Skulpturenparks East Anglia – Monet in London

Henry Moore Studios & Gardens, Cambridge, Sainsbury Art Center

England ist für die Gartenbaukunst berühmt. Werden Parks zur Bühne für Skulpturen, entsteht etwas Besonderes. Entdecken Sie Henry Moores Garten - und Monet!

Mit Bahn und Fähre geht es in den Osten Englands, wo sich gleich drei herausragende Skulpturenparks befinden – einmal Landschaftsgarten eines englischen Herrenhauses, einmal auf dem modernen Campus-Gelände einer Universität und einmal rund um das Anwesen eines der wichtigsten britischen modernen Künstlers.

Hotelstandort ist einerseits Cambridge, von wo aus wir sternförmig für die Bildhauerei ausschwärmen, zusätzlich eine alte Hansestadt kennenlernen und natürlich die Kunstmuseen und Colleges der altehrwürdigen Universität erkunden. Andererseits übernachten wir auch in London, wo passenderweise in der Tate Modern eine große Monet-Ausstellung zu sehen sein wird. Für die Hinfahrt nutzen wir die Nachtfähre von Hoek van Holland nach Harwich, um direkt am Morgen in Ostengland bzw. East Anglia mit dem Programm starten zu können. Zurück geht es dann fix mit dem Eurostar durch den Kanaltunnel nach Brüssel (oder Paris) und dann weiter mit ICE oder TGV nach Hause.

Die Höhepunkte im Überblick:

  • Monet in London
  • Sainsbury Art Center
  • Henry Moore Studios & Gardens
  • Houghton Hall mit Skulpturenprojekt
  • Hansestadt King‘s Lynn
  • Colleges und Museen der Universität Cambridge
  • Ohne Flug auf die Insel

Für alle Details lesen Sie bitte den Reiseverlauf weiter unten.


1. Tag: Anreise nach Hoek van Holland

Mit dem Zug geht es von Ihrem Heimatbahnhof nach Rotterdam, wo wir uns gegen 18 Uhr am Hauptbahnhof treffen. Von dort bringt uns die Metro direkt zum Fährhafen Hoek van Holland. Nach dem Check-in, der Passkontrolle und dem Bezug der Kabinen wartet ein gemeinsames Abendessen an Bord auf uns.

Abfahrt der Englandfähre ist gegen 22 Uhr. Von der Bar auf dem Außendeck hat man einen tollen Blick auf die Hafenanlagen.

2. Tag: Cambridge mit Kettle’s Yard und Fitzwilliam Museum

Die Nachtfähre legt am frühen Morgen gegen 6 Uhr britischer Zeit an. Zum Glück haben wir aufgrund der Zeitverschiebung eine Stunde gewonnen. Da wir lieber ausschlafen wollen, buchen wir kein Frühstücksbüfett an Bord – zumal viele so früh eh noch keinen großen Appetit haben. Stattdessen nutzen wir die Gelegenheit für ein Heißgetränk und ein Croissant in der Schiffsbar.

Kurz darauf geht es auch schon an Land, wo zunächst die Einreiseformalitäten erledigt werden müssen, bevor wir mit dem Zug nach Cambridge fahren. Das Hotelbefindet sich direkt am Bahnhof. Nach der Gepäckabgabe folgt ein traditionelles „Full English Breakfast“. Wie wünschen Sie Ihre Eier? Dürfen es Würstchen oder Black Pudding sein, die britische Variante der Blut- und Grützwurst? Aber auch vegetarische oder vegane Varianten sind möglich.
So gestärkt stürzen wir uns ins Kunst- und Universitätsleben von Cambridge: Ein etwa 20-minütiger Spaziergang bringt uns zum Fitzwilliam Museum, das zu den bedeutendsten Kunstmuseen Großbritanniens zählt und Teil der Universität von Cambridge ist. Es wurde schon 1816 gegründet und beherbergt eine herausragende Sammlung von Gemälden, Skulpturen, antiken Kunstwerken, Münzen und Manuskripten. Zu den Höhepunkten gehören Werke von Tizian, Rubens, Rembrandt, Monet und Picasso sowie bedeutende Schätze aus dem Alten Ägypten und der griechisch-römischen Antike.

