar versteckt in einem Waldstück.

York mit Minster und Stadtmauer York mit Minster und Stadtmauer © Harald Kother

Mittelalterliches York

York, eine römische Gründung, zählt zu den schönsten Städten Englands. Eine fast vollständig erhaltene Stadtmauer umschließt die mittelalterlichen Gassen. Gegründet von den Römern als Handels- und Verwaltungszentrum für den Norden Englands erlebte die Stadt bis ins Mittelalter hinein eine enorme Blüte. Das Stadtbild ist infolge dessen geprägt von zahlreichen Fachwerkhäusern, engen Gassen und einer der größten gotischen Kathedralen nördlich der Alpen.
Zwar wurde York schon im 19. Jahrhundert, was Größe und Wirtschaftskraft angeht, vom nahen Leeds übertrumpft. Doch das historische York ist nach wie vor ein beliebtes Ausflugs- und Einkaufsziel für die Menschen aus dem weiteren Umland. Entsprechend quirlig ist die Atmosphäre in den Sträßchen und den sehr engen sog. Shambles - Gassen, in denen zwei Menschen gerade so aneinander vorbei schlängeln können...

Fountains Abbey Fountains Abbey © Harald Kother

Fountains Abbey & Studley Royal Water Garden

Etwa eine Autostunde nördlich von Leeds befindet sich mit Fountains Abbey and Studley Royal Water Garden eine kulturhistorische Stätte erster Güte: Um die Ruinen einer mächtigen Zisterzienserabtei ließ der gescheiterte Schatzkanzler seiner Majestät John Aislabie im frühen 18. Jahrhundert einen Landschaftspark errichten – der bedeutendste Garten Englands dieser Epoche und Unesco-Welterbe.

England Reisewissen und Informationen

Ortszeit
Mitteleuropäische Zeit - 1 Stunde
Währung
1 Pfund Sterling (GBP) = 100 Pence. Bargeldabhebung sowie Zahlung mit Kredit- und EC-Karte möglich.
Sprache

Englisch als Weltsprache ist für die Briten Muttersprache. Auch wenn Sie nur Basis-Vokabeln kennen – die Briten werden Sie verstehen!

Im Westen und Norden Englands ist es im Allgemeinen kühler und regnerischer als im übrigen Bereich. Die feuchteste Gegend ist der Lake District in Cumbria mit über 2000 mm Niederschlag jährlich. Am trockensten ist es in der Grafschaft Essex. In besonders trockenen Jahren liegt dort die Niederschlagsmenge sogar unter dem Durchschnitt von Beirut oder Jerusalem.

In Südengland herrscht aufgrund des Golfstroms ein eher mildes und maritimes Klima. Anfang Frühjahr bis Ende Herbst ist die attraktivste Reisezeit. Denn im April und Mai erwacht die Natur und ein sattes Grün färbt die Landschaften und Gärten. Im Herbst bietet das gefärbte Laub wiederum eine wunderbare Kulisse. In den Sommermonaten blühen die Rosen inmitten der feudalen Gärten und Parks in voller Pracht.

Neben der weltberühmten Tea Time – die in England übrigens einer richtigen Mahlzeit entspricht, gibt es noch weitere kulinarische Leckerbissen, die Ihre Sinne erfreuen werden. In Südengland sind die Cornish Pasties beispielsweise eine besondere Spezialität. Die kleinen Pasteten gibt es in verschiedenen Varianten z.B. gefüllt mit Kartoffel, Hackfleisch oder Gemüse und sind in vielen Bäckerein und Cafés erhältlich. Der britische Klassiker Fish&Chips schmeckt nicht nur in Londons Straßen ganz ausgezeichnet, sondern ist auch auf dem Land oftmals ganz köstlich zubereitet. Abends im Pub können Sie sich auf eine große Auswahl an Biersorten erfreuen. Von Ale und Lager über Stout bis zum Porter (eine leichtere Variante des Stouts) gibt es einiges zu probieren. Populär ist auch der englische Cider - eine Art Apfelwein mit wenig Kohlensäure, jedoch mit einem höheren Alkoholgehalt als sein französisches Pendant.

Die ärztliche Infrastruktur in Großbritannien ist gut.
Die Europäische Krankenversicherungskarte behält weiterhin Gültigkeit, wodurch eine medizinische Grundversorgung bei touristischen Reisen gewährleistet ist. Unabhängig davon raten wir jedoch dringend zum Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung, die auch den Rücktransport in medizinisch sinnvollen Fällen abdeckt.

Die Einreise in das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland ist für deutsche und österreichische Staatsangehörige aufgrund des Brexit nur noch mit dem Reisepass möglich. Das Reisedokument muss bis zum Ende der Reise gültig sein.

Benutzen Sie keine Ausweisdokumente, die einmal als verloren oder gestohlen gemeldet waren. Selbst wenn sie inzwischen wieder als „aufgefunden“ gemeldet wurden, führt dies nicht automatisch zu einer Löschung des Verlusteintrags in der Interpol-Datenbank. Es kommt daher immer wieder vor, dass die britische Grenzpolizei solche Ausweisdokumente einzieht.


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