Anschließend Fußweg zu Kettle’s Yard, eines der außergewöhnlichsten Kunsthäuser in Cambridge. Das ehemalige Wohnhaus des Sammlers Jim Ede verbindet moderne Kunst mit einer wohnlichen Atmosphäre. Gemälde und Skulpturen von Künstlern wie Ben Nicholson und Barbara Hepworth sind harmonisch mit Möbeln, Keramiken und Alltagsgegenständen arrangiert. Heute umfasst Kettle’s Yard zudem eine moderne Galerie mit wechselnden Ausstellungen. Nach einer kurzen Kaffeepause starten wir dann am späten Nachmittag noch zu einem geführten Rundgang durch Stadt und Universität, bei der Sie alles über die Colleges und die große Rivalität mit Oxford erfahren.
Der Abend steht zur freien Verfügung.

3. Tag: Fotostopp Ely Cathedral, Houghton Hall und Hansestadt King‘s Lynn

Am Morgen geht es mit einem Kleinbus in Richtung Norden. Auf dem Weg zum Anwesen von Houghton Hall mit ihrem spektakulären Skulpturenpark legen wir einen Fotostopp an der Kathedrale von Ely ein. Die ab 1083 erbaute Kirche ist aufgrund ihrer markanten Lage auf einer leichten Anhöhe schon von weitem zu sehen – und wird deswegen als „Ship of the Fens“ – das Schiff der Moore – bezeichnet.

Nach kurzer Außenbesichtigung geht es weiter zu Houghton Hall. Das prachtvolle Anwesen in der Grafschaft Norfolk gehört zu den bedeutendsten barocken Landsitzen Englands. Im 18. Jahrhundert für den britischen Premierminister Sir Robert Walpole errichtete, beeindruckt es mit seiner prachtvollen Architektur und weitläufigen Parklandschaft. Ein Höhepunkt ist der Skulpturengarten, in dem monumentale Werke international renommierter Künstler wie James Turrell, Tony Cragg, Richard Long, Rachel Whiteread und anderer harmonisch in die historische Gartenanlage integriert sind. Jedes Jahr wird auf dem weitläufigen Gelände zudem das Werk eines großen Bildhauers bzw. einer großen Bildhauerin präsentiert. Seit 2015 waren dies u.a. Damien Hirst, Anish Kapoor, Tony Cragg, Sean Scully, Antony Gormley, Magdalene Odundo und Stephen Cox. Im Jahr 2026 ist diese Jahresausstellung Lynn Chadwick gewidmet. Wer 2027 präsentiert werden wird, steht noch nicht fest.

Für Houghton Hall nehmen wir uns den halben Tag Zeit, bevor wir am Nachmittag ins nahe King‘s Lynn weiterfahren – eine der ältesten Hafenstädte Englands. King‘s Lynn blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück und unterhielt einst enge Beziehungen zur Hanse. Noch heute zeugen zahlreiche gut erhaltene Kaufmannshäuser, Lagergebäude und Kirchen vom einstigen Wohlstand. Bei einem geführten Rundgang durchstreifen wir die historischen Gassen, das pittoreske Hafenviertel und hören von der Geschichte des Hanse-Erbes des reizvollen Städtchens, bevor wir den Tag beim gemeinsamen Abendessen in einem Pub ausklingen lassen. Danach Rückfahrt mit dem Bus oder der Bahn nach Cambridge.

4. Tag: Norwich mit Sainsbury Art Center

Heute geht es mit dem Zug nach Norwich, der Hauptstadt der Grafschaft Norfolk. Am Rand der Stadt befindet sich das Sainsbury Centre for Visual Arts, einer der bedeutendsten Kunstorte Ostenglands.
Auf dem Campus der University of East Anglia gelegen verbindet es eine außergewöhnliche Sammlung von international bedeutenden Künstlern mit moderner Architektur: Das Gebäude von Sir Norman Foster wirkt offen, klar und fast industriell. Besonders reizvoll ist der Skulpturenpark, der sich über rund 100 Acres, also 40 Hektar, in eine größere Parklandschaft einfügt. Zwischen Wiesen, alten Bäumen, moderner Universitätsarchitektur und dem Yare-Tal begegnet man Werken von Künstlerinnen und Künstlern wie Henry Moore, Elisabeth Frink, Antony Gormley und Lynn Chadwick. Hierfür nehmen wir uns den halben Tag Zeit, bevor es mit dem Linienbus zurück in die Stadt geht.

Das historische Zentrum von Norwich begeistert mit seiner gut erhaltenen Altstadt. Kleine Gassen, traditionelle Märkte und gemütliche Pubs verleihen Norwich einen besonderen Charme. Nach dem Stadtrundgang gönnen wir uns dann noch einen Afternoon Tea, bei dem traditionellerweise nicht nur ein Heißgetränk, sondern Sandwiches und Süßgebäck serviert werden. Die Gastro-Szene in Norwich ist erfrischend kreativ – und je nach gewählter Location hat diese Mahlzeit einen indischen oder italienischen Hauch. Noch haben wir uns nicht entschieden…
Am Abend dann Rückfahrt mit dem Zug nach Cambridge.

5. Tag: Henry Moore Studios & Gardens in Perry Green

Nach dem Frühstück Check out aus dem Hotel und Fahrt mit dem Reisebus nach Perry Green. Hier ließ sich Henry Moore im Jahr 1941 nieder. Und hier nehmen wir uns reichlich Zeit für den rund 25 Hektar großen Skulpturengarten der Henry Moore Foundation, die Studioräume – und Hoglands, das ehemalige Haus des Künstlers. Tauchen Sie ein in Leben und Werk des vielleicht wichtigsten britischen Künstlers der Moderne und genießen Sie den schönen Park. Gelegenheit zur Mittagspause im Café der Foundation – oder auch im gemütlichen Inn auf der Straßenseite gegenüber.

Am späten Nachmittag Weiterfahrt nach London, wo wir im Stadtteil Kings Cross unser Hotel für die nächsten beiden Nächte beziehen. Es ist Samstagabend! Ihr Reiseleiter nimmt Sie bestimmt mit in den Pub. Oder vielleicht gibt es auch ein besonderes Kunstevent? Das Storehouse, also das Schaudepot des Victoria & Albert Museums im Osten der Stadt ist samstags bis 22 Uhr geöffnet!

6. Tag: Monet in London und Sunday Roast

In der ersten Jahreshälfte 2027 widmet sich die Tate erstmalig mit einer Sonderausstellung exklusiv dem Werk des Impressionisten Claude Monet. Unter dem Titel „Painting Time“ – also: die Zeit malen – vereint die Ausstellung erstklassige Leihgaben aus der ganzen Welt, darunter selten der Öffentlichkeit zugängliche Bilder aus Privatsammlungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Monet den Verlauf der Zeit malerisch sichtbar machte – durch wechselndes Licht, Wetter, Tages- und Jahreszeiten sowie die fortlaufende Veränderung der Landschaft. Diese Ausstellung zählt sicher zu den großen Höhepunkten im Kunstkalender 2027.

Im Anschluss schlendern wir über die Millenium Bridge und weiter die Themse abwärts, vorbei am Tower of London. Immer im Blick dabei die City mit ihren Wolkenkratzern – genauso wie die Tower Bridge, über die wir dann erneut die Themse überqueren werden, bevor wir durch die Shad Thames, eine historische Uferstraße schlendern, von gewaltigen Backsteinspeichern eingesäumt. Die Speicher, durch markante eiserne Fußgängerbrücken miteinander verbunden, dienten einst der Lagerung von Tee, Kaffee, Gewürzen etc. Heute befinden sich hier Wohnungen, Galerien und Restaurants. Hier wollen wir dann auch einer weiteren englischen kulinarischen Tradition nachkommen: dem Sunday Roast – einst das festliche Familienessen nach dem Kirchgang, heute beliebter Anlass für geselliges Beisammensein mit Braten, Bratkartoffeln, saisonalem Gemüse, Yorkshire Pudding und einer kräftigen Soße. Selbstverständlich sind in Cool Britannia aber längst auch vegetarische oder vegane Varianten möglich.

7. Tag: Rückfahrt durch den Kanaltunnel

Nach dem Frühstück Transfer mit Linienbus oder U-Bahn zum Bahnhof St. Pancras, wo die Eurostar-Züge nach Brüssel und Paris abfahren. Von dort dann Weiterfahrt zu Ihrem Heimatbahnhof.


Teilnehmerzahl: min. 9 / max. 16 Personen
Bei Unterschreiten der Mindestteilnehmerzahl kann der Reiseveranstalter bis 30 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten.

Nach Buchungsabschluss ist eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent des Reisepreises zu leisten. Der Restbetrag wird 28 Tage vor Reisebeginn fällig.

Zimmer Preis Bemerkung
Einzelzimmer/Einzelkabine 3.627 €
Doppelzimmer/2er-Kabine 2.989 € Auf den Fähren Etagenbetten. Doppelbetten auf Anfrage gegen Aufpreis möglich.

Verbindliche Buchung
  • 1x Übernachtung auf der Fähre (Innenkabine) Hoek van Holland - Harwich
  • 3x Übernachtung mit Frühstück in Cambridge

  • 2x Übernachtung mit Frühstück in London

  • 1x Abendessen auf der Fähre (ohne Getränke)

  • 1x Abendessen in King’s Lynn (ohne Getränke)

  • 1x Full English Breakfast in Cambrigde
  • 1x Afternoon Tea in Norwich
  • 1x Sunday Roast in London (ohne Getränke)
  • Bahnfahrt vom Heimatbahnhof in Deutschland / Schweiz nach Rotterdam

  • Fahrt mit der Metro Rotterdam - Hoek van Holland
  • Bahnfahrt Harwich - Cambridge

  • Bahnfahrt Cambridge - Norwich - Cambridge
  • Bus- / Bahnfahrt Cambridge - Houghton Hall - King's Lynn - Cambridge
  • Busfahrt Cambridge - Perry Green - London
  • Bahnfahrt London - Brüssel/Paris und weiter zum Heimatbahnhof in Deutschland / in der Schweiz: Basel / Zürich

  • alle Bahnfahrten 2. Kl.
  • Eintritte: Fitzwilliam Museum, Kettle’s Yard, Houghton Hall, Sainsbury Art Center, Henry Moore Studios and Gardens, Sonderausstellung Monet: Painting Time in der Tate Modern

  • Außenkabine / Kabine mit Doppelbett statt Etagenbett: auf Anfrage und nach Verfügbarkeit
  • Reiseversicherung: Wir empfehlen eine Reiserücktrittversicherung, die Sie unkompliziert unter reiseschutz.kulturtours.de buchen können.

  • Bahnfahrt 1. Kl.: auf Anfrage und nach Verfügbarkeit
  • Metrofahrt Rotterdam-Hoek van Holland Haven: Die Bezahlung erfolgt kontaktlos mit Kreditkarte direkt am Drehkreuz. Kosten ca. 7 €.
  • Nahverkehrstickets in London: In den Londoner Bussen und U-Bahnen erfolgt die Bezahlung direkt am Drehkreuz kontaktlos mittels Kreditkarte / Handy-Wallet. Das System ist dabei so ausgelegt, dass es immer den günstigsten Tarif berechnet. Tageskarte derzeit 8,90 GBP.
  • Gebühr für elektronische Einreiseanmeldung (Electronic Travel Authorization – ETA), voraussichtlich 20 GBP

Diese Reise ist grundsätzlich nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Sollten Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sein, nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir klären dann individuell, inwiefern eine Teilnahme für Sie an dieser Reise möglich ist. ARB des Reiseveranstalters als PDF

Darauf können Sie sich besonders freuen

Hoglands: Moores Wohnhaus Hoglands: Moores Wohnhaus © Harald Kother

Henry Moore Studios & Gardens

Die Henry Moore Studios & Gardens in Perry Green, Hertfordshire, sind das ehemalige Wohn- und Arbeitsgelände des berühmten britischen Bildhauers Henry Moore. Besucher können dort sein Wohnhaus, mehrere original erhaltene Ateliers sowie einen weitläufigen Skulpturengarten mit vielen seiner monumentalen Kunstwerke besichtigen. Die Anlage vermittelt einen eindrucksvollen Einblick in Moores Leben, seine Arbeitsweise und seine enge Verbindung zur Natur. Heute wird sie von der Henry Moore Foundation als Museum und Kulturstätte betrieben.

King's College Cambridge King's College Cambridge © Andrew Dunn / wikimedia

Universitätsstadt Cambridge 

Die Universitätsstadt Cambridge im Osten Englands beeindruckt mit ihrer historischen Architektur, den traditionsreichen Colleges und der pittoresken Lage am Fluss Cam. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen das King's College mit seiner berühmten Kapelle sowie zahlreiche Museen und Gärten. Die berühmte Universität zieht Studenten, Wissenschaftler und Besucher aus der ganzen Welt gleichermaßen an, so dass die Stadt von quirligem Studentenleben und lebendigem Forschergeist durchdrungen ist.

Houghton Hall mit Full Moon Circle von Richard Long Houghton Hall mit Full Moon Circle von Richard Long © Philip Halling / wikimedia

Houghton Hall

Houghton Hall in Norfolk ist eines der bedeutendsten Herrenhäuser Englands. Es wurde im 18. Jahrhundert für Sir Robert Walpole, den ersten Premierminister Großbritanniens, erbaut. Das prachtvolle Anwesen beeindruckt mit seiner barocken Architektur, weitläufigen Parkanlagen und einer wertvollen Kunstsammlung. Heute ist Houghton Hall für Besucher geöffnet und bekannt für seine historischen Räume, wechselnde Kunstausstellungen und den beeindruckenden Skulpturenpark.

King's Lynn King's Lynn © Mat Fascione / wikimedia

Hansestadt King's Lynn

King's Lynn zählt zu den historisch bedeutendsten Hafenstädten an der englischen Nordseeküste. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum der Hanse, wovon zahlreiche gut erhaltene Kaufmannshäuser, Lagergebäude und Kirchen bis heute zeugen. Besonders sehenswert sind das historische Hanseviertel, die gotische Kirche St. Margaret's und der malerische Hafenbereich. Mit seiner reichen Geschichte und der gut erhaltenen Altstadt bietet King's Lynn einen eindrucksvollen Einblick in die maritime Vergangenheit Ostenglands.


England Reisewissen und Informationen

Ortszeit
Mitteleuropäische Zeit - 1 Stunde
Währung
1 Pfund Sterling (GBP) = 100 Pence. Bargeldabhebung sowie Zahlung mit Kredit- und EC-Karte möglich.
Sprache

Englisch als Weltsprache ist für die Briten Muttersprache. Auch wenn Sie nur Basis-Vokabeln kennen – die Briten werden Sie verstehen!

Im Westen und Norden Englands ist es im Allgemeinen kühler und regnerischer als im übrigen Bereich. Die feuchteste Gegend ist der Lake District in Cumbria mit über 2000 mm Niederschlag jährlich. Am trockensten ist es in der Grafschaft Essex. In besonders trockenen Jahren liegt dort die Niederschlagsmenge sogar unter dem Durchschnitt von Beirut oder Jerusalem.

In Südengland herrscht aufgrund des Golfstroms ein eher mildes und maritimes Klima. Anfang Frühjahr bis Ende Herbst ist die attraktivste Reisezeit. Denn im April und Mai erwacht die Natur und ein sattes Grün färbt die Landschaften und Gärten. Im Herbst bietet das gefärbte Laub wiederum eine wunderbare Kulisse. In den Sommermonaten blühen die Rosen inmitten der feudalen Gärten und Parks in voller Pracht.

Neben der weltberühmten Tea Time – die in England übrigens einer richtigen Mahlzeit entspricht  – gibt es noch weitere kulinarische Leckerbissen, die Ihre Sinne erfreuen werden. In Südengland sind die Cornish Pasties beispielsweise eine besondere Spezialität. Die kleinen Pasteten gibt es in verschiedenen Varianten z.B. gefüllt mit Kartoffel, Hackfleisch oder Gemüse und sind in vielen Bäckerein und Cafés erhältlich. 
Der britische Klassiker Fish&Chips schmeckt nicht nur in Londons Straßen ganz ausgezeichnet, sondern ist auch auf dem Land oftmals ganz köstlich zubereitet. Zu den Klassikern zählen zudem auch die herzhaften Pies, z.B. Steak & Ale Pie. 
Viele Pubs bieten auch Speisen an. Dort gibt es diese und weitere Klassiker oft zu einem überraschend guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Am Sonntag wird oft Sunday Roast angeboten, bei dem man zwischen Braten, Brathänchen und fast immer auch einer vegetarischen Variante wählen kann. Entgegen der sich hartnäckig haltenden Vorurteile kann man in England nämlich sehr gut essen gehen - wenn man die richtigen Adressen kennt.
Abends im Pub können Sie sich auf eine große Auswahl an Biersorten freuen. Von Ale und Lager über Stout bis zum Porter (eine leichtere Variante des Stouts) gibt es einiges zu probieren. Populär ist auch der englische Cider – eine Art Apfelwein mit wenig Kohlensäure, jedoch mit einem höheren Alkoholgehalt als sein französisches Pendant.

Die ärztliche Infrastruktur in Großbritannien ist gut.
Die Europäische Krankenversicherungskarte behält weiterhin Gültigkeit, wodurch eine medizinische Grundversorgung bei touristischen Reisen gewährleistet ist. Unabhängig davon raten wir jedoch dringend zum Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung, die auch den Rücktransport in medizinisch sinnvollen Fällen abdeckt.

Die Einreise in das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland ist für deutsche und österreichische Staatsangehörige aufgrund des Brexit nur noch mit dem Reisepass möglich. Das Reisedokument muss bis zum Ende der Reise gültig sein.

Seit April 2025 wird zudem zusätzlich eine elektronische Einreiseanmeldung (Electronic Travel Authorization – ETA) benötigt. Die Gebühren betragen derzeit 20 GBP. Die Bezahlung ist mit Kreditkarte möglich.

Achtung: Diverse "Dienstleister" bieten eine verteuerte ETA-Beantragung an - und schalten dafür ungeniert Anzeigen bei Google etc., die von regulären Suchergebnissen kaum zu unterscheiden sind. Bei einer Google-Suche nach "ETA Großbritannien" o.ä. läuft man Gefahr, auf solche leider völlig legalen "Dienstleistungen" hereinzufallen. Folgen Sie daher immer nur dem offiziellen Link der britischen Regierung: https://www.gov.uk/eta

Benutzen Sie keine Ausweisdokumente, die einmal als verloren oder gestohlen gemeldet waren. Selbst wenn sie inzwischen wieder als „aufgefunden“ gemeldet wurden, führt dies nicht automatisch zu einer Löschung des Verlusteintrags in der Interpol-Datenbank. Es kommt daher immer wieder vor, dass die britische Grenzpolizei solche Ausweisdokumente einzieht.


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